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Titelstory Igel, Interview

Vom Thin Client zum Access Device

| Autor: Klaus Länger

Für den Igel-CEO Heiko Gloge sind Thin Clients die perfekten Endpunkt-Rechner für die Cloud.
Für den Igel-CEO Heiko Gloge sind Thin Clients die perfekten Endpunkt-Rechner für die Cloud. (Bild: Igel)

Für Heiko Gloge, CEO von Igel, sind „Access Devices“ mit Igel OS und die zugehörigen Management-Werkzeuge die perfekten Plattformen für das Cloud-Zeitalter.

ITB: Herr Gloge, der Umsatz mit Software wächst bei Igel schneller als der mit Hardware. Ändern Sie deshalb den Fokus und welche Auswirkungen sehen Sie für den Channel?

Gloge: Ja, unser Fokus hat sich in den letzten Jahren geändert. Mit der Konzentration auf unsere Software-Lösungen können wir ganz klar einen noch größeren Mehrwert für unsere hochwertigen Hardware-Produkte schaffen. Die Plattform für unser „Endpoint Management“ basiert auf dem sicheren Igel Operating System und unserer Enterprise UMS (Unified Management Suite). Um diese Plattform zu komplettieren, haben wir weitere Software-Produkte entwickelt, die fast alle x86.Endgeräte wie PCs, Notebooks oder Tablets in eine gesicherte Cloud- oder VDI-Umgebung migrieren. Unseren Channel-Partnern liefern wir so eine vollständige Software-Suite, die neue Geschäftsfelder eröffnet und auf deren Basis Systemintegratoren und MSPs neue Services entwickeln können.

ITB: Wenn immer mehr Firmen ihre Daten und auch VDI-Installationen von MSPs verwalten lassen, geht dann auch Igel beim Vertrieb von Software-Produkten diesen Weg?

Gloge: Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Partnern zusammen, die mit Hilfe der UMS ihren Kunden das Management der IT-Infrastruktur erfolgreich anbieten. Mit der Einstellung von Jörg Kurowski, unserem neuen Vertriebsverantwortlichen für den deutschen Markt, haben wir einen weiteren Schritt unternommen, um unser Channel Geschäft hier deutlich auszubauen. Unser Igel OS ist ein „nur lesbares“ Betriebssystem und wird durch regelmäßige Updates, zukünftig auch in Form von Maintenance Subscription, auf dem neuesten Stand gehalten. Beim UMS legen wir einen deutlichen Schwerpunkt auf das Thema „Zero Touch Deployment“. Das wird jeden Service Provider interessieren, der seine Services ausbauen möchte.

ITB: Hat der Thin Client als eigenständige Hardware-Plattform weiterhin eine Zukunft? Oder wird er durch Mini- und Mikro-PCs abgelöst?

Ergänzendes zum Thema
 
Zur Person

Gloge: Ich bin der festen Überzeugung, dass Thin Clients ihre absolute Daseinsberechtigung haben. Allerdings ist der Begriff über 20 Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß. Für mich trifft die Bezeichnung „Access Device“ eher zu, da sie offen lässt, in welcher Umgebung das Device bootet. Ich wünsche mir eine wesentlich höhere Verbreitung des Software Defined Thin Client. Ein voll ausgerüsteter PC ist nicht notwendig, wenn lediglich eine Verbindung zum virtuellen Arbeitsplatz hergestellt wird. Ein Access Device mit einem sicheren Embedded-OS, das diese Aufgabe übernimmt, senkt die Betriebskosten des Arbeitsplatzes deutlich. Unsere steigenden Software-Verkäufe zeigen, dass die Innovation nicht mehr im Bereich der Hardware stattfindet, sondern bei der Software. Warum sonst migrieren immer mehr Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen ihre Arbeitsplätze mit unserer Software in eine sichere und gemanagte Umgebung und stellen von einem Capex- auf ein Opex-Modell um? Der Kunde sucht nach erhöhter Sicherheit, effizientem Management und sinkenden Kosten von Arbeitsplätzen. Diese Antworten finden Kunden nicht in der Hardware. Insofern ist es egal, ob sie einen Mini-, Micro-PC oder Thin Client einsetzen. Entscheidend ist die Software.

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