Überblick für die Reiseplanung Update: Sommerurlaub in Europa – Was geht und was nicht?

| Aktualisiert am 26.08.2021Autor / Redakteur: dpa-AFX / Heidi Schuster

Die Corona-Pandemie erschwert auch in diesem Sommer das Reisen in Europa – zumal die Delta-Variante weiter um sich greift und so manche Länder von der vierten Welle erfasst worden sind. Der Umgang mit dem Coronavirus ist höchst unterschiedlich.

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Die Regeln bei der Ein- und Rückreise deutscher Urlauber gehen teils weit auseinander.
Die Regeln bei der Ein- und Rückreise deutscher Urlauber gehen teils weit auseinander.
(Bild: Pixabay)

Noch sind die Sommerferien in etlichen Bundesländern in vollem Gange – ein paar Wochen für den Sommerurlaub bleiben also noch. Doch die Corona-Pandemie macht es Reisenden nicht überall leicht. Der Umgang mit dem Virus in Europa ist höchst verschieden. Einige Länder lockern, anderer verschärfen die Regeln, mancherorts gelten Vorteile für Geimpfte. Ein Überblick, was bei der Reiseplanung zu bedenken ist:

Baltische Staaten

In Estland, Lettland und Litauen hat sich das öffentliche Leben mit Lockerung der zuvor strengen Corona-Regeln weitgehend normalisiert. Weiter gibt es aber Auflagen in einigen Bereichen – teils mit Vorrechten für nachweislich Geimpfte und Genesene. Zugleich sind eine zunehmende Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und eine Verlangsamung des Impftempos zu beobachten. Erste neue Einschränkungen wurden daher beschlossen. Wer von Deutschland oder aus anderen EU-Ländern einreist, muss sich registrieren. Einreisende aus Ländern mit höheren Infektionszahlen müssen unter Umständen einen negativen Corona-Test vorlegen und in Quarantäne. In Estland sind Einreisende aus Deutschland aktuell von beiden Vorgaben befreit, in Lettland und Litauen müssen Nicht-Geimpfte einen negativen Corona-Test vorweisen.

Belgien

Einreisende müssen vorab online ein Formular ausfüllen - außer, man bleibt weniger als 48 Stunden im Land und kommt mit dem Auto oder der Bahn von Deutschland nach Belgien. Wer aus einem Gebiet mit höheren Infektionszahlen kommt, muss unter Umständen in Quarantäne, jedoch gilt die Bundesrepublik derzeit nicht als Risikogebiet. Strengere Hygieneregeln wegen seit Wochen steigender Fallzahlen wurden bislang nicht angekündigt. Jedoch trifft sich am Freitag der Corona-Ausschuss der Regierung, um über weitere Schritte zu beraten.

Bulgarien

Hotels, Restaurants, Cafés sowie Fitnesszentren, Kinos und Museen heißen Besucher willkommen – unabhängig davon, ob sie geimpft sind, eine Infektion überstanden haben, getestet sind oder nichts davon. Die Corona-Fallzahlen steigen, doch bislang wurden keine Lockerungen zurückgenommen. Maskenpflicht gilt in Geschäften, Banken und öffentlichen Verkehrsmitteln. Urlauber aus Deutschland und den meisten EU-Staaten dürfen mit einem Impf-, Genesungs- oder Testzertifikat einreisen. Kinder unter zwölf Jahren sind von dieser Regelung befreit. Aus deutscher Sicht ist Bulgarien kein Risikoland; Reiserückkehrer müssen nicht in Quarantäne.

Dänemark

In Dänemark sind nach den Ferien die Neuinfektionszahlen wieder gestiegen, was aber nicht als dramatisch angesehen wird, weil es kaum noch Todesfälle gibt, die in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung stehen. Das öffentliche Leben in Dänemark läuft fast wieder normal. Die Gesundheitsbehörden empfehlen nun, Abstand zu halten, wo es möglich ist. Die Ein-Meter-Regel wurde aufgehoben. Auch in Bussen oder Bahnen muss man keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen. Deutsche können auch dann Dänemark-Urlaub machen, wenn sie noch nicht geimpft sind, müssen an der Grenze aber einen negativen Test vorzeigen.

