Partner-Event in Frankfurt am Main Updates für den Lenovo-Channel

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Geballte Infos für Systemhaus- und Reseller-Partner gab es auf dem „Lenovo Channel Partner Event 2013“ in Frankfurt am Main. Die strategische Ausrichtung und Produktankündigungen (Smartphones) standen ebenso auf der Agenda wie aktuelle Martkzahlen. Und was die Cloud angeht, legte Lenovo ein bodenständiges Bekenntnis ab.

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Robert Pasquier, Executive Director und Head of Channel, Deutschland und Österreich
Robert Pasquier, Executive Director und Head of Channel, Deutschland und Österreich
(Bild: IT-BUSINESS)

Hardware-Hersteller Lenovo verpasste seinen Channel-Partnern in Frankfurt am Main ein informelles Update sowohl im großen Bild, als auch im Detail. Außerdem bedankte sich das Unternehmen bei dieser Gegelenheit für das Vertriebsengagement der Partner.

Stefan Engel, der zum ersten August vergangenen Jahres als neuer Vice President und General Manager für die DACH-Region anheuerte, hat sich nach 17 Jahren beim Konkurrenten Acer inzwischen bei Lenovo eingewöhnt. Die rasche Anpassungsfähigkeit in Hinblick auf Prozesse und Produkte habe ihn bei Lenovo beeindruckt. Auch das Teamfeeling gefällt ihm – betont fair stellte Engel aber klar, dass er damit nicht zum Ausdruck bringen will, dass dieses bei seinem früheren Arbeitgeber schlechter war.

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PC-Vendor im weiteren Sinne

Was die strategische Ausrichtung angeht betonte Channel-Chef Robert Pasquier, in Hinblick auf die Cloud-getriebene IT-Welt: „Wir sind ein PC-Vendor und bleiben ein PC-Vendor.“ Services mache Lenovo im bei Garantien, sonst liege dieses Segment im Wirkungsbereich der Partner. Für das Computing-Paradigma „Cloud Computing“ will Lenovo also Hardware liefern und grenzt sich dahingehend von einigen Wettbewerbern ab, als dass man keine Schwerpunkte bei „Whatever as a Service“ aus eigenen Rechenzentren setzen will.

Der Begriff „PC-Vendor“ ist dabei allerdings weit gefasst zu verstehen und beinheltet im Grunde alle Geräteklassen. Aufgrund von Marktanalysen (IDC) geht man bei Lenovo davon aus, dass bereits Im Jahr 2014 etwa genauso viele Tablets wie Notebooks verkauft werden. Dem entsprechend werde man die eigene Strategie anpassen. Der chinesische Konzern, der westliche Gefielde in erster Linie durch die Übernahme der PC-Sparte von IBM eroberte, führt neue Produkte erfahrungsgemäß erst im asiatischen Heimatmarkt ein und später andernorts.

Selbstkritisch wurde gegenüber den Channel-Partnern eingeräumt, dass man bei den Tablets, die seit zwei Quartalen angeboten werden, vergleichsweise spät dran gewesen sei. Jetzt gehe das Volumen bei den Verkäufen aber nach oben, so Pasquier. 2014 werde man mit Smartphones in Deutschland starten und sich gleich von Beginn an als Premium-Brand positionieren. Ein Anspruch, der produktübergreifend gilt – schon heute investiere man Millionenbeträge beispielsweise in Show-Fläche an Flughäfen.

Marktzahlen

Zurückblickend bedankten sich die Vertreter des Lenovo-Managements mehrmals bei den geladenen Systemhäusern wegen der zahlenmäßigen Vertriebserfolge.

Wie IT-BUSINESS berichtete, konnte Lenovo im schwierigen ersten Quartal dieses Jahres, in dem hierzulande der PC-Markt um knapp 20 Prozent einbrach, Erfolge verbuchen: Seit drei Quartalen ist das Unternehmen laut Gartner die Nummer 1 im deutschen Markt. Der chinesische Hersteller hatte hierzulande einen Rückgang um nur 5,2 Prozent zu verzeichnen, im Consumersegment legte Lenovo um zwei Prozent zu. Auch bei Tablets sei man sich auf dem richtigen Weg. Im Consumer-Umfeld sieht sich Lenovo dort auf Platz 5; im Commercial-Bereich auf Platz 7. Bei Servern betrage der Marktanteil etwa drei Prozent. Ein „relevanter Vendor“ will man hier in etwa drei Jahren sein. Ein strategisch wichtiger Meilenstein sei zudem das gegenwärtige Re-Branding von Storage-Produkten hin zu „Lenovo/EMC“, die sich aus der Allianz der IT-Schwergewichte ergibt.

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