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Managed Services

„360 Data Management“

Veritas-Werkzeuge für den Daten-Durchblick

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Datenbestände sind abstrakt, aber visualisierbar.
Datenbestände sind abstrakt, aber visualisierbar. (Bild: James Thew - stock.adobe.com)

„Veritas“ ist der lateinische Ausdruck für „Wahrheit“. Zur Wahrheit gehört, dass klassisches Backup zunehmend nur noch ein Teil eines Data-Management-Konzeptes sein kann. Das Unternehmen hat daher viel Zeit und Geld in eine Neuaufstellung investiert.

In der Wahrnehmung wird Veritas in der Regel mit klassischem Backup- und Disaster-Recovery-Geschäft, also mit traditionellem Datensicherungsgeschäft in Verbindung gebracht. Thomas Feil, Channel Director, Veritas Deutschland, setzt dem entgegen, dass sich das Unternehmen längst im Bereich Data-Management bewegt.

Thomas Feil, Director Channel für Zentraleuropa, Veritas
Thomas Feil, Director Channel für Zentraleuropa, Veritas (Bild: Veritas)

„In den vergangenen zwei Jahren haben wir acht Module auf den Markt gebracht, die diese Entwicklung ermöglichten und dank derer wir nun ein ganz anderes Standing und Portfolio im Markt haben“, so Feil.

Neue Ansätze sind gefragt

Dass immer mehr Kunden mit Daten und Workloads in die Cloud streben, bleibt aber nicht ohne Folgewirkungen. IT-Wildwuchs ist so eine Wirkung, mit der neue technische Herausforderungen in der IT-Abteilung oder beim betreuenden Systemhaus-Partner einhergehen, so der Channel-Chef. Zu den zentralen Fragen in dieser Problematik zählen beispielsweise:

  • Wie manage ich Daten und Workloads in der Cloud?
  • Wie bekomme ich Daten und Work­loads rein und wieder raus?
  • Wie funktioniert die Daten- und Workload-Migration von Cloud zu Cloud?
  • Welche Disaster-Recovery-Maßnahmen greifen im Falle eines Failovers beim Cloud-Dienstleister?
  • Wie sieht die Backup-Strategie im Cloud-Umfeld aus, wenn Daten beim Cloud-Anbieter verloren gehen?
Ergänzendes zum Thema
 
Information Map sorgt für visuelle Eindrücke

SD-Datacenter

Zudem gilt die DSGVO naturgemäß sowohl im On-Premises-, als auch im Cloud-­Umfeld, darunter das Recht auf Vergessenwerden, daher werden im Sinne einer IT-Architektur Software-Plattformen für das Data-Management benötigt, mit denen Daten lokalisiert, gemanaged, gesichert und klassifiziert werden können, beispielsweise in Hinblick auf deren Inhalte oder Policies. All dies erfordere ein Umdenken, denn „beim klassischen Backup ist alles vordefiniert, die Applikationen, Datenbanken, Storage und Infrastruktur. Das kann man sich vorstellen, wie wenn ein Stürmer vor dem Tor auf den Pass wartet, den er verwandeln kann. Ein anderer Ansatz, nämlich der eines Software-defined Datacenters, geht mehr in die Richtung eines Spielführers, der den Überblick behält und praktisch überall dort agiert, wo er gebraucht wird.“

Bundles für den Channel

So ein Ansatz (in Richtung Multi-Cloud-Data-Management) heißt bei Veritas „360 Data Management“ und umfasst drei Suiten, die speziell für den Channel-Vertrieb ausgelegt sind. Diese drei Suiten sind ­Fokusprodukte, die zudem mit erhöhten Backend-Rebates einhergehen.

Mit Information Map können Daten in ihrer Verteilung sichtbar gemacht werden – sowohl On-Premises als auch in der Hybrid oder Public Cloud.
Mit Information Map können Daten in ihrer Verteilung sichtbar gemacht werden – sowohl On-Premises als auch in der Hybrid oder Public Cloud. (Bild: Veritas)

Die 360 Bronze-Edition umfasst neben Backup und Archivierung ein so genanntes Infomap-Modul (siehe Kasten, „Ergänzendes zum Thema“), mit dem Daten lokalisiert werden können. Im Prinzip generiert es eine Landkarte des Datenbestandes. Der Channel habe so über das reine Backup-Thema hinaus einen vertrieblichen Fuß in der Tür des Kunden in Hinblick auf Dateninfrastruktur-Themen, findet Feil. Die 360 Silber-Edition beinhaltet neben diesen drei Modulen zusätzlich die Veritas Resiliency Platform (VRP), die es im Sinne von Multi-Cloud-Data-Management und -Compute-Management ermöglicht Daten und Workloads „von A nach B zu schieben“.

Die 360 Gold-Edition umfasst schließlich neben den genannten Modulen noch ein Management-Tool für Software-defined Storage. Alle drei Suiten gibt es als reine Software-Version sowie NetBackup und ­Veritas Access und Flex auch vorinstalliert und vorkonfiguriert auf einer Hardware-Appliance. „Preislich sind die Bundles gegenüber den Einzelprodukten sehr attraktiv. So ist beispielsweise vom Listenpreis her die Bronze-Edition nur 15 Prozent teurer als die NetBackup-Lizenz alleine“, verrät Feil. „Ferner gibt es für diese Bundles im Channel-Bereich einen doppelt so hohen Backend-Rebate.“

Kanalarbeiten

Das Schulungsangebot hat Veritas umgestellt: „Waren Zertifizierungen früher in der Regel mit Vor-Ort-Schulungen verbunden, geschieht das heute hauptsächlich online. Zudem haben wir zu vielen Themenbereichen Erklärvideos erstellt und darüber hinaus virtuelle Labs eingerichtet, in denen unsere Partner nach einem Login Software und Konfigurationen testen können“, so Feil.

Etwa 90 Prozent des Veritas-Umsatzes in Deutschland werden über den indirekten Vertriebsweg generiert. „Wir arbeiten mit den Distributoren Ingram Micro, Tech Data und Tim zusammen, die beim Onboarding helfen, Bundles schnüren und in Sachen Marketing helfen. Tim hat zudem einen Professional Service für Veritas-Produkte, der vor Ort in Projekten hilft.“ Im April wurde das Channel-Programm PartnerForce auf ein neues Fundament gestellt. Erklärte Ziele waren es, die Margensituation im Channel zu verbessern und die Eintrittshürden zu vereinfachen, so der Channel-Chef. „Ferner haben wir Möglichkeiten optimiert, das Veritas-­Geschäft zu steuern, beziehungsweise Themen voranzutreiben.“ So wie es bei den „360er-Suiten“ getan wird.

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