Frankreich

Die Infektionslage ist bis auf die stark betroffenen Überseegebiete stabil. Zwei Regionen und die Insel Korsika stuft Deutschland weiter als Hochrisikogebiet ein. Bei der Einreise nach Frankreich ist ein negativer Test, ein Impf- oder Genesungsnachweis erforderlich, ebenso für Fahrten mit dem Reisebus oder Fernzug. Dasselbe gilt für den Besuch von Bars, Restaurants, Museen sowie große Einkaufszentren. Als Nachweis wird dazu ein digitaler „Gesundheitspass“ – eine Handy-App – verwendet, darin lässt sich auch der deutsche Impfnachweis speichern. In einzelnen Gegenden gibt es strengere Regeln wie eine Maskenpflicht im Freien.

Griechenland

In Griechenland sind die Corona-Zahlen örtlich weiterhin hoch. Seit Dienstag werden Kreta und die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos und Naxos deshalb von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet einstuft. Nach der Rückkehr von dort nach Deutschland müssen Urlauber für zehn Tage in Quarantäne, sofern sie nicht nachweislich geimpft oder genesen sind. Die Quarantäne kann nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden. Vor Ort gibt es zum Teil Mini-Lockdowns, so etwa auf Kreta, wo bis auf wenige Ausnahmen ein Ausgehverbot zwischen 1.00 Uhr und 6.00 Uhr für die Regionen Chania, Rethymno und Iraklio besteht.

Vor der Einreise nach Griechenland geben Besucher auf der Website https://travel.gov.gr/#/ ihre Daten ein und erhalten einen QR-Code zur Nachverfolgung. Außerdem müssen sie einen negativen Schnelltest vorlegen oder voll geimpft sein. Das gilt auch für Kinder ab zwölf Jahren.

Großbritannien

Mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von knapp 300 liegen die Infektionszahlen in Großbritannien weiterhin auf sehr hohem Niveau, stagnieren aber seit einer Weile in diesem Bereich. Da für vollständig geimpfte Einreisende aus der EU und den USA mittlerweile lockere Einreiseregeln und keine Quarantänepflicht mehr gelten, sieht man in London nach langer Zeit wieder einige Sightseeing-Busse mit Touristen durch die Straßen fahren. Vor der Einreise ist weiterhin ein Test notwendig, außerdem muss für den zweiten Tag nach der Ankunft ein kostenpflichtiger PCR-Test gebucht werden. Großbritannien gilt aus deutscher Sicht weiterhin als Hochrisikogebiet, daher können nur Geimpfte eine Quarantäne nach der Rückkehr vermeiden.

Irland

In Irland haben vollständig Geimpfte - etwa in der Gastronomie oder bei privaten Treffen - deutlich mehr Freiheiten als Ungeimpfte. Aufgrund wieder steigender Corona-Zahlen gelten teilweise noch immer Obergrenzen, wie viele Menschen sich treffen und etwa zusammen ins Restaurant gehen dürfen. Dort muss auch ein Impfnachweis vorgelegt werden. Für Reisende aus der EU mit Nachweis eines EU-Impfzertifikats gilt nach der Einreise keine Quarantänepflicht mehr. Nur Ankommende aus Ländern mit besonders hohen Fallzahlen oder gefährlichen Varianten müssen sich verpflichtend im Hotel isolieren. Bei der Rückkehr nach Deutschland muss ein negativer Test oder ein Impfnachweis vorgelegt werden.

Italien

In dem Mittelmeerland steigen die täglichen Corona-Fallzahlen leicht an. Corona-Patienten auf den Intensivstationen haben laut Gesundheitsexperten meist keine Impfung gegen Covid-19. Wer nach Italien einreist, sollte beachten, dass man einen Corona-Impfnachweis oder einen negativen Test braucht oder nachweislich von der Krankheit genesen sein muss, um innen im Restaurant essen zu dürfen oder in ein Museum zu gehen. Ab dem 1. September sollen diese als Grüner Pass bezeichneten Nachweise auch in Inter-City-Zügen, Fähren und bestimmten Langstrecken-Busverbindungen kontrolliert werden. Wer nach Italien reist, braucht ein Einreiseformular sowie den Grünen Pass – digital oder ausgedruckt. Bei der Rückreise nach Deutschland sind ein Impf- oder Genesungsnachweis oder ein negativer Corona-Test nötig.

