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Nachlese: Acer auf der IFA 2015

Viel Gaming, 2-in-1 runderneuert und ein Baukasten-PC

| Redakteur: Klaus Länger

Baukastenprinzip: Der Acer Revo Build kann durch Module mit Festplatten und sogar einer Grafikkarte erweitert werden.
Baukastenprinzip: Der Acer Revo Build kann durch Module mit Festplatten und sogar einer Grafikkarte erweitert werden. (Bild: VBM-Archiv)

Gaming war für die PC-Hersteller eines der Top-Themen auf der Berliner Messe. Auch Acer hatte hier einiges zu bieten. Aber auch bei den 2-in-1-Rechnern gab es Neuheiten und als Premiere mit dem Revo Build einen modularen PC.

Viele Anwender wollen und brauchen keinen großen Rechner mehr neben dem Schreibtisch. Ein Mini-PC reicht für Office-Anwendungen, typische Heimanwender-Programme, Surfen und Casual-Gaming zunächst vollkommen aus. Problematisch wird es nur, wenn doch mal der Plattenplatz knapp wird oder die integrierte Grafik für ein neues Spiel doch nicht ausreicht.

Eine Lösung für dieses Problem soll der Revo Build M1-601 von Acer liefern. Die kompakte Zentraleinheit mit einem Pentium- oder Celeron-Prozessor aus der Braswell-Familie und einem 2,5-Zoll-Laufwerk für das Betriebssystem lässt sich durch zusätzliche Module erweitern. Zur Wahl stehen dabei zunächst HDD-Module mit 500 GB oder einem TB Kapazität. Sie werden einfach auf die Zentraleinheit aufgesetzt und lassen sich auch stapeln. Die Daten- und Stromverbindung läuft über Pins auf der Unter- und Oberseite der Module, die USB 3.0 für die Übertragung nutzen. Alternativ lassen sich die HDD-Module auch mittels USB-Kabel mit anderen Rechnern verbinden. Später soll es noch ein Lautsprechermodul mit Mikrofon und Kopfhörer-Verstärker sowie ein Modul für das drahtlose Laden von Smartphones geben. Das lässt sich abgedockt auch als Powerbank für Mobilgeräte nutzen.

Unter der Zentraleinheit kann auch in Zukunft noch ein Modul mit einer AMD-Grafikkarte Platz nehmen, Acer wird hier eine Mobile-GPU verwenden. Das GPU-Modul wird dann über PCI-Express verbunden, es benötigt eine separate Stromversorgung. Allerdings verfügen die Intel-Prozessoren hier nur über vier PCIe-2.0-Lanes. Zudem reicht die Leistung eines Braswell auch mit einer zusätzlichen Grafikkarte für anspruchsvollere Spiele nicht aus. Hier bleibt zu Wünschen, dass Acer einen Revo Build mit einem stärkeren Core-Prozessor und ein stärkeres Grafikkarten-Modul mit PCIe-x16-Modul nachreicht.

Acer will den Revo Build M1-601 aber Oktober verkaufen, der Preis für die Zentraleinheit soll bei 229 Euro (UVP) liegen.

Predator 15 und 17

In einem ganz anderen Preis- und Leistungsbereich sind die Gaming-Notebooks Predator 15 und 17 mit 15,6- und 17,3-Zoll-Display angesiedelt. Beide sind mit dem Quad-Core-Prozessor Intel Core i7-6700HQ aus der neuen Skylake-Familie ausgestattet, der Arbeitsspeicher kann bis auf 64 GB ausgebaut werden. Für die Gaming-Grafik zeichnet eine Nvidia Geforce GTX 980M verantwortlich. Die bis zu 512 GB große SSD kommuniziert über die extrem schnelle NVMe-Schnittstelle mit dem Mainboard. Acer verwendet bei beiden Modellen matte IPS-Displays mit Full-HD-Auflösung. Das Predator 17 ist auch mit einem 4K-Display (3.840 x 2160 Pixel) verfügbar.

