HP Discover 2014 Barcelona – Updates für die IT-Infrastruktur Vom Superdome bis zu One View – HP stellt neue Technik fürs Datacenter vor

Redakteur: Ulrike Ostler

Auf der HP-Hausmesse „Discover“ in Barcelona zündete der Hersteller ein Feuerwerk an Produkten und Services für die IT-Infrastruktur bei Geschäftskunden. Dazu gehören auch Neuerungen bei Servern- und Storage-Devices.

Firmen zum Thema

In der aktuellen Version von HP One View ist Operations Analytics enthalten. Damit sollen Kunden Probleme analysieren und vermeiden können.
In der aktuellen Version von HP One View ist Operations Analytics enthalten. Damit sollen Kunden Probleme analysieren und vermeiden können.
(Bild: HP)

Mithilfe der Neuerungen bei Servern und Storage-Devices sollen Unternehmen ihre Infrastruktur optimieren, an den heutigen Bedarf anpassen und auf die künftigen Anwendungsanforderungen vorbereiten können. Bevor es in Detail geht, zunächst einmal ein kurzer Überblick:

Bildergalerie
  • „HP Integrity Superdome X“ und „HP Integrity Nonstop X“ mit x86-Architektur: Mit diesen Systemen können Kunden geschäftskritische Arbeitslasten in einer hochskalierbaren und kosteneffizienten x86-Umgebung einsetzen.
  • Neue Flash-optimierte Multiprotokoll-Systeme der Produktfamilie „HP 3PAR Storeserv“ und „flat backup“ zum Backup-System „HP Store Once“ sorgen für schnellere und flexiblere Speicherprozesse.
  • Die konvergenten Komplettsysteme „HP Helion Cloud System CS200, „Hyper-Converged Store Virtual“ und „HP Converged System 700“ unterstützen die wichtigsten Arbeitslasten in den Bereichen IaaS, Cloud, Mobility und Big Data.
  • Beratungs-Dienstleistungen und Support, darunter „HP Datacenter Care“ und „HP Consulting für Software-definierte Infrastruktur“, unterstützen Kunden mit komplexen Cloud- und Software-definierten Infrastruktur-Umgebungen beim Übergang in das Zeitalter des New Style of IT.

Superdome und Nonstop auf x86-Architektur

Für geschäftskritische Umgebungen sind Ausfallzeiten und eine niedrige Leistung inakzeptabel. Das Server-Portfolio von HP ist darauf ausgelegt, dass anspruchsvolle Unternehmensanwendungen und umfangreiche Unternehmensdatenbanken in einer hochskalierbaren x86-Umgebung laufen können.

Nach HP-internen Benchmarks und veröffentlichten SPECjbb 2013 Benchmark-Ergebnissen vom 17. November 2014 HP bietet Integrity Superdome X viermal schnellere E-Commerce-Transaktionen als führende x86-Plattformen.Das System ist mit 60 Prozent weniger Ausfällen 20-mal zuverlässiger als andere x86-Plattformen, so die Test in den HP Labs basierend auf der hohen Verfügbarkeit und dem Bereich Datenmodellierung vom August 2013.

Zudem sind die Gesamtbetriebskosten beim HP Integrity Superdome X im Vergleich zu konkurrierenden Unix-Umgebungen 32 Prozent niedriger, besagt ein HP-interner Vergleich mit „HP DL980G7“, unter Verwendung der SPECjbb2013-MultiJVMstandard Benchmark vom August 2014.

HP Integrity Nonstop X ist eine vollständig integrierte, fehlertolerante System-Architektur für besonders anspruchsvolle SLAs. Die Architektur ist vollständig in Hardware und Software integriert, darunter auch in das Betriebssystem. Andere fehlertolerante x86-Systeme basieren auf Standard-Betriebssystemen, die nicht auf Fehler-Toleranz ausgelegt sind.

Um das steigende Transaktionsvolumen sowie das Unternehmenswachstum zu unterstützen, bietet es eine bis zu 25-fache Kapazitätssteigerung der System-Interkonnektivität, besagt ein Vergleich zwischen „ServerNet“-Bandbreite (2 Gigabit pro Sekunde) und FDR-Infiniband-Bandbreite (56 Gigabit pro Sekunde).

Die CPU-Dichte ist doppelt so hoch wie bei bisherigen Nonstop-Servern und benötigt dabei ein einziges Gehäuse. Das führt zur Kostenreduktion und zu einem geringeren Platzverbrauch im Rechenzentrum, verglichen mit dem „HP Integrity Nonstop Blade System“ mit 16 CPUs (Blades).

Storage und geringeres Risiko mit konvergenten Flash-Speichern und „flat backup“

Die auf der Discover angekündigten Speicher-Udates decken alle Storage-Anforderungen in einem einheitlichen System-Design ab.

HP 3PAR File Persona bietet auf neuen Plattformen der Systemfamilie HP 3PAR Storeserv ein Network File System, ein Common Internet File System und Objektzugriff. Das Verschieben speicheraufwendiger Arbeitslasten wie Datenzugänge, Sicherheits- und Analyseanwendungen direkt in das Speicher-Betriebssystem und den Speichercontroller senkt Kosten und erhöht die Leistung.

Bildergalerie

Das Verwaltungs-Tool „3PAR Storeserv Management Console“ verwaltet alle Daten- und Objekt-Zugriffe direkt. Das erleichtert die Provisionierung und stellt Anwendern in Verbindung mit der konvergenten Verwaltungssoftware „HP One View“ eine Oberfläche mit Suchfunktion zur Verfügung.

