Cancom Jahresergebnis 2025 Verhaltener Optimismus bei Cancom

Von Margrit Lingner 2 min Lesedauer

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Trotz leichtem Rückgang des Konzernumsatzes konnte Cancom den Rohertrag auf 697 Millionen Euro steigern. Im laufenden Jahr will der IT-Dienstleister wieder zurück auf Wachstumskurs. Digitalisierung und AI-Transformation gehören dabei zu den wichtigen Treibern.

Cancom-CEO Rüdiger Rath geht davon aus, dass der IT-Dienstleister 2026 verhalten wachsen wird.(Bild:  Cancom)
Cancom-CEO Rüdiger Rath geht davon aus, dass der IT-Dienstleister 2026 verhalten wachsen wird.
(Bild: Cancom)

Cancom hat die vorläufigen Zahlen zum Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Dank der Belebung im zweiten Halbjahr, die sich im Schlussquartal weiter verstärkte, schließt der IT-Dienstleister das Geschäftsjahr 2025 mit einem Konzern-Umsatz von 1,71 Milliarden Euro (Vorjahr 1,74 Mrd. Euro) ab. Dabei konnte der Rohertrag auf 697 Millionen Euro (Vorjahr 694 Mio. Euro) gesteigert werden.

Die anhaltende Dynamik habe im 4. Quartal 2025 im operativen Geschäft zu einem EBTIDA von 38,9 Millionen Euro geführt. Enthalten darin sind Einmaleffekte aus einer Sale-and-Leaseback-Transaktion im Segment „International“ sowie Restrukturierungen und einmalige Projektaufwendungen im Segment „Deutschland“, die sich im Ergebnis im Wesentlichen kompensieren.

Kaufzurückhaltung in Deutschland

In Deutschland hat sich Cancom zufolge die Kaufzurückhaltung der Kunden sowohl im Mittelstand als auch im öffentlichen Sektor deutlich ausgewirkt. Der Umsatz fiel um 3,7 Prozent auf 1,09 Milliarden Euro (Vorjahr 1,13 Mrd. Euro). Etwas besser ist das internationale Geschäft gelaufen. Der Umsatz konnte dabei um 3,2 Prozent auf 622,1 Millionen Euro (Vorjahr 603 Mio. Euro) gesteigert werden.

„Die strukturellen Treiber der Digitalisierung bleiben stark: Unternehmen und öffentliche Institutionen investieren weiterhin in leistungsfähige, sichere und souveräne IT-Infrastrukturen sowie in die Nutzung von Artificial Intelligence. Mit unserer klaren strategischen Ausrichtung und unserem integrierten Portfolio sind wir hervorragend positioniert, diese Transformation unserer Kunden nachhaltig zu begleiten“, so Rüdiger Rath, CEO bei Cancom.“

Prognose für 2026: KI und Digitalisierungsvorhaben

Cancom geht davon aus, dass grundlegende Digitalisierungsvorhaben der Kunden unverändert stabil bleiben. Unternehmen und öffentliche Institutionen müssten ihre IT-Infrastrukturen resilienter, sicherer und leistungsfähiger ausrichten, um den steigenden Anforderungen an Datenverarbeitung, Cybersecurity und regulatorischen Vorgaben gerecht zu werden. Gleichzeitig eröffne der verstärkte Einsatz von KI zusätzliche Potenziale für Effizienz und Innovation.

Gleichzeitig zeichnen sich deutliche Preiserhöhungen sowie Unsicherheiten in der Verfügbarkeit von IT-Komponenten ab. Auch wenn die konkrete Ausprägung derzeit schwer absehbar ist, dürfte sie die Geschäftsentwicklung in 2026 beeinflussen. Doch sollten enge und langjährige Partnerschaften mit führenden Technologieherstellern ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil sein. So prognostiziert der Cancom-Vorstand einen Umsatz von 1,75 bis 1,85 Milliarden Euro.

Ähnliche Geschäftsentwicklungen im laufenden Jahr erwartet auch die Konkurrenz. Bechtle rechnet mit einem Umsatzplus von bis zu 5 Prozent. Trotz eines schwierigen geopolitischen Umfelds und der Verknappung von Hardwarekomponenten blickt Computacenter ebenfalls zuversichtlich auf das Jahr 2026.

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