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Trend-Micro-Studie

Vernachlässigte IT-Sicherheit beim IoT

| Autor: Heidemarie Schuster

Unternehmen investieren kräftig in IoT, verzichten dabei aber oftmas auf die nötigen Sicherheitamaßnahmen.
Unternehmen investieren kräftig in IoT, verzichten dabei aber oftmas auf die nötigen Sicherheitamaßnahmen. (Bild: Pixabay)

Trend Micro hat IT-Entscheider zum Thema Sicherheit im Internet der Dinge (IoT) befragt. Demnach sorgen sich die Befragten im Falle eines Cyberangriffs auf IoT-Anwendungen vor allem um das Vertrauen ihrer Kunden. Ebenfalls geht aus der Umfrage hervor, dass es eine große Diskrepanz zwischen den Investitionen in IoT-Systeme und deren Absicherung gibt.

Bei einer weltweiten Umfrage von Trend Micro zum Thema Internet der Dinge und dessen Absicherung, nahmen rund 1.150 Entscheider aus IT und IT-Sicherheit teil. Sie wurden unter anderem zu getätigten und geplanten Investitionen, Umsetzungsstrategien und technologischen Herausforderungen befragt. Zudem zeigen die Ergebnisse, dass stark in IoT-Technologien investiert wird: Unternehmen geben dafür durchschnittlich 2,5 Millionen US-Dollar pro Jahr aus. Angesichts der beträchtlichen finanziellen Aufwendungen und der gravierenden Auswirkungen, die ein Cyber-Angriff auf Unternehmen haben kann, sollte IT-Sicherheit priorisiert werden, um Risiken zu mindern.

Security hinkt oftmals

Dennoch gaben 43 Prozent der Befragten an, dass IT-Sicherheit bei der Umsetzung von IoT-Projekten nur eine Nebenrolle spielt. Unter den Befragten aus Deutschland war dieser Wert mit 46 Prozent weltweit am höchsten. Während 63 Prozent angaben, dass Cyberangriffe im Zusammenhang mit IoT-Anwendungen in den vergangenen zwölf Monaten zugenommen haben, stuft nur die Hälfte (53 Prozent) von ihnen vernetzte Geräte als eine Bedrohung für ihr Unternehmen ein.

Die Ergebnisse legen außerdem nahe, dass womöglich nur unzureichende Sicherheitstests durchgeführt, bevor neue Geräte zu Unternehmensumgebungen hinzugefügt werden. Die Umfrage ergab auch, dass Unternehmen in den letzten zwölf Monaten durchschnittlich drei Angriffe auf vernetzte Geräte verzeichneten. Nur knapp über ein Drittel der Unternehmen (38 %), die IoT-Lösungen umgesetzt haben oder im Begriff dazu sind, haben IT-Sicherheitsexperten in den Implementationsprozess einbezogen. Von diesen entfallen jeweils etwa ein Drittel (32 %) auf die Bereiche Smart Factories, Smart Utilities (31 %) und Wearables (30 %). Das bedeutet aber ebenso, dass ein beachtlicher Teil der Unternehmen weltweit einer Vielzahl von Bedrohungen Tür und Tor öffnet.

„Viele Unternehmen sehen in IoT-Systemen die Zukunft und setzen daher neue Arten vernetzter Geräte in ihren Netzwerkumgebungen ein“, sagt Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. „Das verbessert zwar ihre Geschäftsprozesse, stellt jedoch auch ein großes Problem hinsichtlich neuer Cyber-Risiken dar, da die eingebauten Betriebssysteme normalerweise nicht ohne weiteres gepatcht werden können. Die Investitionen in IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten sich daher an den Investitionen in den Ausbau von Systemen orientieren. Nur so kann das Risiko eines Datenverlustes verringert werden, der große Auswirkungen auf den Umsatz und das Vertrauen der Kunden haben kann.“

Konsequenzen eines Datenverlustes

Die wichtigsten Konsequenzen eines Datenverlustes bestehen laut den Befragten im Vertrauensverlust der Kunden (52 %), dicht gefolgt von finanziellen Schäden (49 %). Obwohl die kürzlich in Kraft getretene EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) für viele eine hohe Priorität hat, wurden die aus ihr entstehenden Konsequenzen als deutlich weniger bedeutend eingestuft. Laut den Befragten hätte ein sicherheitsrelevanter IoT-Vorfall unter anderem negative Auswirkungen auf das Kundenvertrauen (52 %). Aber auch die Angst vor finanziellen Schäden (49 %), dem Verlust personenbezogener Daten (32 %), Strafen durch Behörden (31 %) und Verstöße gegen Datensicherheitsbestimmungen (28 %) bereiten den Befragten Sorgen.

Details zur Studie

Die genannten Ergebnisse basieren auf einer Studie, die von Trend Micro in Kooperation mit Vanson Bourne durchgeführt wurde. Zwischen dem 1. April und dem 25. Mai 2018 wurden 1.150 Online-Interviews mit Entscheidern im Bereich IT und IT-Sicherheit durchgeführt. Die Befragten arbeiten für Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern in fünf Ländern, darunter die USA, England, Frankreich, Deutschland und Japan.

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