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Forscher und Firmen basteln am Internet der Dinge

Vodafone eröffnet IoT-Entwicklungszentrum

| Autor: Sylvia Lösel

Mit der neuen Technologie Narrowband-IoT sind viele Anwendungen denkbar. Vodafone bietet nun ein Testzentrum für neue Ideen.
Mit der neuen Technologie Narrowband-IoT sind viele Anwendungen denkbar. Vodafone bietet nun ein Testzentrum für neue Ideen. (Bild: Vodafone)

Mobilfunkanbieter Vodafone beschreitet neue Wege. Das Düsseldorfer Unternehmen hat sein erstes Entwicklungszentrum für IoT-Anwendungen eröffnet und will Anwendungen daraus schon bald in die Fläche bringen.

Wenn im Internet der Dinge künftig Geräte Daten verschicken, gilt es, eine zuverlässige Übertragung zu gewährleisten. Dafür wurde die Technologie Narrowband-IoT entwickelt. Diese LPWA-Technologie (Low Power Wide Area) soll Geräte in bereits etablierten Mobilfunknetzwerken verbinden. Die Technologie zeichnet sich durch geringen Energieverbrauch, gute Gebäudedurchdringung und niedrige Komponentenkosten aus.

Narrowband IoT als neues Standbein

Der Düsseldorfer Mobilfunkanbieter will sich künftig mit dieser Technologie neue Marktsegmente erschließen. Deshalb wurde nun ein Entwicklungszentrum eröffnet, in dem Forscher und Firmen Anwendungen testen können, die auf dieser Technologie basieren.

Mit an Bord sind zahlreiche Partner – vom Modulhersteller bis zum Netzwerkausrüster, vom Startup bis zum Großkonzern. So erprobt Vodafone zum Beispiel gemeinsam mit DB Systel, dem Digital-Dienstleister der Deutschen Bahn, eine smarte Lösung für das Abfall-Management in Bahnhöfen. Getestet werden mit Narrowband-IoT-Sensoren ausgestattete Mülleimer, die ihren Füllstand selbstständig erkennen und melden. Dank der Narrowband-Technologie können Milliarden Geräte gleichzeitig vernetzt werden. Die Geräte funken sogar durch Wände und unter der Erde. Also auch dort, wo Mobilfunk sonst nur schwer hinkommt.

„Wir sind der Motor für das digitale Deutschland. Mit 5G bringen wir Gigabit-Geschwindigkeiten und ultrageringe Latenzzeiten ins Land. Mit unserem Maschinen-Netz machen wir das Internet der Dinge massentauglich”, sagt Hannes Ametsreiter, CEO Vodafone Deutschland. „Unser Testnetz im ersten Entwicklungszentrum Deutschlands hat so viel Power, wir könnten hier problemlos sämtliche Aufzüge in ganz Deutschland vernetzen.“

Netze BW und Techem testen bereits

In dem Entwicklungszentrum macht Vodafone das Maschinen-Netz mit den Netzwerkausrüstern Ericsson, Huawei und Nokia, den Modulherstellern Telit und U-blox, sowie den Chipherstellern Intel und Neul (ein IoT-Pioneer, der 2014 von Huawei gekauft wurde) bereit für den Alltag.

Business-Partner aus der Dienstleistungs- und Verkehrsbranche testen unter Live-Bedingungen ihre smarten Lösungen. Einer davon ist der Verteilnetzbetreiber Netze BW aus dem Schwäbischen. Der Anbieter prüft dort ein automatisches Notrufsystem für Mitarbeiter. „Im Notfall können unsere Mitarbeiter mit einem einzigen Knopfdruck einen Alarm aussenden. Im Bereich der Netzüberwachung bietet diese Technologie ganz neue Möglichkeiten und eröffnet bisher nicht gedachte Einsatzfelder“, so Matthias Groß , Leiter Dienstleistungen &Telekommunikation bei Netze BW.

Energiedienstleister Techem untersucht den Einsatz der neuen Technologie beim Auslesen von Wasser- und Wärmeverbrauch und für Lösungen im digitalen Energiemanagement.

Vodafone öffnet das Entwicklungszentrum für weitere Partner, die ihre Lösungen unter Live-Bedingungen testen möchten.

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