Anti-Spam-Lösung ersetzt Anti-Malware-Modul Vogel IT-Medien befreien sich von Spam

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Als bei den Vogel IT-Medien die Postfächer überzuquellen drohten, ergriff der Systemadministrator die Initiative – und fand eine Anti-Spam-Lösung, die handfeste Vorteile mit sich brachte.

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Die Vogel IT-Medien GmbH in Augsburg ist eine Tochter der Vogel Business Media, Würzburg. Sie beschäftigt derzeit etwa 80 Mitarbeiter.
Die Vogel IT-Medien GmbH in Augsburg ist eine Tochter der Vogel Business Media, Würzburg. Sie beschäftigt derzeit etwa 80 Mitarbeiter.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Komplikationen häuften sich wie die Werbe-Mails in den Postfächern der Anwender. Karl Heinz Thiemann, Systemadministrator bei den Vogel IT-Medien, kann noch ein Lied von den Problemen seiner Kollegen singen. Trotz eines bereits bestehenden Anti-Spam-Moduls, das im Rahmen einer umfassenderen Anti-Malware-Lösung auf dem Exchange-Server installiert war, nahm das Volumen der Spam-Mails, die das System nicht als solche erkannte, mehr und mehr zu. Das Resultat waren genervte Kollegen, die sich zu Recht bei ihrer Arbeit behindert fühlten. Allein das manuelle Filtern der eMails im Nachrichteneingang schluckte im redaktionellen Alltag mehrmals pro Stunde wertvolle Minuten – eine Zeit, auf die es im beschleunigten Geschäft mit den Nachrichten durchaus ankommen kann.

Schutzschilde hoch

Anfang März 2008 war das Maß voll: Karl Heinz Thiemann ging auf die Suche nach einer kostengünstigen Lösung, die sich einfach implementieren lässt und den bisherigen Spam-Filter ergänzen oder sogar ersetzen sollte. Fündig wurde er bei der Net at Work Netzwerksysteme GmbH, die als Lösungspartner und Systemhaus aufgestellt ist. Deren Lösung No Spam Proxy filtert bereits am SMTP-Gateway, also noch vor dem Exchange-Server selbst, die Spam-Mails heraus. Dafür wird ein SMTP-Server oder ein Smarthost benötigt. Laut Hersteller lässt er sich mit dem SMTP-Dienst von Windows als virtueller Server sehr leicht einrichten.

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Im Unterschied zu den herkömmlichen Anti-Spam-Lösungen wird der unerwünschte Traffic bereits während des Übertragungsversuchs geblockt. Abgelehnte und blockierte eMails verschwinden nicht einfach, sondern werden mit einer Unzustellbarkeitsmeldung an den Absender zurückgeschickt. »Dadurch hat ein Absender, dessen eMail ungerechtfertigterweise zurückgewiesen worden sein sollte, die Möglichkeit sich beim Empfänger – etwa telefonisch – noch einmal zu melden. Der Administrator kann daraufhin den Absender der eMail auf die Whitelist setzen«, erklärt Thiemann.

Lesen Sie weiter, wie man sich die Besonderheiten von No Spam Proxy zunutze macht.

Intelligente Reputation

Wem dies als potenziellen Empfänger zu aufwändig sein sollte, der kann sich eine weitere Besonderheit von No Spam Proxy zunutze machen: Die Lösung filtert den Traffic nicht nur nach den gängigen Verfahren und überprüft IP-Adressen, Domains oder eMail-Adressen des Versenders, sondern bewertet die eingehenden Nachrichten auch auf ihre Gültigkeit und ihr Vertrauen hin. Die Vertrauenswürdigkeit einer Domain wird nach einem Ranking eingestuft, das – und hierin liegt die Besonderheit – auch den ausgehenden Traffic mit einbezieht. Schickt ein potenzieller Empfänger, der eine eMail von außen fälschlicherweise nicht erhalten haben sollte, dem Absender eine einfache eMail, so verbessert sich dessen Vertauenswürdigkeit. Das System lernt also von außen wie von innen.

Schnellstart

Bereits Anfang April 2008 baute Thiemann eine Testumgebung für die Lösung von Net at Work. Weitere vier Wochen später war er sich sicher, dass No Spam Proxy nicht nur erheblich die Kosten senken konnte, sondern auch effizient Spam filterte und dazu noch einfach zu administrieren war. »Bis dato hatte ich mich noch gar nicht eingehend mit dem Thema Spam-Filter befasst«, berichtet Thiemann. »Die Dokumentation und das Handbuch sind so klar, dass auch Anfänger das System innerhalb eines Vormittags komplett aufsetzen könnten.«

Die Einrichtung beinhaltet die Installation eines SMTP-Servers, die Definition der Verbindungsregeln zu den Hosts, die Konfiguration der Ports sowie die Installation und die Konfiguration des No-Spam-Servers selbst. »Der Support ist hervorragend«, freut sich Thiemann. »Bei Anfragen per eMail bekomme ich innerhalb einer halben Stunde Antwort. In der letzten Zeit gab es allerdings nichts mehr zu fragen.«

Sukzessive wurde das System auf die einzelnen Domains freigeschaltet. Da der Proxy den größten Traffic jetzt vom Mail-Server fernhält, wird dieser entlastet und kann wieder seiner eigentlichen Arbeit nachgehen. Früher wurden die eMail-Adressen auf einem Proxy eines externen Providers gehostet. Jetzt liegen wieder alle Adressen auf dem Exchange-Server bei den Vogel IT-Medien. Das bisherige Anti-Spam-Modul wurde komplett ersetzt.

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