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Umfrage: Zehn Antworten von Dataglobal zu Cloud Storage

Virtuelle Maschinen und Cloud-Archivierung brauchen eine contentbasierte Datenklassifizierung

22.11.2010 | Redakteur: Rainer Graefen

Rainer Pollack, CTO bei Dataglobal
Rainer Pollack, CTO bei Dataglobal

Storage-Insider.de, ein Schwesternportal von IT-BUSINESS, sprach mit Rainer Pollack, Chief Technology Officer bei Dataglobal über die organisatorischen Aspekte der Cloud und den unzureichenden Einblick von Unternehmen in die eigene Datenhaltung.

1. In der IT-Welt wird aktuell viel über die Cloud (-Storage) geredet. Was bedeutet eigentlich Cloud? Warum reden wir an dieser Stelle nicht mehr übers Internet?

Pollack: Viele Anwender verwechseln die Begriffe Internetdienste, Software as a Service (Saas) und Cloud in der Tat. Aus meiner Sicht sind die technischen Unterschiede dieser drei Ansätze dabei nicht das Entscheidende, sondern in erster Linie die zugrunde liegenden Preismodelle und im Kontext von Cloud bedeutet dies in der Regel:

  • Keine Mindestabnahme
  • „keine“ Obergrenze
  • „Pay as use“ – Ansatz.

2. Die Storage-Industrie macht einen Unterschied zwischen Private Cloud und Public Cloud. Warum ist der Zwischenschritt der „privaten Wolke“ notwendig?

Pollack: Ich würde die Private Cloud nicht notwendigerweise als Zwischenschritt bezeichnen. Insbesondere die Kombination der beiden Ansätze (die sogenannte Hybrid Cloud) kann sich durchaus als eine dauerhafte Lösung erweisen.

Der Vorteil dieser Kombination ist, dass für beide Ansätze die gleiche technologische Basis verwendet werden kann und somit Unternehmen einerseits flexibel auf Lastschwankungen reagieren können, andererseits aber auch rechtliche und/oder Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden können.

3. In welcher Cloud-Sphäre ist ihr Unternehmen mit welchen Angeboten aktiv?

Pollack: Dataglobal ist im Cloud-Kontext sehr breit aufgestellt. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, ihre Daten in die Cloud zu transferieren und zwar völlig transparent für die Anwender.

Mit unserer Archivlösung stellen wir Cloud-Anbietern zudem ein sehr leistungsfähiges Werkzeug für die langfristige Archivierung von Dateien, Emails, Daten, Belegen zur Verfügung.

4. Welchen Fragen werden Ihnen von ihren Kunden zu Cloud-Angeboten gestellt? (zwei Fragen, wenn möglich)

Pollack:

  • Rechtliche Aspekte: Welche Daten dürfen/sollen wir wirklich in die Cloud verschieben? Diese Fragestellung stellt viele Unternehmen nach wie vor vor eine schier unlösbare Aufgabe, da sie keinen wirklichen Einblick in ihre Datenhaltung haben. Dies lässt sich kurzfristig nur durch eine umfassende Datenklassifizierung lösen, zu der wir mit dem dg Classification Cube eine sehr effiziente Vorgehensweise erarbeitet haben.
  • Organisatorische Aspekte: Wie kann ich die Public Cloud in meine bestehende IT-Infrastruktur am einfachsten und sinnvollsten integrieren? Dabei stehen jetzt weniger die technischen Probleme im Vordergrund sondern vielmehr die organisatorischen Aspekte. Welche Daten sollen durch wen, wie und wann in die Cloud verlagert werden und über welchen Weg soll zukünftig der Zugriff auf diese Daten erfolgen?

5. Daten in der Cloud abzulegen wird heute schon vielerorts praktiziert. Gilt das auch für den Zugriff auf Daten und Datenbanken?

Pollack: Ausgehend von unserem Kundensegment kann ich nur sagen, dass die meisten Unternehmen die Storage Cloud in erster Linie für die Ablage von Dateien und Emails verwenden.

Die Verlagerung von aktiven Daten oder gar Datenbanken mit ihren hohen Anforderungen an die Performance, findet derzeit noch nicht statt.

6. Cloud-Storage soll die Kosten der IT reduzieren. Verfügen Sie über Kostenkalkulationen und mit wie viel Prozent an Einsparungspotenzial kann man rechnen?

Pollack: Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Natürlich sind die Preise der großen Anbieter wie Amazon oder Iron Mountain frei verfügbar, aber das ist natürlich nur ein Teil der Kostenkalkulation.

Damit ein Unternehmen die Cloud wirklich nutzen kann, muss auch die interne IT mit ihren Prozessen entsprechend vorbereitet werden. Außerdem müssten die Kosten bekannt sein, die eine rein interne, konservative IT-Lösung im Aufbau und Betrieb kosten würde.

Aus diesem Grund kann ich hier nur eine grobe Schätzung abgeben. Ich gehe aber davon aus, dass ein Unternehmen bei vergleichbaren SLAs (Service Level Agreements) rund 50 Prozent Kosteneinsparung erzielen kann.

weiter mit: Das Löschen von VMs braucht automatische Klassifizierung

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