Kroatien

Das beliebte Urlaubsland verlangt von Touristen eine Bescheinigung, die belegt, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind. Hotels empfangen Gäste ohne Einschränkungen. Gaststätten dürfen in ihren Innenbereichen bewirten; ausgenommen sind Cafés ohne Speisenangebot, die nur draußen bedienen dürfen. Die Teilnehmerzahl öffentlicher Versammlungen ist eingeschränkt. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist um ein Sechstel höher als in Deutschland – in Dalmatien ist sie höher, in Istrien weit niedriger.

Luxemburg

In Luxemburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Wochen rückläufig. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt unter 50. Nach wie vor hält das Großherzogtum an etlichen Schutzmaßnahmen fest: So gilt die Maskenpflicht in vielen öffentlichen Bereichen, zum Beispiel in Bussen und Bahnen. Hotels, Gastronomie und Kulturstätten sind geöffnet. Bei der Einreise von Deutschland nach Luxemburg gelten derzeit keine größeren Einschränkungen. Nur Flugreisende müssen einen negativen Corona-Test vorlegen. Impf- oder Genesenen-Nachweise sind ebenfalls zulässig.

Malta

Im kleinsten EU-Land bleiben die täglichen Infektionszahlen stabil, während immer mehr Menschen gegen Covid-19 geimpft sind und die Regierung Beschränkungen weiter lockert. An Veranstaltungen dürfen nun maximal 300 Menschen teilnehmen und bis Ende August dann 500. Rund 90 Prozent der zu Impfenden sind voll immunisiert. Ein Impfnachweis ist erforderlich, um nach Malta einreisen zu können. Für die Rückreise nach Deutschland ist ein negativer Corona-Test oder ein Nachweis über eine Impfung beziehungsweise Genesung nötig.

Niederlande

Die Niederlande sind kein Hochrisikogebiet mehr, daher ist auch die Quarantänepflicht für Rückkehrer aufgehoben. Aber die Zahl der Neuinfektionen und der Patienten in Krankenhäusern bleibt hoch. Dennoch ist das öffentliche Leben kaum eingeschränkt. Discos und Nachtclubs sind geschlossen, Festivals untersagt. Gaststätten müssen um Mitternacht schließen. Doch ansonsten sind Museen, Theater, Zoos und Kinos geöffnet, ebenso Restaurants und Geschäfte. Maskenpflicht gilt nur für Busse, Bahnen und Flughäfen. Kann bei Veranstaltungen kein Sicherheitsabstand eingehalten werden, kann von Besuchern ein negatives Testergebnis oder ein Impfnachweis verlangt werden.

Norwegen

In Norwegen hat die Zahl der Neuinfektionen wieder das Niveau vom Mai erreicht. Da die Impfquote aber relativ hoch ist, macht man sich keine großen Sorgen. Nur wenige Infizierte müssen im Krankenhaus behandelt werden. Geschäfte und Lokale sind fast überall im Land ohne Einschränkung geöffnet. Das Tragen von Masken in Bussen und Bahnen ist nicht mehr Pflicht. Da Deutschland als ein grünes Land gilt, sind Urlauber in Norwegen willkommen. Reibungslos ist die Einreise aber nur für Geimpfte und Genesene. Alle anderen müssen eine Einreiseanmeldung ausfüllen und an der Grenze einen Schnelltest machen.

Österreich

Angesichts steigender Fallzahlen müssen Ungeimpfte sich in der Hauptstadt Wien ab 1. September öfter testen lassen als bisher. Antigen-Schnelltests sind nur mehr 24 Stunden lang als Eintrittskarte für Hotels, Gastronomie und Veranstaltungen gültig; PCR-Tests nur mehr 48 Stunden. Im Rest des Landes sowie für die Einreise gelten sie für jeweils 48 und 72 Stunden. Geimpfte und Genesene dürfen auch überall hinein („3G-Regel“). Maskenpflicht herrscht in Österreich hauptsächlich nur noch in Supermärkten und im öffentlichen Verkehr; in Wien müssen in allen Geschäften Mund und Nase bedeckt werden.

Polen

Bei der Einreise aus EU-Staaten gilt zwar eine zehntägige Quarantäne. Doch befreit davon sind Einreisende mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, sowie vollständig Geimpfte und nachweislich Genesene. Einkaufszentren, Hotels, Museen und Kunstgalerien sind unter Hygieneauflagen geöffnet. Restaurants dürfen Gäste bedienen, in Innenräumen aber nur mit 75 Prozent Kapazität. Weil Geimpfte bei den Kapazitätsbeschränkungen nicht mitgezählt werden, bekommen sie leichter ein freies Hotelzimmer oder einen freien Tisch. Fitnessstudios und Hallenbäder sind in Betrieb. Bei Feiern sind maximal 150 Gäste erlaubt. In Innenräumen sowie in Bussen und Bahnen gilt Maskenpflicht. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums zuletzt knapp über 200. Die Delta-Variante ist demnach mittlerweile für 86 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich.

