Vorteile, Tücken und Herausforderungen bei der Migration auf Office 365

Voraussetzungen für den Umstieg auf Office 365

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Herausforderungen während der Migration und Tipps

Mit der Größe des Unternehmens wächst neben der Zahl der Postfächer und Exchange Server vor allem auch das zu migrierende Datenvolumen. Deshalb ist es sinnvoll, vor der eigentlichen Migration genau zu definieren, welche Inhalte benötigt werden und welche nicht. Dabei wird zwischen Applications und Daten unterschieden: Applications sind kundenindividuelle Lösungen, die Features enthalten, die unbedingt auch in der neuen Anwendung benötigt werden. Als Daten verstehen sich Dokumente, Wiki-Einträge und Prozess-Elemente, die auch für die neue Cloud-Lösung relevant sind.

Anne Rüger, Consultant bei der Acando GmbH in Hamburg.
Anne Rüger, Consultant bei der Acando GmbH in Hamburg.
(Bild: Acando)
Ist nach einer genauen Betrachtung der Datenbestand immer noch recht hoch, kann die Migration selbst sehr anspruchsvoll werden. Es bietet sich daher an, gegebenenfalls auf Drittanbieter-Software zurückzugreifen.

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Für die Migration von Exchange stellt Microsoft verschiedene Varianten des Hostings bereit. Die ursprüngliche lokale Exchange-Anwendung wird um eine hybride Variante in Verbindung mit Office 365 und die ausschließliche Cloud-Lösung ergänzt. Welche Art der Bereitstellung von Exchange für ein Unternehmen besser geeignet ist, ist abhängig von verschiedenen Faktoren, u. a. den Exchange-Lizenzen.

Die Domänennamen können über einen Assistenten verwaltet werden. Neben der standardmäßig von Microsoft bereitgestellten Domäne ​
@[firmenname].onmicrosoft.com können auch eigene Domänen konfiguriert werden.

Office 365 kann nach der Migration über die Administrationsoberfläche oder über Powershell verwaltet und konfiguriert werden. Dazu ist es notwendig, von Microsoft bereitgestellte Cmdlets herunterzuladen und zu installieren (TechNet). Zusätzlich müssen die beiden Produkte Microsoft Online Services-Anmelde-Assistent und Microsoft Online Services-Modul für Windows PowerShell installiert werden. Diese dienen zur eigentlichen Verwaltung über Powershell. Nachdem das Cmdlet eingebunden wurde, kann eine Verbindung zu Office 365 hergestellt werden.

Fazit

Der Umstieg in die Cloud ist kein einfaches Unterfangen. Mit der richtigen Vorbereitung und Auswahl von Lizenzen und Softwarekombinationen können aber nachhaltig Kosten und Administrationsaufwände reduziert werden. Es ist dabei immer ratsam, professionelle und erfahrene Unterstützung, in Form einer Beraterfirma oder Drittanbietersoftware, zu nutzen.

Die Autorin Anne Rüger ist Consultant bei der Acando GmbH in Hamburg und betreibt einen eigenen Blog zum Thema Sharepoint.

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