Aktueller Channel Fokus:

Refurbishing & Remarketing

Kooperationen wichtiger als Konkurrenz

Warum SaaS-Partnerschaften so wichtig sind

| Autor / Redakteur: Chris Baker* / Florian Karlstetter

Software as a Service – Warum Partnerschaften wichtiger als Konkurrenzdenken sind.
Software as a Service – Warum Partnerschaften wichtiger als Konkurrenzdenken sind. (Bild: © freshidea - stock.adobe.com)

SaaS-Anbieter müssen sich immer weiter spezialisieren, um innovative Angebote auf den Markt zu bringen. Das macht Partnerschaften zwingend notwendig, ein Grund mehr, dass Unternehmen vom Konkurrenzdenken wegkommen sollten.

Mit der digitalen Transformation haben sich die Anforderungen an Software-Anbieter enorm verändert. Im Zeitalter von Social Collaboration, Big Data und Cloud-Speicher wird Software immer schneller weiterentwickelt. Jede neue technologische Entwicklung treibt die Innovationsspirale voran – die Geschwindigkeit hat dazu geführt, dass sich viele Anbieter mittlerweile auf bestimmte Bereiche spezialisieren, statt eine einzige Lösung für alle Probleme zu suchen. Dadurch ist der Markt stärker fragmentiert als noch zu Beginn der Nullerjahre. Während in Deutschland 2004 noch 45.000 IT-Unternehmen gemeldet waren, hat sich die Anzahl inzwischen fast verdoppelt – 2016 wurden bereits mehr 88.000 IT-Unternehmen registriert (Quelle: Statistisches Bundesamt).

Gleichzeitig ist die Entwicklung neuer Technologien kostspielig. Fruchtbare Partnerschaften sind aus diesem einfachen aber sehr überzeugenden Grund nicht nur im Idealfall für beide Seiten von Vorteil: Sie sind mittlerweile zur Notwendigkeit geworden.

Fragmentierte IT – spezialisierte Angebote

Zukunftsträchtig sind vor allem Unternehmen, die es schaffen, komplexe IT als flexible Dienstleistung anzubieten. Der Trend geht auch im Cloud-Markt ganz klar hin zur Plattform: Durch breit aufgestellte Software-Kooperationen fügt sich auf Grundlage eines zentralen Cloud-Dienstleisters ein umfassendes SaaS-Produkt zusammen, das weit über simplen Cloud-Speicher hinausgeht. Dieser Baukasten an Teilen verschiedener Anbieter ist im Idealfall vom Endkunden modular zu- und abbuchbar. Über modulare und regulationskonforme Public-Cloud-Services öffnet sich das Tor zu einer Vielzahl von Drittanwendungen, die echten Mehrwert für den Endnutzer bieten. Das können von KI-Tools über Security-Anwendungen bis hin zur einfachen Bildbearbeitung diverse Zusatzdienste sein.

Heutzutage muss immer davon ausgegangen werden, dass es einen Weg gibt, seine Kunden noch effizienter zu bedienen. Wer nicht ständig nach neuen Entwicklungen im Markt sucht, droht die nächste Schlüsseltechnologie zu verschlafen. Offene APIs, das Bündeln von Ressourcen und eine freundschaftliche Beziehung zu Mitbewerbern sind ein großer Schritt in die richtige Richtung. Doch die meisten kleinen und mittelständischen Unternehmen erwarten, dass neue Technologien sofort genutzt werden können. Kunden suchen immer mehr nach einem Partner, der verschiedene Services bereitstellt und gebündelt verwaltet. Daher muss sich die komplette Organisation auf die Partnerschaft einstellen. Insbesondere der Kundenservice ist gefragt; Die Mitarbeiter hier sind schließlich, die über die Zufriedenheit des Endnutzers entscheiden.

Den richtigen Partner wählen

Um dem Kunden eine bestmögliche End-to-End-Lösung anzubieten, sind der Anzahl der Partner keine Grenzen gesetzt. Bei Cloud-Lösungen achten Anwender im deutschsprachigen Raum aufgrund der vergleichsweise strengen Regularien natürlich vor allem auf den Ort der Datenspeicherung. Bei der Wahl der Partner muss daher verstärkt darauf geachtet werden, dass alle Serverstandorte mit den Datenschutz-Grundsätzen der Europäischen Union vereinbar sind. Darüber hinaus ist die Einigung auf eine gemeinsame Vertriebsstrategie notwendig – im Idealfall können Synergien genutzt werden.

Oft gibt es zudem mehrere Anbieter für einen Service, der auf die Cloud-Plattform geholt werden soll. In diesem Fall sollte nicht ausschließlich nach bestehenden Beziehungen mit Marktgrößen entschieden werden. Oft bieten auch vergleichsweise kleine Startups innovative Ansätze, die für beide Seiten von Vorteil sind. Diese lassen sich häufig stark skalieren, wenn sie in die bestehende Struktur eines Cloud-Anbieters eingebettet werden.

Chris Baker ist General Manager EMEA bei Box, dem Anbieter für Cloud Content Management.
Chris Baker ist General Manager EMEA bei Box, dem Anbieter für Cloud Content Management. (Bild: Box)

Bei der Erweiterung des Portfolios sollten Unternehmen ältere Tools und Funktionen nicht einfach durch eine neuere Lösung ersetzen. Stattdessen bauen Unternehmen im Idealfall von Beginn an auf eine Struktur, die eine einfache Integration für zukünftige Entwicklungen ermöglicht. Solch eine moderne Referenzarchitektur ist unabhängig von Infrastruktur und Management verschiedener Anbieter. Sie sollte die Fähigkeit bieten, problemlos diverse weitere hochwertige Software und Services zu integrieren und auf einer Plattform zu bündeln. Dazu gehören SaaS-Integrationen ebenso wie die Integration von Microservices. Eine leistungsstarke Referenzarchitektur hilft bei der Verknüpfung verschiedener Cloud-Modelle und ermöglicht die Entwicklung und Steuerung von integrierten Workflows – wenn von Anfang an auf sie gebaut wird.

Für Unternehmen bedeuten SaaS-Partnerschaften also nicht nur eine flexiblere und agile Lösung für den gesamten IT-Bereich. Sie sind auch ein klarer Marktvorteil – für alle Partner. Durch die Integration bestehender Tools und ausgeweitetem Datenvolumen werden IT-Prozesse skalierbar und noch effizienter. Anstatt nur Cloud-Speicher anzubieten, können Anbieter dank entsprechender Partnerschaften von der Beratung und Integration bis hin zum Applikationsmanagement und Monitoring eine ganze Palette an Services abdecken.

Der Autor: Chris Baker ist General Manager EMEA bei Box, einem Anbieter für Cloud Content Management.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45706555 / Cloud)