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Das Ende des PCs?

Virtueller Computer – Streaming-Dienst Shadow startet in Deutschland

| Autor / Redakteur: dpa / Heidemarie Schuster

Wenn Streaming-Dienste für virtuelle PCs genauso einschlagen wie im TV-Bereich, dann hat der klassische PC bald ausgedient.
Wenn Streaming-Dienste für virtuelle PCs genauso einschlagen wie im TV-Bereich, dann hat der klassische PC bald ausgedient. (Bild: Pixabay)

Ein Computer im Rechenzentrum, Nutzer streamen nur noch das Bild? Genau das will das französische Unternehmen Blade mit seinem Streaming-Dienst Shadow bieten – einen immer aktuellen virtuellen PC zum monatlichen Mietpreis von 30 Euro.

Die neuesten Spiele, die anspruchsvollste Video- und Musikbearbeitung, und das Ganze, ohne immer den neuesten Computer kaufen zu müssen. Dieses Versprechen will der Streaming-Dienst Shadow aus Frankreich einlösen, der jetzt auch in Deutschland verfügbar ist.

Zum Preis von rund 30 Euro im Monat erhalten Kunden ihren „eigenen“ virtuellen Computer im Rechenzentrum des Betreibers Blade. Darauf können dann bereits gekaufte Spiele installiert werden, etwa indem man sein Konto bei Steam oder GOG verknüpft, es lassen sich auch Programme über den eigenen Internetanschluss hochladen und installieren. Die Berechnung der Programme erfolgt im Rechenzentrum von Blade, Spieler streamen nur das Bild auf ihren Rechner.

Deswegen lässt sich Shadow prinzipiell von allen Computern, Tablets oder Smartphones nutzen. Sie müssen nur in der Lage sein, mindestens ein Full-HD-Videosignal zu streamen. Auf der Spielemesse Gamescom im August demonstrierte Blade-Gründer Emmanuel Freund etwa das aktuelle Videospiel „Far Cry 5“auf einem 200-Euro-Notebook. Blade vertreibt auch eine Zugangsbox für den Dienst, an die Nutzer Bildschirm, Tastatur und Maus anschließen können.

Laut Shadow-Betreiber Blade braucht es für einen stabilen Zugang in Full HD (1.920 zu 1.080 Pixel) und rund 15 Megabit pro Sekunde MBit/s Verbindungsgeschwindigkeit. Mit schnelleren Internetanbindungen jenseits der 50 MBit/s sollen auch 4K-Auflösung (3.840 zu 2.160 Pixel) und hohe Bildwiederholfrequenzen bis 144 Hertz möglich sein.

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