Portugal

Die Lage wird immer besser: Die 14-Tage-Inzidenz ging nach dem Sommer-Höchststand von knapp 438 vor vier Wochen inzwischen auf 310 zurück. Am Montag wurden viele Einschränkungen deshalb vorzeitig gelockert. Aber noch immer gibt es unter anderem eine Maskenpflicht auch im Freien. Und zum Besuch der Innenbereiche vieler Einrichtungen muss ein Impfzertifikat oder ein negativer Test vorgelegt werden. Bei der Einreise muss jeder, der nicht geimpft oder genesen ist, ab dem Alter von zwölf Jahren einen negativen Test vorlegen. Inzwischen sind nur noch die Algarve und Lissabon als Hochrisikogebiete eingestuft. Bei der Rückreise aus diesen Regionen müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden.

Rumänien

Deutsche Touristen brauchen in dem südosteuropäischen Land weder Impf- noch Testnachweis und müssen auch nicht in Quarantäne. Die Gastronomie ist uneingeschränkt geöffnet. Im Freien und damit auch an Stränden gelten Abstandspflichten. Ein Mund-Nasen-Schutz muss nur in geschlossenen öffentlichen Räumen getragen werden. Abhängig von der Corona-Inzidenz kann es an einzelnen Orten aber jederzeit zu Einschränkungen kommen, auch zur Beschränkung der Gästezahl in Restaurants. Clubs, Diskotheken, Spielhallen und Bars sind nur für vollständig Geimpfte geöffnet.

Schweden

Die Schweden haben die Corona-Lage recht gut in den Griff bekommen, die Zahlen sind seit Juni niedrig. Die Beschränkungen des öffentlichen Lebens haben sich in dem Land mit seinem genau beäugten Corona-Sonderweg ohnehin in Grenzen gehalten. Eine Maskenpflicht gibt es nicht, auch sonst lässt es sich mit den bestehenden Einschränkungen ganz gut leben. Für Reisende aus Deutschland und anderen EU-Ländern gilt: Man muss einen maximal 72 Stunden alten negativen Test vorweisen, es sei denn, man ist geimpft oder hat eine Infektion überstanden.

Schweiz

Die Zahl der Corona-Infizierten auf den Intensivstationen steigt rasant, deshalb wird überlegt, die Corona-Auflagen zu verschärfen. Anders als jetzt könnte es dann nötig sein, bei einem Besuch in Restaurants, Bars, Fitnesscentern und Kultureinrichtungen einen Nachweis über eine Genesung, eine Impfung oder ein negatives Testergebnis vorzulegen. Bislang ist dies nur in Diskotheken, Tanzlokalen und bei Großveranstaltungen nötig. Die endgültige Entscheidung steht noch aus. Das EU-Zertifikat wird anerkannt. In Innenräumen wie Geschäften, Restaurants, Theatern, Sporthallen und im öffentlichen Verkehr gilt Maskenpflicht. Flugpassagiere ohne Zertifikat brauchen zur Einreise einen negativen Corona-Test. Auf dem Landweg ist die Einreise ohne Auflagen möglich.

Slowakei

Für ungeimpfte Einreisende gilt eine Quarantänepflicht, von der man sich frühestens nach fünf Tagen mit einem Test befreien kann. Die Regierung begründet dies mit der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus und will damit zugleich die geringe Impfbereitschaft anheben. Auch Geimpfte müssen sich vor der Einreise online registrieren. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sowie bei Massenveranstaltungen auch im Freien gilt Maskenpflicht. Gastwirte können selbst entscheiden, ob sie von Gästen einen Impfnachweis verlangen oder wie bisher nur eine bestimmte Anzahl Personen zulassen.

