Abmahngefahr Urteil: Unzulässige Frage nach Zufriedenheit des Kunden

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Katrin Hofmann / Katrin Hofmann

Wer mit seinen Kunden telefoniert um zu fragen, ob sie mit der Abwicklung des vergangenen Auftrags zufrieden waren, kann unter Umständen abgemahnt werden.

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Mit dem Urteil wurden die Marketeers abgestraft.
Mit dem Urteil wurden die Marketeers abgestraft.
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Im aktuellen Fall, der beim Oberlandesgericht Köln verhandelt wurde, hatte ein Kunde bei seinem Service-Betrieb seine Handynummer „für den Fall der Fälle“ hinterlassen, wie unter anderem die Kanzlei Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte jüngst berichtete. Anschließend sei er von einem beauftragten Marktforschungsinstitut angerufen worden – angeblich um die Kundenzufriedenheit zu erforschen.

Die Beschwerde des Kunden bei der Wettbewerbszentrale war von Erfolg gekrönt. Diese schickte dem Unternehmen laut Wilde Beuger Solmecke Rechtsanwälte eine Abmahnung und verklagte den Betrieb auf Unterlassung. Sowohl gegenüber Verbrauchern als auch Gewerbetreibenden sei ein solches Vorgehen unzulässig (Aktenzeichen: 6 U 191/11).□

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