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Multivendor-Strategien im Netzwerkmanagement sind kontraproduktiv

Warum Transparenz im Netzwerk wichtig ist

| Autor / Redakteur: Stefica Divkovic / Andreas Donner

Speziell beim Netzwerk-Management ist eine Single-Vendor-Strategie sinnvoll.
Speziell beim Netzwerk-Management ist eine Single-Vendor-Strategie sinnvoll. (Bild: © AndSus - stock.adobe.com)

Durch Netzwerkausfälle oder -leistungsverluste entstehen enorme Kosten! Und das Risiko für einen Ausfall steigt, sobald Unternehmen versuchen mit einer Multivendor-Strategie ihre Kosten zu senken und einzelne Leistungen vom jeweils günstigsten Anbieter beziehen. Der Grund: Je mehr Lieferanten oder Dienstleister an einer Infrastruktur beteiligt sind, desto komplexer wird das Netzwerkmanagement.

Möchte ein Unternehmen in einer komplexen Multivendor-Infrastruktur neue Anwendungen implementieren, wie beispielsweise eine App für mobile Nutzer, fällt es den IT-Spezialisten schwer, die dafür benötigten Netzressourcen präzise zu bestimmen und zu allokieren. Durch fehlende Planungssicherheit geht Agilität verloren, die IT verliert an Geschwindigkeit und die Fachabteilungen werden unzufrieden. Letztlich wird so auch das Wachstum des Unternehmens ausgebremst.

Eine zerstückelte Netzinfrastruktur kann aber auch die IT-Sicherheit bedrohen, wenn kein geeignetes herstellerübergreifendes Monitoring vorhanden ist. Wir leben in einer Zeit, in der das Spektrum an Cyberbedrohungen ständig zunimmt: Hacker nehmen Ziele mit immer neuen Ransomware-Angriffen und DDoS-Attacken ins Visier. Firmen und Behörden müssen im Gegenzug aufrüsten, um Datenverletzungen zu verhindern. Mangelhafte Netzwerksichtbarkeit stellt hier ein enormes Handicap dar: Wenn ein Unternehmen keine Schwachstellen im Netzwerk identifizieren kann, steigt das Risiko schwerwiegender Cyberattacken über dennoch vorhandene Sicherheitslücken.

Wer eine hohe Transparenz in seinem Netz erreicht hat, kann Performance, Ressourcen, Services und Anwendungen effizienter überwachen. In einer Multivendor-Umgebung hingegen ist Netzwerküberwachung von Ende zu Ende praktisch unmöglich, wodurch ein konsistentes Kundenerlebnis erschwert wird.

Das Risiko von Ausfallzeiten lässt sich mindern. Dafür sollten Unternehmen mit einem Anbieter zusammenarbeiten, der ein Software-Defined Network (SDN) in Verbindung mit hybriden Konnektivitäts-Plattformen bietet. Wichtige Attribute sind hier beispielsweise MPLS-basierte Protokolle, öffentliches IP-Netzwerk, Breitband oder 4G LTE. Damit ist eine sichere End-to-End-Sichtbarkeit von mobilen Funktionen bis hin zur Cloud möglich.

Ausfälle minimieren

Das Ponemon Institute macht Ausfälle bei der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) für 25 Prozent der Netzwerkunterbrechungen bei Datenzentren verantwortlich, gefolgt von Cyberkriminalität und menschlichem Versagen mit je 22 Prozent. Zwar lassen sich Ausfälle nicht völlig ausschließen, doch können viele der Ursachen mit sinnvollen Managementpraktiken und umfassender Netzwerksichtbarkeit im Vorfeld identifiziert werden. Wie bereits erwähnt, sind diese Aufgaben deutlich schwieriger umzusetzen, wenn Unternehmen verschiedene Dienstanbieter im Netzwerk einsetzen. Bei einer Netzstörung kann es dann Stunden oder gar Tage dauern, die Ursache ausfindig zu machen, denn unter Umständen muss mehr als nur ein Provider kontaktiert werden.

Ist dagegen nur ein globaler Anbieter beauftragt, gibt es mehr Sichtbarkeit – auch dann, wenn mit mehreren lokalen Providern zusammengearbeitet wird. Ist ein Unternehmen beim Kontakt mit seinen Kunden jedoch von einer wichtigen Anwendung abhängig, wie zum Beispiel bei einer E-Commerce-Anwendung eines Einzelhändlers, dem Handelssystem eines Brokerhauses oder einer EMR-Plattform (Electronic Medical Records) in der Gesundheitsfürsorge, so gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sollte hier die Performance unter ein vertretbares Niveau fallen oder das Netzwerk gar komplett ausfallen, kann es zu schwerwiegenden Unterbrechungen kommen, die sich auf das Unternehmensergebnis oder – im Fall eines Gesundheitsdienstleisters – auf medizinische Leistungen auswirken.

Lässt sich die Störungsquelle nicht rasch ausfindig machen, ist das ein ernstzunehmendes Problem. Bei kontinuierlicher Überwachung des gesamten Umfeldes lässt sich nicht nur die Ursache rasch ausfindig machen, sondern die IT-Administratoren werden alarmiert noch bevor sich ein Problem spürbar auswirkt, und können zeitnah Gegenmaßnahmen ergreifen.

Alle Leistungen aus einer Hand

Neue Technologien wie SDN verändern das Netzwerkmanagement grundlegend. Bandbreiten können ganz nach Bedarf hoch- oder runtergefahren werden, Änderungen am Netzwerk und bei Prioritäten im Datenverkehr lassen sich nahezu in Echtzeit umsetzen. Ein globaler Netzwerkprovider mit SDN-Technologie und hybriden Konnektivität-Plattformen liefert die Sichtbarkeit auf Netzwerk- wie auf Anwendungsebene, die Organisationen benötigen, um ihre Netzwerke optimal zu betreiben.

Stefica Divkovic.
Stefica Divkovic. (Bild: Verizon Enterprise Solutions)

Wesentliche Vorteile bei der Zusammenarbeit mit einem einzigen globalen Provider sind der konstante Zugang der Mitarbeiter zu den Ressourcen, ein verringertes Ausfallrisiko sowie die volle Kontrolle über die Kosten des Netzwerkmanagements. Auch wenn preisgünstige Netzwerklösungen in einem Multivendor-Setup verlockend sind, verfügen Unternehmen in dieser Konstellation typischerweise nicht über die benötigte Agilität, um sich gegen Wettbewerber durchzusetzen, wie dies mit einem globalen Anbieter möglich wäre

Über die Autorin

Stefica Divkovic verantwortet bei Verizon Enterprise Solutions die Region EMEA DACH. In ihrer Funktion ist Stefica Divkovic für Verizons gesamtes ICT-Portfolio einschließlich strategischer Konnektivität, Sicherheit, Internet der Dinge (IoT) sowie für Verizons Kommunikationslösungen für multinationale Unternehmenskunden in der EMEA DACH-Region verantwortlich.

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