Tool-Schau: Solarwinds Virtualization Manager, Teil 3 Virtuelle Speicher mit Solarwinds Storage Manager im Blick

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Der Speicher zählt neben der CPU-Leistung der Server zu den teuersten Ressourcen im Rechenzentrum. Solarwinds will den Einsatz von Speichern durch den „Storage Manager“ optimieren. Wie verhält sich das Werkzeug in der Praxis?

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Die NASA vermisst die Solarwinde; DataCenter-Insider misst die Brauchbarkeit der Solarwinds-Management-Tools. Bild: NASA
Die NASA vermisst die Solarwinde; DataCenter-Insider misst die Brauchbarkeit der Solarwinds-Management-Tools. Bild: NASA
( Archiv: Vogel Business Media )

Virtualisierung und Cloud Computing basieren auf der flexiblen Zuweisung der IT-Ressourcen an die Applikationen und Dienste. Statt Server, Netzwerke und den Speicher fest an die Applikation und das Betriebssystem zu binden, werden diese vielmehr dynamisch und nach Bedarf zugewiesen.

Die Trennung der Dienste von den Ressourcen ist auch die technische Voraussetzung für das Cloud-Computing. So unterschiedlich die Cloud-Modelle auch sein mögen, in einer Hinsicht sind sie alle identisch. Sie benötigen immer drei zentrale Ressourcen, der Rechenleistung eines Servers, der Netzanbindung zur Kommunikation und den Speicherplatz eines Storage-Systems.

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Diese drei Baugruppen stellen die Basis für den Betrieb jeglicher Applikation dar. Für eine vollständige Virtualisierung der IT, im Sinne des Cloud-Computing, müssen daher alle drei Elemente, die Rechner, der Speicher und die Netze, virtualisiert werden.

SAN, NAS uns Speicher-Arrays

Das Tool Storage Manager von Solarwinds konzentriert sich dabei auf die Überwachung des Speichers für virtuelle Szenarien. Es erlaubt sowohl die Echtzeitüberwachung der Speichernutzung als auch Langezeitauswertung.

Darüber hinaus unterstützt er bei der Planung der Speicherkapazitäten und alarmiert bei Engpässen. Ferner kontrolliert das Monitoringtool auch die wichtigsten Metriken der Server und deren Auslastung.

Dazu greift des Überwachungstools auf unterschiedliche Speicherquellen und -systeme zurück. Dies sind SAN Arrays, NAS Arrays, HBAs und Fibre Channel Switches, die wiederum den Zugang zu den Speichersystemen abbilden.

weiter mit: Unterschiedliche Konfigurationen landen in einer MySQL-Datenbank

Unterschiedliche Konfigurationen landen in einer MySQL-Datenbank

Die Sammlung der Statusdaten erfolgt durch alle sich bietenden Interfaces, wie etwa SMI-S, SNMP, API, Telnet/SSH und via CIFS/NFS. Hinterlegt werden die gesammelten Statistikwerte in einer MySQL-Datenbank. Diese gehört zum Umfang des Storage Manager.

Um möglichst universell einsetzbar zu sein, unterstützt das Verwaltungswerkzeug eine breite Palette an Systemen. Dies sind zum Einen die Betriebssysteme Windows, Linux und mehrere Unix-Derivate wie jene von IBM (AIX), HP (HP-UX) und Sun Solaris).

Die Anzahl unterstützter Speicher und Switches ist groß

Ebenso umfassend ist die Integration der Speichersysteme. Hierbei kommt der Storage Manager mit den folgenden Storage Systemen zurecht: 3Par, Dell EqualLogic, Dell PowerVault MD3000i, EMC Celerra, EMC CLARiiON , EMC Symmetrix DMX ,VMAX, EMC VNX, Hitachi Data Systems, HP StorageWorks EVA, HP LeftHand P4000, HP StorageWorks XP, IBM System Storage DS 3xxx, 4xxx, 5xxx, 6xxx, 8xxx, IBM System Storage N series, IBMSystem Storage SANVolume Controller (SVC), IBM V7000, NetApp, LSI, ONStor, Pillar und SGI.

Das Überwachungs-Tool greift Statusmeldungen außerdem von den Fibre Channel Switches und vergleichbaren Netzwerkbaugruppen ab. Dazu zählen die Switches von Cisco, McData, QLogic, Brocade und schließlich Host Bus Adapter von Emulex und QLogic.

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Ein Füllhorn an Schaubildern zur Überwachung

Aus all diesen Quellen und deren Statusinformationen generiert das Solarwinds-Tool seine Überwachungsmetriken, Statistiken und Hinweise für den Administrator. Eingeschlossen sind ferner Best-Practice-Empfehlungen zur Problemlösung und die als Time-Travel bezeichneten Funktion.

