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Radware-Studie

Viele populäre Websites laden zu langsam

| Redakteur: Marisa Metzger

Die Ladezeit von Websites übt einen Einfluss auf den Umsatz aus.
Die Ladezeit von Websites übt einen Einfluss auf den Umsatz aus. (Bild: Andrey Popov - Fotolia.com)

Beliebte Websites der Reise-, Nachrichten-, Sport und E-Commerce-Branche bestehen einfache Usability-Tests nicht. Das ergab eine Untersuchung von Radware, einem Anbieter von Application-Delivery- und Cyber- Sicherheitslösungen. So laden der Studie zufolge viele Internetseiten auf Desktop-Systemen viel zu langsam.

Zeit ist Geld, auch im Zusammenhang mit der Leistung von Websites. So wenden sich laut Kent Alstad, VP of Acceleration bei Radware, 57 Prozent aller Anwender ab, wenn eine Website nach drei Sekunden noch nicht geladen ist. Reiseportale generieren etwa drei Viertel ihres Umsatzes mit Desktop-Anwendern. Davon benötigen der Untersuchung zufolge dennoch 80 Prozent mehr als drei Sekunden, um zu laden. Aus dem Bericht „State of the Union 2016: Multi-Industry Web Performance (Desktop Edition)” geht hervor, dass die durchschnittliche TTI (Time to Interact – Zeit, nach der der Kunde beim Laden erstmals selbst eine Aktion ausführen kann) in der Reise- und Tourismus-Branche bei 4,1 Sekunden liegt.

Ähnlich sei es bei Nachrichtenseiten: 78 Prozent brauchen länger als drei Sekunden. Vor allem Java Scripts und eine Vielzahl nicht optimierter Bilder seien dafür verantwortlich.

Sport und E-Commerce

Noch schlechter schnitten beim Test die Sport-Websites ab: Nur drei der untersuchten 50 Portale lagen unterhalb der drei-Sekunden-Grenze – wenngleich 65 Prozent der Besucher von Sportseiten Desktops oder Notebooks nutzen. Mehr als ein Drittel benötigte über sechs Sekunden zum Laden. Der Mittelwert beträgt 5,2 Sekunden.

Ein anderes Bild zeigte sich bei den E-Commerce-Sites. Die durchschnittliche Ladezeit der getesteten Seiten in dieser Kategorie beträgt 3,1 Sekunden. Etwa die Hälfte benötigte weniger als drei Sekunden Ladezeit.

Kent Alstad erläutert die Folgen einer schlechten Web-Performance: „Das bedeutet verlorenen Produkt-, Dienstleistungs- oder Anzeigenumsatz. Trotz des zunehmenden Trends zu mobilen Geräten repräsentieren Desktops noch immer 75 Prozent aller Umsätze aus Reiseportalen. In Online-Shops erreichen sie höhere Konversionsraten, auf News-Seiten eine höhere Nutzungsdauer und auch bei Sportangeboten sind Desktops für zwei Drittel der Anwender die erste Wahl.“ Er bemängelt außerdem, dass viele Anbieter Bilder, Skripts und HTML nicht optimieren würden. „Dies führt dazu, dass Seiten nur schleppend laden, Anwender sich abwenden und die Reputation leidet.“

Methode

Radware testete pro Branche 50 Websites. Diese suchte das Unternehmen mithilfe des Website-Rankings von SimilarWeb aus. Die 50 Top-Sites analysierte der Anbieter von Application-Delivery- und Cyber- Sicherheitslösungen mit WebPagetest. Alle Sites wurden im Februar 2016 dreimal über eine 5 Mbps-Verbindung mit Chrome 48 auf echten Systemen getestet und die Ergebnisse gemittelt.

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