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Business Continuity

Veeam Hyper-Availability Platform

Veeam investiert in IT-Automatisierung

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Intelligentes Daten-Management berücksichtigt auch Systemausfälle.
Intelligentes Daten-Management berücksichtigt auch Systemausfälle. (Bild: kirill_makarov - stock.adobe.com)

Verfahren wie die Einbindung selbstlernender Systeme soll die IT der Zukunft stabiler und sicherer machen. Auch soll so eine Art doppelter Boden für Administratoren etabliert werden, der vor menschlichen Fehlern schützt. Veeam sieht sich hier inzwischen gut aufgestellt.

Eine Kombination aus Datenanalysen, dem Erkennen von Verhaltensmustern, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen soll Unternehmen mittelfristig in die Lage versetzen, ihr Datenmanagement in hohem Maße zu automatisieren. Veeam-intern wird vor diesem Hintergrund seit ungefähr einem Jahr in einem fünfstufigen Modell gedacht, das folgende Ebenen umfasst:

  • 1. Backup
  • 2. Gruppierung
  • 3. Transparenz
  • 4. Orchestrierung
  • 5. Automatisierung.

Michael Gerich, Director Channels CEMEA bei Veeam Software
Michael Gerich, Director Channels CEMEA bei Veeam Software (Bild: Veeam)

Michael Gerich, Director Channels CEMEA bei Veeam Software, erläutert: „Unsere Partner können sukzessive in das Thema ‚Intelligentes Datenmanagement‘ hineinwachsen und sich an den fünf Stufen orientieren.“ Noch komme der größte Umsatz aus dem Backup-Umfeld, aber mit Monitoring, Orchestrierung und weiteren Datenmanagement-Aufgaben wird das Geschäft interessanter und in aller Regel auch lukrativer, so der Channel-Chef. Über den Daumen gepeilt benötigt ein Backup-Projekt ein bis zwei Tage Installation und Integration. An der Veeam Availability Suite, die alle Stufen umfasst, hänge vergleichsweise mehr Umsatz und damit mehr Marge sowie mehr Integrationsaufwand und die Möglichkeit, Workshops und andere Dienstleistungen zu vermarkten.

Das Stufenmodell

Die erste Stufe, also das Backup, wird bei Veeam mit klassischer Snapshot-Technologie abgedeckt. 70 bis 80 Prozent der Umsätze werden noch in diesem Umfeld getätigt. Konkret steht das Produkt „Veeam Backup & Replication“ dahinter. „Aber viele Kunden steigen auch direkt mit der Veeam Availability Suite ein“, so Gerich. „Bei Stufe zwei geht es um ‚Gruppierung‘. Darunter versteht man bei Veeam die Aggregation mit Datensicherungen, bei der alle Speicherorte zentral verwaltet werden, was auch der Qualität von Analysen zugute komme. Produktseitig wird das von ­‚VeeamONE‘ abgedeckt – eine Lösung, die auch außerhalb der Suite als Einzelprodukt erhältlich ist und Berichtsfunktionen, unter anderem für die Management-Ebene, bereitstellt. Wenn diese Lösung eine Zeit lang läuft – sagen wir zwei bis vier Monate –, dann kann sie außerdem mit Hochrechnungen für die IT-Planung dienen (siehe Kasten). „Ab Stufe drei kommen wir in den Bereich, in dem ein Wechsel vom klassischen regelbasierten Ansatz zum ereignisgesteuerten Ansatz stattfindet. Wir haben diese Stufe mit ‚Transparenz‘ umschrieben.

Überblick behalten

Konkret geht es dabei um Monitoring und Dashboard-Ansichten, die einen Überblick über die IT und deren Optimierung ermöglichen“, erläutert Gerich. Stufe vier dreht sich um Orchestrierung auf Basis der „Veeam Hyper-Availability Platform“, die es ermöglicht Daten, Apps und Cloud-Aktivitäten zu orchestrieren, also alle Vorgänge rund um Private, Managed und Public Cloud, Edge- und IoT-Daten, SaaS und die physischen Workloads zu koordinieren. „Bei Stufe fünf sprechen wir von Automatisierung, beziehungsweise automatisierter Orchestrierung. Hierbei reagiert das System ereignisbasiert auf bestimmte Vorgänge. Wenn sich beispielsweise ein Ausfall ­abzeichnet, werden automatisiert Maßnahmen angestoßen, die den Betrieb auf Ersatzsystemen weiter ermöglichen“, beschreibt der Channel-Chef. Es geht hierbei zum Beispiel um Sicherheitsmaßnahmen bei ungewöhnlichen Aktivitäten. Für diese ereignisgesteuerte Automatisierung setzt Veeam zukünftig auch auf künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

Partnerprogramme

Das ProPartner-Programm von Veeam ist klassisch aufgebaut. Die rund 5.900 Reseller in Deutschland teilen sich ein in die Stufen Registered – hier reicht eine einfache Anmeldung – über die Stufen Silber und Gold, die jeweils mit steigenden Anforderungen im Hinblick auf Umsatz und Zertifizierungen, aber auch Benefits einhergehen, bis hin zum Platinum-Status, der auf Einladung strategischen Partnern vorbehalten ist. Für „Veeam Cloud Service Provider“ – kurz VCSP – gibt es ein eigenes Partnerprogramm für Hoster, das ähnlich aufgebaut ist. Und „Veeam Accredited Service Partner “– kurz VASP – leisten Services für eigene Projekte, Projekte anderer Partner oder Endkunden-Installationen – auch dafür wurde ein eigenes Partnerprogramm mit entsprechenden Schulungen und Strukturen eingerichtet.

Ergänzendes zum Thema
 
Der Blick in die Zukunft des IT-Systems

Zukunftsprojekt Automatisierung

Die Distribution spielt im Veeam-Ökosystem eine besonders wichtige Rolle, „da ihr die Rolle als Kombinierer zukommt“, so Gerich. Wenn beispielsweise Geschäft mit verschiedenen Herstellern, wie etwa Quantum und Veeam gemeinsam im Sinne von Bundles, aber auch Schulungen oder Marketing vorangetrieben wird, liegt das in der Hand der Distribution. Veeam arbeitet hierzulande mit Arrow ECS, Tech Data Azlan und Ingram Micro zusammen. Gerich geht davon aus, dass sich Automatisierung in rund zehn Jahren auch bei kleinen Unternehmen durchgesetzt haben wird: „Das ist noch eine Menge Zeit, aber es ist gut, dass wir uns produktseitig schon so zukunftssicher positioniert haben.“

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