Virtualisierungs-Spezialist erweitert Angebot für Applikations-Management VMware übernimmt B-hive Networks

Redakteur: Regina Böckle

Mit der Akquisition des US-amerikanischen Software-Herstellers B-hive Networks bietet Virtualisierungs-Spezialist VMware ab sofort auch automatisiertes Performance-Management für Applikationen, die auf virtuellen Maschinen laufen. Im Zuge dessen wird VMware ein zusätzliches Entwicklungszentrum in Israel aufbauen.

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Stephen Herrod, Chief Technology Officer bei VMware
Stephen Herrod, Chief Technology Officer bei VMware
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei Virtualisierungs-Spezialist VMware gibt es Zuwachs: Bis zum Herbst will das Unternehmen die Übernahme von B-hive Networks unter Dach und Fach gebracht haben. Damit holt sich VMware einen Spezialisten an Bord, der sich auf automatisiertes Performance-Management und Service-Level-Reporting für Applikationen versteht, die auf virtuellen VMware-Maschinen laufen.

B-hive ist im Kalifornien beheimatet, das Forschungs- und Entwickler-Team sitzt jedoch in Israel. Dort will VMware künftig auch ein neues VMware-Entwicklungszentrum ansiedeln. »Angesichts der wachsenden Zahl von Kunden, die VMware zur Standardplattform ihrer geschäftskritischen Applikationen machen, wird die zuverlässige Applikationsleistung zum entscheidenden Faktor für die Administration der virtuellen Infrastruktur«, kommentiert VMware-CTO Stephen Herrod das jüngste Übernahme-Abkommen.

B-hives Flaggschiff-Produkt, der B-hive Conductor, überwacht nicht nur die Applikations-Performance beim Endanwender und erstellt Service-Level-Meldungen, sondern kann auch Leistungsprobleme aktiv beheben, indem es Maßnahmen wie dynamische Zuteilung weiterer Ressourcen, Migration der Applikation auf einen anderen Server, Bereitstellung zusätzlicher virtueller Maschinen, Änderung der Transaktionsabläufe oder System-Neustarts automatisch auslöst.

Im Unterschied zu Performance-Überwachungsprodukten auf Betriebssystembasis kann die B-hive-Lösung die Leistung mehrschichtiger Applikationen und Anwendungen mit serviceorientierter Architektur, verteilt über ESX-Hypervisor-Cluster und virtuelle Maschinen, übergreifend messen.

In der Kombination mit VMware Infastructure liegt die Stärke

»Kombinieren ihn die Kunden mit der VMware-Virtualisierungsplattform, können sie für ihre Applikationen fortlaufend die angestrebten Service Level gewährleisten«, so Herrod. Erkennt die Lösung von B-hive bei einer Applikation beispielsweise verlangsamte Antwortzeiten, kann sie das Problem beheben, indem sie VMware Infrastructure automatisch anweist, die der Applikation zugeteilten Ressourcen anzupassen oder eine zusätzliche virtuelle Maschine mit einer weiteren Instanz der Applikation bereitzustellen.

B-hive Conductor arbeitet ohne Agents, ist als virtuelle Appliance verpackt und bietet offene, auf Standards basierende Schnittstellen. Integriert man B-hive mit Produkten für Enterprise Application Management, können die Service Level physischer und virtueller Umgebungen übergreifend und ganzheitlich beobachtet werden.

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