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Zahlen zum Foto- und Imaging-Markt Von Drohnen, Wearables und anderen „Fotoapparaten“

Autor: Sylvia Lösel

Die Verlierer des Jahres 2014 im Foto-Segment sind die Spiegelreflex-Kameras, Gewinner die Smartphones und Action Cams. Insgesamt bietet der Imaging-Markt ein uneinheitliches Bild.

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Die Talsohle ist noch nicht durchschritten...
Die Talsohle ist noch nicht durchschritten...
(Bild: Photoindustrie-Verband)

Während die Drohne über dem Kopf schwebt, stürzt sich der Snowboarder von heute in die Halfpipe, die Actioncam auf dem Helm filmt das Geschehen sicherheitshalber auch noch aus einer anderen Perspektive mit und am Ende des Tages wird das Smartphone auf die Selfie-Stange montiert und ein Gipfelfoto mit Sonnenuntergang geschossen.

So ähnlich sieht sie aus – die Realität im Imaging-Markt. Und so enorm die Bilderflut auf allen Kanälen auch zu sein scheint, es gibt durchaus Verlierer in diesem Markt des Überflusses. Diese haben der Photoindustrie-Verband und die GfK in einer Analyse des Jahres 2014 ausgemacht.

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Ausgespie(ge)lt?

720.000 Spiegelreflexkameras wurden 2014 hierzulande verkauft. Das sind zwar immer noch rund eine halbe Million mehr als im Jahr 2001 – so wird versucht die Misere schön zu reden – dennoch bleibt am Ende des Jahres ein Absatz- und ein Umsatzrückgang (siehe Bildergalerie). Ebenfalls schwierig war das Terrain für das Einstiegssegment der Kompaktkameras, die wohl zunehmend von den Smartphones verdrängt werden.

Erfolgreich dagegen bleiben weiterhin die Systemkameras, Smartphones und Action Cams (genaue Zahlen: siehe ebenfalls Bildergalerie).

„Auch wenn deutliche Absatzrückgänge im ,klassischen' Kameramarkt auszumachen sind, so heißt dies nicht, dass Kameras an Begehrlichkeit verlieren. Die seit Jahren gestiegene Nachfrage nach höherwertigen und damit hochpreisigen Kameras hat zur Folge, dass diese einer längeren Nutzung unterliegen, die nach aktueller Analyse bei weit über fünf Jahren liegt. Dies hat nachgelagert einen Absatzrückgang zur Folge", erläutert Christoph Thomas, Vorsitzender des Photoindustrie-Verbandes.

Diversität bei Geräten und Kunden

Der Trend geht auch beim Zubehör eher zu höherwertiger Qualität. Dies spiegelt sich auch bei den Distributoren wider, wie Hans-Jürgen Schneider, Vertriebsleiter bei Dexx IT erläutert: „Zum Grundsortiment eines jeden Fachhändlers gehört neben den mobilen Geräten auch attraktives und leistungsstarkes Zubehör. Das Spektrum reicht von Fitness-Armbändern über Extras rund ums Fotografieren wie Belichtungsmesser, Objektivaufsätze und Fernauslöser bis hin zu verspielten Gadgets wie Helikopter und Drohnen.“ Unabhängig von aktuellen Trends sollte der Fachhandel laut Schneider aber auch die Basics wie Taschen und Hüllen, Speicher, Adapter und Stromversorgung in aller Breite und Tiefe aufrüsten. „Der Fachhandel muss sich auf eine hohe Nachfrage der unterschiedlichsten Kundengruppen einstellen.“

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Über den Autor

 Sylvia Lösel

Sylvia Lösel

Chefredakteurin