E-Mail aus der Redaktion Verlogene und ehrliche Aspekte der NSA-Diskussion

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

In einer Mitteilung warnte der Vorsitzende der NIFIS Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V., dass sich deutsche Firmen darauf einstellen können, „dass weitere, noch wirksamere Überwachungsprogramme in Erscheinung treten werden“. IT-BUSINESS hakte nach, in welche Richtung Industriespionage gehen könnte.

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Spätestens seit den Erfahrungen mit dem Geheimdienstprogramm „Echelon“ werden „Dienste“ auch im Industriespionage-Kontext gesehen.
Spätestens seit den Erfahrungen mit dem Geheimdienstprogramm „Echelon“ werden „Dienste“ auch im Industriespionage-Kontext gesehen.
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Betreff: Verlogene und ehrliche Aspekte der NSA-Diskussion

Sehr geehrter Herr Dr. Lapp,

in einer Studie der NIFIS Nationale Initiative für Informations- und Internet-Sicherheit e.V., deren Vorsitzender Sie sind, werden steigende Ausgaben für IT-Security vorausgesagt. So gehen zwei Drittel der Befragten davon aus, dass die Ausgaben in diesem Jahr um ein Drittel steigen werden. Sie schreiben in diesem Kontext: „Die Bedrohung durch Prism und Co. ist keineswegs für die deutsche Wirtschaft gebannt.“

Politiker reden die Überwachungsprogramme klein. Trotz der ­Erfahrungen (Echelon) geht es offiziell um Terrorismusbekäm­pfung, statt um Wirtschaftsspionage. Und selten bringt jemand auf den Punkt, dass NSA und GHCQ ihre Aktivitäten noch ­ausbauen könnten. Sie mahnen hingegen deutsche Firmen sich darauf einzustellen, „dass weitere, noch wirksamere Überwachungsprogramme in Erscheinung treten werden“.

An was denken Sie konkret und wie stehen Sie zum Industriespionage-Vorwurf?

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stefan Riedl

Redaktion IT-BUSINESS

Lesen Sie auf der nächsten Seite die Antwort des NIFIS-Vorsitzenden Dr. Thomas Lapp.

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