HP 3PAR Storeserv 7440c Converged Flash Array bringt eine hohe All-Flash-Leistungsfähigkeit und flexible Konfigurationsmöglichkeiten für Festplatten ins Anwenderunternehmen. Dadurch können Kunden von den bereits getätigten Investitionen profitieren.

Das System bietet: Daten- und Objekt-Zugriff, eine Kapazität von 3,5 Petabyte, eine All-Flash-optimierte Performance, hohe Belastbarkeit und Hochgeschwindigkeits-Verbindungen. Das kann dazu beitragen, die Agilität und Effizienz zu erhöhen und den Platzverbrauch im Rechenzentrum senken.

EMC-Kunden mit „VMAX“-Systemen können mit der Software „3PAR Online Import“ vergleichsweise unkompliziert auf das System 3PAR Storeserv wechseln. Damit senken sie ebenfalls den Platzverbrauch im Rechenzentrum um das 19-fache und die Kosten um das 8-fache. Den Angaben liegt ein HP-interner Vergleich aus dem November dieses Jahres zugrunde.

Die Software „HP Store Once Recovery Manager Central“ (RMC) ist eine neue, software-gesteuerte Backup-Funktion für 3PAR Storeserv. Das Programm verwaltet Snapshots auf 3PAR Storeserv und kontrolliert mit einem Klick das Verschieben veränderter Daten auf das Backup-System HP Store Once. Das gewährleistet nach internen Tests eine höhere Sicherheit und eine 17-mal höhere Leistungsfähigkeit.

„HP Store Once Backup“ umfasst jetzt die virtuelle Speicheranwendung „Store Once VSA“mit einer Kapazität von 50 Terabyte und eine erweiterte Unterstützung Kernel-basierter virtueller Maschinen, um Backup-as-a-Service zu ermöglichen. Das Hochleistungssystem „HP Store nce 6500“ bietet systemweite Deduplikation von acht Knoten mithilfe von „Federated-Catalyst“-Erweiterungen. Das sorgt nach den HP-Tests für einfachere Verwaltung im Vergleich zu traditionellen auf einen Knoten beschränkten Architekturen, wie „EMC Data Domain“.

Konvergente Systeme für IaaS, Cloud, Mobility und Big Data

HP One View ist eine Software für das konvergente Management von Servern, Speichern und Netzwerken, die mit wenigen Klicks Infrastruktur-Services bereitstellt. In der aktuellen Version von HP One View ist das Werkzeug „HP Operations Analytics“ enthalten, mit dem Kunden Probleme analysieren und unter Umständen vermeiden können. HP Operations Analytics löst Probleme innerhalb von 30 Minuten statt in den durchschnittlichen 72 Stunden, so der Hersteller.

Den Vergleichskennzahlen liegt der Demartek-Testbericht „HP One View Evaluation, Juli 2014“ zugrunde, der im Auftrag von HP erfolgte: Um die Messwerte zu erzielen, ist das 3PAR-Betriebssystem Version 3.2.1 erforderlich, HP 3PAR Storeserv 7440c mit zwei Knoten und acht 480 GB cMLC Solid-State-Drives.

Ab sofort unterstützt HP Converged System 700 in Verbindung mit HP One View einerseits umfangreiche einzelne Unternehmensanwendungen, andererseits können Kunden eine Vielzahl gängiger Arbeitslasten wie CRM- und ERP-Anwendungen (Enterprise Resource Planning) auf ihrer Plattform verwalten.

Neu im HP-Converged-System-Portfolio ist auch „HP Helion Cloud System CS200“/“Hyper-Converged Storevirtual“. Damit erhalten Kunden laut HP „einen offenen und einfachen Weg in die hybride Cloud“. Unternehmen und Service-Anbieter können Cloud-Umgebungen für traditionelle sowie Cloud-spezifische Arbeitslasten aufbauen und einfach verwalten.

Preise und Verfügbarkeit

HP Integrity Superdome X ist aktuell über HP und seine Channel-Partner weltweit verfügbar. HP Integrity Nonstop X ist voraussichtlich ab Mai 2015 erhältlich. Die Preise variieren je nach Modell und kundenspezifischer Konfiguration.

HP 3PAR Storeserv 7440c Converged Flash Array ist ab sofort über HP und seine Channel-Partner weltweit verfügbar. Der Einstiegspreis liegt bei 78.000 Dollar. (Mindestpreis für Lizenzen basiert auf einem HP 3PAR StoreServ 7200c. Lizenz für Speicherkapazität bezieht sich auf nutzbare Kapazität nach RAID overhead.)

HP Storeserv Management Console ist ab 15. Dezember kostenfrei als Teil des 3PAR-Betriebssystems der Version 3.2.1 MU2 erhältlich. HP 3PAR File Persona Software Suite ist ab Januar 2015 in ausgewählten Ländern verfügbar. Der Preis liegt bei 129 Dollar pro nutzbares Terabyte.

HP Store Once Recovery Manager Central für VMware kommt weltweit im Januar 2015 auf den Markt. Der Einstiegspreis liegt bei 2.500 Dollar.

HP Converged System 700 mit HP One View steht ab Januar 2015 ausgewählten Kunden in den USA zur Verfügung und ist ab März 2015 weltweit erhältlich. HP Converged System 200-HC ist ab Januar 2015 weltweit verfügbar.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:43112388)