VMworld Europe größte Virtualisierungskonferenz Europas VMware forciert das strategische Rechenzentrum

Redakteur: Daniel Feldmaier

Die erste VMworld Europe, die vom 25. bis 28. Februar in Cannes stattfand, präsentiert vor allem neue automatische Managementlösungen, die den Gebrauch von virtuellen Maschinen, Severn und Storage-System vereinfachen sollen. Channelseitig erweitert VMware sein Partnerprogramm für kleine Kunden, die auch mit vergleichsweise geringen Umsätzen von Discountmodellen profitieren können.

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Der Palais des Festivals in Cannes bildet eine beeindruckende Kulisse für die VMworld Europe.
Der Palais des Festivals in Cannes bildet eine beeindruckende Kulisse für die VMworld Europe.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auf sechs Ebenen und 28.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierte sich die erste VMworld Europe. Das Palais des Festivals in Cannes bildete den Rahmen für den Virtualisierungs-Fachkongress. In mehreren großen Auditorien fanden über 90 Vorträge, Keynotes und Breakout-Sessions statt. Ein Technik-Symposium und der Messeauftritt von gut 100 Sponsoren aus EMEA und den USA versammelten die geballte Fachkompetenz.

Das Großevent des Virtualisierungsspezialisten und weltweiten Marktführers VMware soll die Konkurrenz in die Schranken verweisen. Diane Green, Präsidentin und CEO von VMware, sparte in ihrer ersten Keynote nicht mit Seitenhieben auf die Mitbewerber. Carl Eschenbach, Vizepräsident und zuständig für den weltweiten Vertrieb, ließ Microsoft, Citrix, Virtual Iron, Xen, Virtuozzo und Oracle per Powerpoint-Animation in sich zusammenfallen. Dies erscheint andererseits paradox, arbeiten die genannten Hersteller doch Hand in Hand mit dem Branchenriesen VMware oder treten wie Microsoft als Goldsponsor oder Partner auf.

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Für VMware ist Automatisierung der nächste Schritt auf dem Weg zum virtuellen Rechenzentrum. Die neuen Produkte verhindern eine unkontrollierte Wucherung virtueller Maschinen und erlauben eine strategische Planung.

Mit dem Launch des neuen Partnerprogramms haben auch kleinere Reseller, sprich VIP-Professional- und VIP-Enterprise-Partner die Möglichkeit, mit VMware-Produkten Umsätze zu generieren. »Die Channel-Company VMware«, so Jürgen Kühlewein, Director Partner Organisation bei VMware, »möchte die Zahl von 4.400 Partnern deutlich erhöhen.« Kleine Partner müssen nun nur noch 10.000 Dollar umsetzen, um von dem Incentive-Modell »Advantage+« zu profitieren.

Aufwandsentschädigung bei Misserfolg

Dieses beinhaltet sechs Prozent Discount, wenn Neukunden gewonnen werden konnten und zehn Prozent Discount bei einem Abschluss ab 10.000 Dollar. Die Leistung eines Partners beim Vertrieb von VMware-Produkten wird sogar mit sechs Prozent Aufwandsentschädigung honoriert, falls ein Abschluss mit einem potenziellen Kunden in der Endphase unglücklicherweise doch nicht zu Stande gekommen ist. Kostenlose Online-Trainings sind ebenfalls Bestandteil des Partnerprogramms, um Zertifizierungen zu erlangen.

Heute verwenden bereits vier Prozent aller Unternehmen mit mehr als zehn Servern VMware-Produkte. Diane Green meint hierzu: »VMware hat momentan etwa 100.000 Kunden. Diese Zahl möchten wir gerne verdoppeln. Für diese Strategie brauchen wir dringend weitere Partner.« Durch Virtualisierung wird der Unterschied zwischen den Anforderungen der Unternehmen und dem, was der Markt liefern kann, deutlich kleiner. »Der Vertrieb von VMware-Produkten geschieht zu über 90 Prozent über den Channel«, schildert Diane Green und schließt ihre Keynote zum Partnertag der VMworld mit dem Aufruf: »Continue the race!«

Fokus auf Virtualisierungs-Management

Den rund 4.500 angemeldeten Besuchern, davon etwa 25 Prozent aus der DACH-Region, präsentiert VMware vier große Neuerungen, die allesamt das Management und die Automation virtueller Umgebungen betreffen und die VMware Infrastruktur-Plattform erweitern:

  • Der »Lifecycle Manager« hilft Administratoren, einen automatisierten Prozess einzuführen, der die Beantragung, Freischaltung, den Aufbau, die Erneuerung und den Rückbau virtueller Maschinen abbildet.
  • Der »Lab Manager« ermöglicht es Entwicklern, sich selbst mit wenigen Mausklicks IT-Umgebungen einzurichten, welche auf virtuellen Maschinen beruhen.
  • Der »VMware Stage Manager« hilft dabei, neue Applikationen oder Versionen in die Produktivumgebungen zu integrieren. Zuvor sind Feldtests durchführbar.
  • Für den Bereich Hochverfügbarkeit gibt es nun den »Site Recovery Manager«, der die Datenrettung beschleunigt. Dieser nutzt hard- und doftwareunabhängige, virtuelle Systeme und automatisiert die Prozesse der Sicherungsspeicherung.

Der Lab Manager ist ab sofort verfügbar. Lifecycle-, Stage- und Site-Recovery-Manager werden voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres verfügbar sein.

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