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Bitkom-Umfrage

Vorbehalte bei digitalen Plattformen in deutschen Unternehmen

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Eine häufig geäußerte Sorge von Unternehmen ist die potenzielle Monopolbildung durch digitale Plattformen.
Eine häufig geäußerte Sorge von Unternehmen ist die potenzielle Monopolbildung durch digitale Plattformen. (Bild: Pixabay)

Unternehmen in Deutschland stehen laut einer aktuellen Studie digitalen Plattformen nach dem Vorbild etwa von Amazon oder Booking.com trotz der großen Potenziale oft noch zögerlich gegenüber. Insgesamt zeigten sich die Firmen in der Einschätzung von Chancen und Risiken gespalten.

Einer Bitkom-Umfrage zufolge gehen 63 Prozent der Unternehmen davon aus, dass die Nutzung digitaler Plattformen mehr Vorteile als Nachteile bringt, gut ein Viertel (27 Prozent) befürchten jedoch eine Gefährdung ihres Geschäfts. „Die Bedeutung und gerade auch die Chancen digitaler Plattformen werden in der deutschen Wirtschaft noch immer unterschätzt“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg.

45 Prozent der Unternehmen bieten der Studie zufolge Produkte oder Dienstleistungen auf einer Online-Plattform bereits an, 44 Prozent kaufen über sie ein. Jeweils fünf Prozent betreiben eine Plattform mit oder ohne Partner. Allerdings sagen 30 Prozent, solche Plattformen seien für sie nicht relevant. Als wichtigste Vorteile nannten die befragten Unternehmen vor allem die Schaffung eines breiteren Angebots (74 %), die Erschließung neuer Kundengruppen (72 %) und die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens (68 %). Mehr als die Hälfte (57 %) erhoffen sich eine Umsatzsteigerung mit ihrem bestehenden Angebot, 42 Prozent erwarten zusätzliche Umsätze mit neuen Produkten.

Eine häufig geäußerte Sorge (52 %) sei die potenzielle Monopolbildung durch digitale Plattformen. Das sei jedoch ein „Märchen“, sagte Berg. Gerade im E-Commerce gebe es zwar wenige globale Player wie etwa Amazon, Ebay oder Alibaba. Daneben sei jedoch eine ganze Reihe nationaler Plattformen entstanden, etwa Otto, Real und Idealo als Generalisten sowie Spezialisten wie Home24, Zalando oder Mirapodo. Auf jedem Markt gebe es Platz für mehr als eine digitale Plattform, sagte Berg. Und es profitierten nicht nur die Betreiber.

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