E-Mail aus der Redaktion

Verlogene und ehrliche Aspekte der NSA-Diskussion

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Firmen zum Thema

Betreff: AW: Verlogene und ehrliche Aspekte der NSA-Diskussion

Sehr geehrter Herr Dr. Riedl,

Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der NIFI
Dr. Thomas Lapp, Vorsitzender der NIFI
(Bild: NIFIS e.V.)

seit den Veröffentlichungen zu Echelon ist bekannt, dass die Geheimdienste der USA und Großbritanniens, auch aus Gründen der Wirtschaftsspionage, in Deutschland Telefonate, Fax- und E-Mail-Verkehr abhören.

Deutsche Unternehmen müssen sich, so gut es geht, vor diesem Datenzugriff schützen. Daher sollten keine Cloud Services und keine Dienstleister genutzt werden, bei denen der Zugriff von US-Diensten zu befürchten ist. Zudem sollten sich die Firmen darüber im Klaren sein, welche Daten überhaupt ins Netz gestellt werden müssen. Wenn dies nötig erscheint, sollte das Mitlesen deutlich erschwert werden. Hierfür stehen sichere Verschlüsselungsprogramme zur Verfügung, jedoch werden selbst einfache Möglichkeiten oftmals als zu umständlich abgetan. E-Mail kann im Gegensatz zum Fax verhältnismäßig einfach verschlüsselt werden. Auch die Verschlüsselung von mobilen Geräten, einschließlich USB-Sticks, wird zu selten genutzt.

Etliche Firmen setzen auf Office 365, iCloud, Google Cloud oder ähnliche Systeme, trotz der bekannten ­Sicherheitsprobleme und der datenschutzrechtlichen Bedenken. Bei vielen Firmen erfolgt auch die Nutzung der sozialen Netzwerke, ohne dass ausreichende Guidelines vorhanden sind. Hier werden Sicherheitslücken, auch für Social-Engineering-Angriffe, geöffnet.

IT-Sicherheit ist bis heute kein Kriterium beim Test von Software. Dabei ­müsste IT-Sicherheit so selbstverständlich sein wie Airbag, ESP und ähnliche Sys­teme im Auto.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Lapp

Vorsitzender der NIFIS

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