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Studie von Ferrari Electronic

Unternehmen nach wie vor skeptisch gegenüber IP-Telefonie

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Michael Hase / Michael Hase

Trotz unbestreitbarer Vorteile setzt sich IP-Telefonie in Unternehmen nur zögerlich durch.
Trotz unbestreitbarer Vorteile setzt sich IP-Telefonie in Unternehmen nur zögerlich durch. (Deutsche Telekom)

Die meisten deutschen Unternehmen misstrauen Voice over IP bei der externen Kommunikation. Sie befürchten vor allem Ausfallzeiten, wie eine Studie des Unified-Communications-Spezialisten Ferrari zeigt. Stärker akzeptiert wird die IP-Telefonie bei Inhouse-Verbindungen.

Deutsche Unternehmen lassen sich nur zögerlich auf Voice over IP (VoIP) ein. Das geht aus einer aktuellen Erhebung des Herstellers Ferrari Electronic hervor. Demnach rechnen nur 39 Prozent der Unternehmen damit, ihre externe Kommunikation werde innerhalb der kommenden zwei Jahre auf IP-Telefonie basieren.

Für die Online-Studie „Wie beliebt ist Telekommunikation auf IP-Basis?“ hat der Berliner Unified-Communications-Spezialist insgesamt 568 Fachleute aus Unternehmen befragt. Aktuell sind 80 Prozent der Organisation in Deutschland per ISDN ans Telefonnetz angeschlossen, weitere vier Prozent immer noch analog. Nur sechs Prozent der Unternehmen sind laut der Ferrari-Studie bereits heute über das Session Initiation Protocol (SIP) mit der Außenwelt verbunden.

Vorbehalte gegenüber VoIP haben 72 Prozent der ITK-Experten vor allem deshalb, weil sie Ausfallzeiten ihrer Telefonie fürchten. 60 Prozent führen die erhöhte Netzwerkbelastung als Grund gegen eine Migration an. Gleichwohl sehen Unternehmen ein Potenzial für VoIP – vor allem aber im innerbetrieblichen Einsatz. Immerhin können sich 59 Prozent der Befragten vorstellen, die IP-Telefonie innerhalb von zwei Jahren in der internen Kommunikation zu nutzen.

Gute Gründe für Migration

Als wichtigste Gründe für einen Umstieg auf VoIP nennen die Studienteilnehmer die vereinfachte Infrastruktur (85 Prozent), die vereinfachte Administration (83 Prozent) und die Möglichkeit, Telefonie in andere Dienste und Prozesse zu integrieren (82 Prozent).

Wegen solcher Vorteile suchten Unternehmen nach Wegen, VoIP einzusetzen, sie schreckten aber „vor den vermeintlichen Problemen zurück“, kommentiert Stephan Leschke, Vorstand von Ferrari Electronic, die Studienergebnisse. „Die Ausfallsicherheit der Telefonie ist unternehmenskritisch, und viele Entscheider haben noch gute Erinnerungen an die Zeiten, als die IT nicht so zuverlässig war wie heute.“ □

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