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Server-Virtualisierung in KMUs

Viele Kleinunternehmen scheuen die Virtualisierung

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / / Wilfried Platten

Virtualisierungsobjekt: Dell PowerEdge Server
Virtualisierungsobjekt: Dell PowerEdge Server (Dell)

Eine von Dell und Intel in Auftrag gegebene Studie zeigt, wie und warum mittelständische Firmen in Europa die Server-Virtualisierung nutzen – und warum viele es nicht tun.

Für die von dem Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne durchgeführte Studie wurden insgesamt 1.150 kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz befragt. Rund ein Drittel der untersuchten KMUs beschäftigten weniger 25 Mitarbeiter, die restlichen zwei Drittel zwischen 25 und 100 Mitarbeiter.

Der Status Quo

41 Prozent der Befragten gaben an, ihre Server bereits virtualisiert zu haben. Allerdings zeigt die Studie in diesem Punkt signifikante Unterschiede zwischen den Unternehmensgrößen. Bei den Kleinstunternehmen mit bis zu 25 Mitarbeitern lag die Virtualisierungsquote bei lediglich 15 Prozent, während sie bei den größeren Firmen mit 54 Prozent mehr als dreimal so hoch war.

Deutsche KMUs liegen sowohl bei der Anzahl der Unternehmen mit Server-Virtualisierung, als auch denen, die sie in Erwägung ziehen, gegen über den anderen Ländern im Mittefeld.

Pro & Contra

Über den Status Quo des Anteils virtualisierter Server hinaus, wurden in der Befragung auch deren Vor- und Nachteile beleuchtet. Und wiederum wurden hier Differenzen zwischen den Unternehmensgrößen deutlich: während für die größeren Unternehmen die Vorteile überwiegen, sind die Kleinstunternehmen eher skeptisch eingestellt. Zusätzlich zu den bereits erwähnten 15 Prozent, die die Server-Virtualisierung bereits nutzen, ziehen lediglich weitere 15 Prozent eine spätere Einführung in Erwägung.

Einer der Gründe dafür liegt in mangelnder oder ungenügender Kenntnis. Immerhin 36 Prozent gaben an, nichts oder zu wenig darüber zu wissen, während es bei den größeren Unternehmen mit 25 Prozent deutlich weniger waren. Als Haupthindernis aber wurden bei Kleinstfirmen ihre geringe Größe und die dadurch vermeintlich kaum nutzbaren Skaleneffekt mit 56 Prozent angegeben. Als weiterer wichtiger Hinderungsgrund wurden von 51 Prozent die zusätzlich notwendigen Investitionen in verbesserte Backup-Technologie genannt. Immerhin 58 Prozent stuften dagegen den Aspekt „Sicherungskopien und Wiederherstellung im Notfall schneller und billiger“ als nützlichen Effekt ein.

Bei Unternehmen über 25 Mitarbeitern überwiegen bei der Beurteilung der Virtualisierungstechnologie die Vorteile. Als Hauptargumente wurden hier genannt:

• Zeit- und Kostenersparnisse beim Daten-Backup und bei der Datenwiederherstellung (59 Prozent)

• geringere Gesamtbetriebskosten (56 Prozent)

• vereinfachte Wartung bei gleichbleibender Serverleistung (54 Prozent)

Auffallend ist auch die Tatsache, dass in diesem Größensegment 41 Prozent der bislang „Virtualisierungsabstinenten“ eine künftige Nutzung in Erwägung zu ziehen. Sie wollen zu einem späteren Zeitpunkt die Vorteile der Server-Virtualisierung nutzen, zu denen neben den bereits erwähnten Argumenten unter anderem auch die Reduzierung der Anzahl physischer Server und der geringere Platzbedarf zählen.

Jenseits der Server-Virtualisierung

Als wichtigstes Virtualisierungsziel wurde neben dem Server- das Storage-Segment genannt. Was angesichts der engen Verbindung von Servern, NAS (Network Attached Storage) und SAN (Storage Area Network) nicht weiter verwundert. Die Desktop-Virtualisierung, die gerade in KMUs mit ihrem hohen Anteil mobiler Mitarbeiter nützliche Praxiseffekte verspricht, scheint dort dagegen noch nicht angekommen. Genaue Zahlen dazu wurden in der Studie jedoch nicht veröffentlicht.

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