Sie unterstützt bei der Modellierung und Darstellung der historischen Beziehungen der Speichernutzung. Das eröffnet völlig neue Dimensionen im Troubleshooting und in der Forensik der Virtualisierung.

Zur Anzeige der Daten bietet der Storage Manager eine Web-basierte Konsole, die mit den gängigen Internet-Browser wie etwa dem Internet Explorer oder Mozilla Firefox benutzt werden kann. Hierzu integriert das Tool einen Tomcat Web Server. Die Voraussetzungen zum Betrieb des Storage Manager sind ein Windows Server ab der Version 2003, 4 Gigabyte an Arbeitsspeicher und 50 Gigabyte Festplattenplatz.

Testversionen erhältlich

Um den Storage Manager und seine Funktionen erproben zu können, bietet der Hersteller potenziellen Kunden eine uneingeschränkte Testversion für 30 Tage kostenlos an. Dabei erhält der Nutzer einen Web-Zugriff auf eine umfangreiche Speicherstruktur, die Solarwinds zum Test bereitstellt.

Da das Verwaltungs-Interface des Storage Manager ohnehin, per Browser zu bedienen ist, benötigen Administratoren lediglich einen der gängigen Internet-Browser und die Berechtigungen von Solarwinds. Diesen erhalten Interessierte aber anstandslos.

wieter mit: Das Arbeiten mit Solarwinds Storage Manager

Das Arbeiten mit Solarwinds Storage Manager

Diese Umgebung haben dient als Grundlage für diesen Testbericht. Die Verwaltungsoberfläche des Storage Manager ist modern und aufgeräumt und bietet allen den Komfort, den man heute von gängigen Überwachungskonsolen gewöhnt ist.

Im linken Bereich finden Sie die Hauptgruppen. Diese sind Monitor, Reports, Backup Groups, Server und NAS Groups, SAN Groups, Storage Groups und ein Zweig der mit Virtualization umschrieben ist. Für den versierten Administrator ist der Großteil der Bezeichnungen sicher selbsterklärend. An diese Stelle wird daher nur auf die wichtigsten Eigenschaften und die Besonderheiten eingegangen.

Echtzeitüberwachung durch Monitor

Der Bereich des Monitoring dient der laufenden Überwachung der aktuellen Situation und der Speichersysteme. Die als „Main Console“ bezeichneten Ansicht entspricht einem Dashboard, das einen schnellen Überblick zur Gesamtsituation aufzeigt. Hier finden sich beispielweise Schaubilder zur Speichernutzung, der Auslastung oder den Dateisystemen.

Zur Gruppe der Monitore gehören auf vier Typen die als „Event Monitor“, „Server Monitor“, „Backup Monitor“ und „Snap Mirror Monitor“ bezeichnet sind. Diese Monitore zeigen die Ereignisse („Events“), liefern einen Blick auf die Server oder die speziellen Sicherungssysteme.

Snap Mirror ist ein Sicherungsverfahren (Mirroring) von NetApp. All diese Anzeigen in den Monitoren liefern Hilfen zur Echtzeitüberwachung des Speichers. Eingeschlossen sind ferner das Alarmhandling und die Benachrichtigung des Administrators im Fehlerfall. Durch Drilldown lassen sich die gebotenen Informationen weiter verfeinern.

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Langzeitauswertungen durch die Berichte

Reporting umfasst die Langzeitauswertungen, die Berichte und all die Daten die in der langfristigen Perspektive von Interesse sind. Diese Berichte dienen auch als Grundlage für die Kapazitäts- und Einsatzplanung des Speichers.

Die Berichte lassen sich wahlfrei anpassen und auch deren Generierung und Zeitspannen. Insgesamt gibt es fünf Report-Typen: die eigenen Berichte (My Reports), die allgemeine zugänglichen (shared) Reports, die schnell erzeugten (Quick) Reports, die regelmäßig durchzuführenden Berichte (unter Report Schedules) und die Management Reports.

Überwachungsgruppen für Backup, Server, SAN und NAS

Drei weiterer Überwachungsgruppen für Backup, Server, SAN und NAS schlüsseln die gesammelten Informationen nach unterschiedlichen Interessenslagen auf. So kann beispielweise der Backup-Administrator über die zugehörige Backup-Gruppe die Informationen zur Datensicherung schnell einsehen.

Hier werden beispielsweise Ansichten geboten die zeigen welche Backup und wie viel erfolgreich abgelaufen sind oder Fehler verursachten. Ähnlich verhält es sich mit d er Gruppe der Server und NAS-Systeme. All diese Ansichten liefen immer einen dedizierten und auf das jeweilige Einsatzgebiet optimierten Blick auf die Speichersysteme.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in Brunnthal.

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