Großer Andrang bei Partner-Direct Warteschleife statt Partnerprogramm bei Dell

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Wie ein Erfahrungsbericht des IT-BUSINESS-Lesers Dietmar Wilhelm nahe legt, ist es mit dem Dell-Partnerprogramm noch nicht allzu weit her. Angehende Geschäftspartner zwei Stunden lang in der Warteschleife hängen zu lassen, ist definitiv zu viel verlangt.

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Sabine Bendiek, Channel-Chefin bei Dell
Sabine Bendiek, Channel-Chefin bei Dell
( Archiv: Vogel Business Media )

Dietmar Wilhelm ist sauer. Auf Dell. Unter IT-Fachhändlern ist das an sich keine Besonderheit, gilt Dell doch als der direktvermarktende Margenvernichter schlechthin. »Galt«, müsste es eigentlich korrekterweise heißen, denn der PC-Riese hat Anfang des Jahres ein Partnerprogramm aufgelegt. Zumindest in einigen Fällen war es damit aber nicht allzu weit her. Fachhändler Wilhelm wollte es mit Dell versuchen, nachdem er in IT-BUSINESS Details und Händlerkontaktdaten zum Programm »Dell Direct« gelesen hatte. Doch so recht scheinen die Partnerstrukturen beim ehemaligen Direktvermarkter nicht zu stehen. Selbst mit großer Hartnäckigkeit schaffte es Wilhelm nicht, in das Partnerprogramm zu kommen, ja nicht einmal darüber mit Dell zu verhandeln. Er versuchte es per Online-Formular auf dem Partner-Portal, telefonisch und per eMail – erfolglos.

Auf dem Dell-Partnerportal gibt es die Möglichkeit, sich als Interessent für das Partnerprogramm eintragen zu lassen. Das hat der Systemhaus-Chef getan. Dell hat seine Kontaktdaten dann auch tatsächlich genutzt. Allerdings erhielt er lediglich eine Werbe-Mail für Demogeräte zugeschickt: Eines wäre umsonst gewesen, wenn man fünf zu einem regulären Preis bestellt. Partner werden sieht anders aus.

Der Hotline-Kontakt

Die Hotline für angehende Dell-Händler, 0800/1423355, hatte nur Musik vom Tonband für ihn übrig. »In mieser Ton-Qualität übrigens«, so Wilhelm. Der Fachhändler hat sie sich lange angehört. Da er nicht ewig untätig in der Warteschleife bleiben konnte, stellte er sie einmal auf Lautsprecher und arbeitete weiter, alles in allem rund zwei Stunden. »Das Ganze übrigens mehrfach«, fügt der Fachhändler an, »jedoch ab dem zweiten Mal nicht mehr so lange.«

Der E-Mail-Kontakt

Per eMail versuchte es Wilhelm rund 15 Mal. Ebenso oft blieb sein Interesse, Dell-Partner zu werden, unbeantwortet. Irgendwann bekam er dann doch Feedback von einem zuständigen Dell-Mitarbeiter, der um einen Aufschub von 14 Tagen bat, da er gegenwärtig zu viel zu tun hätte. Dietmar Wilhelm willigte ein, bekam allerdings auch 14 Tage später – bis dato – immer noch keine Antwort.

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