Die Desktop-Virtualisierung ist auf dem Vormarsch (Teil 1) Virtualisierung rückt zum Endanwender vor

Redakteur: Regina Böckle

Es gibt kaum einen Bereich in der IT, der von der Virtualisierung noch unberührt ist. Vor allem der Bereich des Client-Server-Computing wird sich stark wandeln. Denn hier schickt sich die Virtualisierung an, die Desktop-Arbeitsplätze zu erobern.

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Divide et impera – »Teile und herrsche«: Diese Strategie machte sich die IT schon früh zu eigen. Bereits in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrtausends teilten sich Mainframes und Unix-Server einträchtig Prozessor-Stärken und Speicher. Das Ergebnis der unter dem Schlagwort »Virtualisierung« populär gewordenen, friedlich genutzten Strategie kann sich sehen lassen. Die Virtualisierungs-Technologie hat sich weltweit in den Rechenzentren von Unternehmen verbreitet und ist auf dem besten Wege, sowohl in die mittelständischen Firmen, als auch in die Desktop-Infrastruktur der Endanwender vorzudringen. Denn längst lassen sich nicht nur Hardware-Ressourcen gemeinsam nutzen, sondern auch Software und Services – und gleichzeitig mit individuellen Eigenheiten versehen.

Die Virualisierungs-Technologie trennt Systemfunktionen von der physischen Hardware und zieht eine abstrakte Ebene in die IT-Infrastruktur ein, häufig mit Hilfe eines Hypervisors, wie sie beispielsweise Citrix (Xen), Microsoft und VMware anbieten (siehe downloadbare Anbieterübersicht am Ende dieses Beitrags). Parallels plant, demnächst mit dem Parallels-Server ein eigenes Hypervisormodell auf den Markt zu bringen. Unter den freien Projekten erfährt Xen seit 2001 große Unterstützung durch kommerzielle Hersteller. So haben beispielsweise Novell und Red Hat den Xen-Kernel in ihren Linux-Betriebssystemen integriert.

Langfristig wird das Thema Virtualisierung alle Bereiche der IT durchdringen: Server, Storage, Desktop, Netzwerk, Security bis hin zu Applikations-Bereitstellung und Management. Ziel ist es, hier vorhandene Ressourcen auszuschöpfen, die heute nur zu Bruchteilen genutzt werden. Das senkt den Energieverbrauch und den administrativen Aufwand. Zudem lassen sich damit Geschäftsprozesse automatisieren und die Verfügbarkeit der Systeme erhöhen.

Doch selbst der Vorreiter Server-Virtualisierung hat sich bislang nur einen winzigen Teil – rund zehn Prozent – des gesamten Marktes erobert. Im Mittelstandssegment sind es sogar weniger als drei Prozent, schätzen die Marktanalysten von Gartner. IDC geht davon aus, dass künftig auf 20 Prozent aller Server virtuelle Maschinen laufen werden. Bis 2009 soll das Umsatzvolumen der Anbieter rund 15 Milliarden US-Dollar weltweit betragen und über vier Millionen virtueller Servermaschinen auf x86-Systemen laufen.

Welche konkreten Auswirkungen sich für Reseller aus dieser Entwicklung ergeben, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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