CES 2014: Android für´s Auto Verkehr-te Welt: Mit Google Glass zum Google Car

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / / Wilfried Platten

Die Integration von Android-Technologien aller Art soll das Autofahren der Zukunft sicherer, zuverlässiger, kommunikativer, bequemer und unterhaltsamer machen.

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Da lacht nicht nur die kalifornische Sonne: Eric Schmidt, Larry Page und Sergey Brin im selbstfahrenden Google-Toyota.
Da lacht nicht nur die kalifornische Sonne: Eric Schmidt, Larry Page und Sergey Brin im selbstfahrenden Google-Toyota.
(Bild: Google)

Neben all den schicken neuen Infotainment-Gimmicks auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ging die vielleicht wichtigste Meldung dort fast unter: die Ankündigung der Open Automotive Alliance (OAA) durch Google. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass die Konsequenzen der Arbeit dieses Konsortiums einen wichtigen Bereich unseres täglichen Lebens verändern, oder zumindest massiv beeinflussen werden.

Erinnern wir uns: Mit der Open Handset Alliance hat Google innerhalb kürzester Zeit den mobilen Datenverkehr erobert. Mehr als drei Viertel aller neuen Handys und Smartphones haben Android an Bord. Und jetzt ist als nächstes der Straßenverkehr an der Reihe.

Auto-Computer

Die ersten automobilen Google-Adepten sind Audi, General Motors, Honda und Hyundai. Die „Onboard-Supercomputing-Chips“ für die futuristischen Fahrzeuge dieser Hersteller sollen vom OAA-Mitglied Nvidia kommen. Wie die Integration von Google-Technologien ins Auto funktionieren soll, zeigt exemplarisch die Ankündigung des Hyundai-Partners Covisint auf der CES. Danach soll das nächste, 2015 erwartete Genesis-Modell von Hyundai neben neuen Funktionen im Telematik-System Blue Link auch Google Glass nutzen können. Auf der Datenbrille sollen „wichtige Fahrzeuginformationen sowie Sicherheits- und Service-Hinweise, Infotainment-Angebote und Anwendungen“ eingeblendet werden.

In den Worten von Barry Ratzlaff, Executive Director, Customer Connect and Service Business Development bei Hyundai Motor America, klingt das so: „Die Partnerschaft mit Covisint stärkt unsere Premium Brand Experience und unterstreicht unsere Bereitschaft zu mutigen Innovationen, um das Nutzererlebnis kontinuierlich zu verbessern. Hyundai Blue Link, angetrieben von der Covisint Cloud-Technologie, bietet vor allem in Kombination mit Google Glass eine einzigartige Erfahrung für Kunden, da beliebte Funktionen noch komfortabler zugänglich sind.“

Zu den angekündigten Funktionen zählen im Detail:

  • Starten des Motors aus der Ferne
  • Öffnen und Schließen von Türen aus der Ferne
  • Suche nach Sehenswürdigkeiten (POI) über das Hyundai Navigationssystem
  • Warnung vor leerem Tank samt Hinweisen auf nahegelegene Tankstellen
  • Zustandsberichte über das Fahrzeug
  • Diagnose- und Service-Meldungen
  • Terminabsprache mit Werkstätten und Erinnerungsfunktion
  • erweiterte Pannen- und Notfallhilfe
  • direkter Kontakt zum Blue Link Call Center
  • Suche nach Händlern in der Nähe des aktuellen Standorts
  • Ortsbestimmung des eigenen Fahrzeugs.

Computer-Auto

Nebenbei arbeitet Google nach wie vor an seiner eigenen Vision des selbstfahrenden Autos, interessanterweise auf Basis eines Fahrzeugs der Firma Toyota, die der Open Automotive Alliance nicht angehört. Um den Automobil-Herstellern den Einstieg in die OAA schmackhaft(er) zu machen, dringen darüber jedoch nur noch wenige Informationen nach außen.

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