Nach Rekordverkäufen jetzt Aktivierungs-Server überlastet Verkaufsstart des iPhone 4S mit weiteren Pannen

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Allein die Deutsche Telekom hat bereits am ersten Verkaufstag mehr als 150.000 des neuen iPhone-Modells abgesetzt. Doch noch können nicht alle Kunden ihr Apple-Smartphone nutzen.

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Das iPhone 4S kommt mit iOS5 und dem Online-Dienst iCloud.
Das iPhone 4S kommt mit iOS5 und dem Online-Dienst iCloud.

Am Freitag öffneten die Apple-Stores zwei Stunden früher. In Frankfurt/Main warteten bereits morgens um 8.00 Uhr 1.000 Kunden, in München waren es 650. Etliche hatten sogar die Nacht dort verbracht, um ganz sicher zu gehen, dass sie ein Gerät bekommen.

Wie schon beim Start der Vorbestellungen vor einer Woche zeigte sich auch diesmal die Infrastruktur von Deutscher Telekom und Apple dem Ansturm der Kunden nicht gewachsen. Die notwendige Registrierung des Geräts, die die Nutzung freischaltet, brach öfter mal ab oder wurde nur mit einer Fehlermeldung quittiert.

Doch auch wenn das iPhone 4S freigeschaltet ist, kann mancher Kunde es nicht nutzen. Ein Teil der Micro-SIM-Karten bereitet Probleme, so dass Telefonate abbrechen und die Datenübertragung nur schleppend läuft. Dieses Phänomen tritt unabhängig vom Provider auf. Möglicherweise lässt es sich auf einen bestimmten Kartentyp eingrenzen: Nach unbestätigten Meldungen im Internet soll das Problem nur bei SIM-Karten mit der Bezeichnung N5 auftreten.

Hilfe bei Verbindungsproblemen

Eine erste Lösung bietet die Deaktivierung der SIM-Pinnummer. Die Deutsche Telekom hat dazu eine PDF-Anleitung ins Netz gestellt. Das kann jedoch keine dauerhafte Lösung sein. Apple arbeitet zusammen mit den Providern daran, das Problem zu identifizieren und zu lösen. Möglicherweise wird dazu in Kürze ein iOS5-Update bereitgestellt.

Und wenn es nach den Kunden geht, dann sollte Apple auch gleich noch ein weiteres Feature überarbeiten. Denn im iPhone 4S fehlt die Möglichkeit, die 3G-Datenübertragung (UMTS) gesondert abzuschalten. Dadurch leert sich der Akku schneller.

Beim iPhone 4 konnten die Nutzer noch einstellen, dass die Datenübertragung lediglich GPRS/Edge nutzt, was zum Beispiel für den E-Mail-Empfang völlig ausreicht, aber weniger Sendeleistung verlangt als die UMTS-Bereitschaft. □

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