Der nächste Schritt in der Evolution der USB-Technologie USB 3.0 steht in den Startlöchern

Autor / Redakteur: Daniel Feldmaier und Philipp Ilsemann / Philipp Ilsemann

Die nächste USB-Generation steht bereit. USB 3.0 soll einen Datendurchsatz von fünf Gigabit pro Sekunde erreichen. Abwärtskompatibilität ist allerdings nur bis USB 2.0 sichergestellt, und auch bei Kabeln und Steckern gibt es Veränderungen.

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USB 3.0 läuft beim USB Implementers Forum (USB-IF) unter der Bezeichnung »Super Speed«.
USB 3.0 läuft beim USB Implementers Forum (USB-IF) unter der Bezeichnung »Super Speed«.
( Archiv: Vogel Business Media )

Inzwischen stehen sie fest, die Spezifikationen für den USB-3.0-Standard. Nach zahlreichen Verzögerungen hat die USB-3.0-Promoter-Group die Weichen für das so genannte »Super Speed«-USB gestellt. Die Gruppe bestehend aus Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, NEC, NXP und Texas Instruments hat den Standard an das USB Implementers Forum (USB-IF) übergeben, das den USB-Standard weltweit vorantreibt. Die nun erarbeiteten technischen Daten ermöglichen es den Komponenten-Herstellern, die neue USB-Technik zu produzieren und auf den Markt zu bringen.

USB 3.0 bringt dem beliebten USB-Standard eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung und gewährleistet gleichzeitig die Abwärtskompatibilität mit Millionen USB-fähigen PCs. Es sollen zehnfach höhere Datentransferraten als bei High-Speed-USB (USB 2.0) möglich sein. Auch wenn es noch keine offizielle Geschwindigkeitsdaten gibt, so gelten in der Branche fünf Gigabit pro Sekunde als realistische Größe. Zum Vergleich: USB 2.0 bringt es auf »nur« 480 Megabit pro Sekunde. Die Ur-Standards USB 1.0 (1,5 Mbit/s) und 1.1 (12 Mbit/s) liegen noch weiter zurück.

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Ein Gigabyte in 3,3 Sekunden

Mit der neuen »Super Speed« soll es künftig möglich sein, ein Gigabyte an Daten in nur 3,3 Sekunden auf ein Flash-Medium oder eine externe Festplatte zu übertragen. Selbst ein ganzer HD-Film mit 25 Gigabyte würde es in 70 Sekunden durch die Leitung schaffen, während USB-2.0-Nutzer für solche Datentransfers noch knapp 14 Minuten benötigen.

Die für die Übertragung verwendeten Kabel bleiben dabei entgegen ursprünglicher Planungen auf Kupferbasis. Änderungen gibt es dagegen bei den Steckern. Der »Standard-A-Connector« sieht zwar aus wie zuvor, am hinteren Ende bekommt er für die neuen USB-3.0-Funktionen jedoch zusätzliche Pins spendiert. Künftig ist es also nötig, um die volle Geschwindigkeit des Standards ausnutzen zu können, den Stecker bis zum Anschlag in die USB-Buchse einzuführen.

Der Standard-B-Connector und der Mini-USB-Stecker werden etwas größer als ihre Vorgänger (siehe auch die Bildergalerie). Die Eingangsbuchsen sind allerdings mit dem 2.0-Standard kompatibel. Generell sollen alle USB-3.0-Geräte auch mit USB-2.0-Kabeln und -Ports arbeiten, natürlich mit reduzierter Geschwindigkeit. Besitzer alter 1.0- oder 1.1-Hubs dürfen jedoch nicht damit rechnen, ihre Ports weiterhin mit 3.0-Komponenten nutzen zu können.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wann mit der Einführung von USB 3.0 zu rechnen ist.

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