Das aufwändige Kühlsystem der Notebooks kann noch durch ein weiteres Kühlmodul von Cooler Master ergänzt werden, es nimmt dann im Einschub für das optische Laufwerk Platz. An für Gamer wichtigen Hardware-Feautures sind noch ein programmierbares, farbig beleuchtetes Keyboard mit Zusatztasten und für Spiele optimierte LAN- und WLAN-Schnittstellen zu nennen. Für satten Sound sorgen beim Predator 14 zwei Lautsprecher und ein Subwoofer und beim Predator 17 gleich vier Laufsprecher und zwei Subwoofer.

Die Gaming-Notebooks sollen ab November in den Handel kommen, der Einstandspreis liegt laut Acer bei 1.799 Euro (UVP).

Neben den Gaming-Notebooks zeigte Acer im Gaming-Bereich noch aktualisierte Versionen der Predator-Desktop-PCs mit Skylake-Prozessoren sowie den 35-Zoll-Monitor Z35 mit gekrümmtem 21:9-Panel (2.560 x 1.080 Pixel), Nvidia G-Sync und auf 200 Hz übertaktbarer Bildwiederhol-Frequenz.

Predator 8

Mit dem Predator 8 weitet Acer sein Gaming-Angebot auch auf das Feld der Android-Tablets aus. Bislang gibt es hier mit dem Nvidia Shield nur ein einziges speziell für Spieler ausgelegtes Tablet.

Das Predator 8 ist mit einem 8-Zoll-Touch-Display ausgestattet, das 1.920 x 1.200 Bildpunkte darstellt. An den vier Ecken des 350-Gramm-Tablets sind nach vorn zeigende Lautsprecher angeordnet, die für einen virtuellen Surround-Sound sorgen sollen. Ein kleiner Vibrationsmotor unter dem Touchscreen sorgt beim Spielen für haptisches Feedback.

Als Prozessor dient ein Intel Atom x7-z8700 aus der aktuellen Cherry-Trail-Familie. Der 64 GB große interne Flash-Speicher kann per MicroSD um bis zu 128 GB erweitert werden. Als Betriebssystem dient Android 5.1. Ein WLAN-N-Modul mit 2x2-MIMO-Antennen soll bei Online-Spielen für eine schnelle und stabile WLAN-Verbindung sorgen. Der Marktstart für das Gaming-Tablet soll im Oktober erfolgen, der UVP liegt bei 349 Euro.

Noch in weiterer Ferne liegt das Predator 6, das Acer als Vorserienmodell auf der IFA zeigte. Bei ihm handelt es sich um ein Gaming-Phablet mit 6-Zoll-Display und 10-Kern-Prozessor von Mediatek.

Aspire R 13

Laut dem Acer-Deutschland-Chef Wilfried Thom ist Acer Marktführer bei den 2-in-1-Rechnern. Daher ist diese Marktsegment für Acer entsprechend wichtig und es wird auch aktualisiert. Auf der IFA zeigte Acer eine neue Version des 13,3-Zoll-Convertibles Aspire R 13, das nun mit einem Skylake-Prozessor ausgestattet ist. Zudem kann das Notebook mit seinem horizontal drehbar aufgehängtem Display mit einer Thunderbolt-3-Schnittstelle aufwarten. Diese kann über Thunderbolt-3-Kabel bis zu 40 GBit/s übertragen, ist mit ihrem USB-Typ-C-Anschluss aber auch zu USB 3.1 kompatibel. Intel zeigte auf der Messe ein Aspire R 13 mit externer Grafikkarte und externer SSD, beide als „Daisy-Chain” an der Thunderbolt-3-Schnittstelle des R 13 angeschlossen. Das neue Aspire R 13 soll ab Oktober zu einem Preis ab 1.099 Euro (UVP) verfügbar sein.

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