Slowenien

Reisende müssen beim Grenzübertritt nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder getestet sind. Ausgenommen sind Kinder unter 15 Jahren und noch bis zum 22. August Transitreisende. Dann ist selbst für die reine Durchreise eine Bescheinigung erforderlich. Deutsche Urlauber, die weder geimpft noch genesen sind, müssen demnach vor der Rückfahrt - wenn sie durch Slowenien fahren wollen - einen PCR- oder Antigen-Test machen. Die Außengastronomie ist für alle offen, die Innenbereiche von Gaststätten, Discos und Nachtclubs können nur von Geimpften, Genesenen oder Getesteten genutzt werden. Die Ansteckungsquote pro 100.000 Einwohner ist fast doppelt so hoch wie die in Deutschland.

Spanien

Obwohl die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner innerhalb von zwei Wochen von 215 auf 129 fiel, gilt fast das gesamte Urlaubsland weiterhin als Hochrisikogebiet. Bei der Rückkehr nach Deutschland müssen daher alle, die nicht geimpft oder genesen sind, zehn Tage in Quarantäne, die nach fünf Tagen durch einen negativen Test beendet werden kann. Ausgenommen sind Besucher von Katalonien, Valencia, Kastilien-La Mancha, Asturien und der Kanaren. Für die Einreise gilt: Alle Besucher aus Deutschland ab zwölf Jahren müssen mindestens bis Sonntag einen Impf- oder Genesenen-Nachweis oder aber einen negativen Test vorlegen. Die Beschränkungen werden immer mehr zurückgefahren, aber in einigen Regionen gibt es noch Sperrstunden sowie nächtliche Versammlungs- und Ausgehverbote.

Tschechien

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt niedrig. Die Regierung hat weitere Lockerungsschritte beschlossen. So dürfen in Restaurants sechs statt wie bisher vier Leute an einem Tisch sitzen. Für Einreisende aus Deutschland, der Schweiz und Österreich genügt ein negativer Corona-Test oder ein vollständiger Impfnachweis. Zudem ist vorab ein Online-Meldeformular auszufüllen. In Gaststätten, Kinos, Schwimmbädern und Konzertsälen gilt die 3G-Regel. Beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss eine FFP2-Maske getragen werden – eine einfache OP-Maske reicht nicht. In Tschechien ist mittlerweile die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Türkei

Wegen gestiegener Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die Türkei jüngst zum Hochrisikogebiet erklärt. Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen nach der Einreise nach Deutschland in Quarantäne. Wer aus Deutschland in die Türkei reisen will, braucht einen negativen Corona-Schnelltest (nicht älter als 48 Stunden) oder einen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden). Geimpfte und Genesene können mit entsprechendem Nachweis einreisen. Bei der Rückreise nach Deutschland muss weiterhin entweder ein negativer PCR-Test, der Nachweis über eine Genesung oder eine vollständige Impfung vorgelegt werden. Cafés, Restaurants und andere Gast-Einrichtungen sind geöffnet, es gibt keine Ausgangsbeschränkungen mehr. Eine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit gilt weiter. Die Zahl der Neuinfektionen liegt in dem Land mit rund 84 Millionen Einwohnern täglich bei rund 20 000 Fällen.

Ungarn

Auf dem Land- oder Wasserweg können Menschen uneingeschränkt einreisen. Mit dem Flugzeug können deutsche Touristen nur kommen, wenn sie das EU-weit gültige Impfzertifikat vorweisen können. Hotelübernachtungen sind uneingeschränkt möglich, ebenso der Besuch von Gaststätten. Auch gilt – abgesehen von Krankenhäusern und Altenheimen – keine Maskenpflicht mehr. Für Großveranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmern gilt, dass der Zutritt nur mit in Ungarn gültiger Impfbescheinigung (oder EU-Impfzertifikat) gestattet ist. Die Inzidenz beträgt offiziell nur etwa ein Siebtel von jener in Deutschland.

Zypern

Die Insel wird vom Auswärtigen Amt wegen hoher Fallzahlen weiter als Hochrisikogebiet eingestuft. Für Heimreisende nach Deutschland bedeutet das, dass sie zehn Tage in Quarantäne müssen, sofern sie nur über einen negativen Corona-Test und nicht über einen Genesungs- oder Impfnachweis verfügen. Die Quarantäne kann nach fünf Tagen durch einen weiteren negativen Test verkürzt werden. Zypern seinerseits stuft Deutschland als grün, sprich als unbedenklich ein. Wer von dort einreist, muss also keinen negativen Test vorlegen, muss aber spätestens 48 Stunden zuvor auf der Website https://cyprusflightpass.gov.cy/ den „Cyprus Flight Pass“ beantragen und während des Urlaubs stets mit sich führen.

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