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IDC und Experton Group analysieren Markt für IT-Dienstleistungen Wachsende Nachfrage nach IT-Services steigert Marketing-Budgets

Redakteur: Katrin Hofmann

Das Stimmungsbarometer im Markt für IT-Services könnte kaum besser sein. 5,2 Prozent Wachstum prognostiziert der Marktforscher IDC für 2007. In den darauf folgenden Jahren soll es noch stärker bergauf gehen. Im gleichen Atemzug ziehen die Budgets fürs Marketing an und die Neukundenakquise gerät wieder stärker ins Blickfeld der Dienstleister.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Betrug das Gesamtvolumen für IT-Services deutscher Dienstleister im vergangenen Jahr noch 23,4 Milliarden Euro, erwartet IDC für dieses Jahr 24,6 Milliarden Euro Umsatz. Bis 2011 sagen die Analysten ein noch höheres durchschnittliches Jahreswachstum von knapp sechs Prozent voraus.

Angetrieben werden soll der Markt vor allem durch das vermehrte Auslagern von Geschäftstätigkeiten an IT-Anbieter, um Kosten zu sparen. Im Vergleich zum gesamten IT-Services-Markt sollen Ausgaben für das Outsourcing, aber auch für die Integration neuer Hard- und Software in bestehende IT-Strukturen, in den nächsten vier Jahren überdurchschnittlich wachsen. Instandhaltungs- und Support-Aufträge sollen dagegen dieses Jahr nur weniger als einen Prozent zulegen, schätzt IDC.

Durch den Preisverfall bei Hardware würden auch die Ausgaben für Wartungs-Dienstleistungen sinken. Auch seien diese zunehmend in umfassende Outsourcing-Verträge integriert, was zu Umsatzverschiebungen führe. Lediglich der vergleichsweise kleine Markt für Individualsoftware soll schrumpfen. Einerseits würden sich Standard-Applikationen immer stärker durchsetzen, andererseits würden Firmen mit spezifischen Anforderungen an ihre Software zunehmend Offshore-Ressourcen – vor allem in Indien – nutzen.

Die optimistische Stimmung in der IT-Services-Branche lässt zudem die Budgets für Marketingaktivitäten steigen. 46 Prozent der IT-Dienstleister rechnen im laufenden Jahr laut einer Untersuchung der Experton Group mit mehr Geld dafür. 38 Prozent kalkulieren mit konstanten Beträgen. Laut Einschätzung der Experton-Analysten ist damit auch bei den Ausgaben für Vertrieb, PR und Marketing »endgültig die Trendwende erreicht«. Anders als noch vor ein paar Jahren sei den Dienstleistern die Akquise von Neukunden und das Image gegenüber reiner Kundenbindung dabei wieder wichtiger.

Besonders Road Shows und Events, aber auch PR genießen laut der Studie der Experton Group derzeit die höchste Relevanz mit je rund 25 Prozent Anteil am gesamten Marketing-Budget. Danach folgen die Marktforschung und strategisches Marketing mit rund 23 Prozent. Messeauftritte und klassische Werbung hingegen erachten die Befragten als weniger wichtig. Rund zwölf Prozent der Gelder fließen in Fernseh- und Kinowerbung oder Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften. Auf Messen entfallen 18 Prozent.

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