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Dell-Studie zur digitalen Transformation

Unternehmen machen keinen Fortschritt

| Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Andreas Donner

Weltweit stagniert der Anteil der „Digital Leader“ seit zwei Jahren.
Weltweit stagniert der Anteil der „Digital Leader“ seit zwei Jahren. (Bild: © – Egor – stock.adobe.com)

Eine Studie von Dell stuft nur fünf Prozent aller weltweit befragten Unternehmen als „Digital Leader“ ein. Gegenüber 2016 habe sich dieser Anteil nicht verbessert. Spielraum gebe es bei Datenschutz und Cybersicherheit sowie bei der Umsetzung regulatorischer Vorschriften wie der DSGVO.

Der Digital Transformation Index (DTI) 2018 von Dell Technologies verdeutliche, dass die digitale Transformation weltweit in vielen Unternehmen noch in den Anfängen steckt: Laut Studie wünschen sich 78 Prozent der befragten 4.600 Entscheider, dass die digitale Transformation in ihrem Unternehmen weiter verbreitet sein sollte. Weltweit glaube mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie in den nächsten Jahren Schwierigkeiten haben werden, die sich ändernden Kundenanforderungen zu erfüllen. Fast jeder Dritte (30 %) befürchte, dass sein Unternehmen den Anschluss verpassen wird. Für die Studie habe Dell Technologies in Zusammenarbeit mit Intel und dem Marktforscher Vanson Bourne Entscheider in 42 Ländern zum Stand der Digitalisierung in deren Unternehmen befragt. Eine ausführliche Auswertung der Studienergebnisse für Deutschland wurde bereits im Oktober 2018 veröffentlicht.

Der aktuelle zweite Teil der Studie zeige, dass Unternehmen in Schwellenländern nach ihrer Selbsteinschätzung digital am weitesten entwickelt seien, wobei Indien, Brasilien und Thailand an der Spitze stünden. Die Unternehmen in den Schwellenländern seien zuversichtlicher hinsichtlich ihrer Fähigkeit, „eher selbst disruptiv zu sein als disruptiert zu werden“ (53 %), verglichen mit nur 40 Prozent in den Industrieländern.

Der DTI wurde nach 2016 im vergangenen Jahr zum zweiten Mal ermittelt. Der Vergleich verdeutliche nur langsame Fortschritte: Unternehmen müssten kämpfen, um mit dem rasanten Tempo des Wandels Schritt halten zu können. Während der Anteil der „Digital Adopter“ gestiegen sei (23 % gegenüber 14 % in 2016), habe es an der Spitze („Digital Leader“) keine Fortschritte gegeben (5 % in 2016 und 2018). Fast vier von zehn Unternehmen (39 % gegenüber 47 % in 2016) befänden sich noch immer auf den niedrigsten Stufen des digitalen Reifegrads („Digital Laggard“ und „Digital Follower“).

„In naher Zukunft muss jedes Unternehmen ein digitales Unternehmen sein, aber unsere Studie zeigt, dass die Mehrheit noch einen langen Weg vor sich hat“, sagt Michael Dell, Chairman und CEO von Dell Technologies. „Um von den beispiellosen Möglichkeiten der digitalen Transformation zu profitieren ist es notwendig, dass Unternehmen ihre Technologie modernisieren. Die Zeit zum Handeln ist jetzt.“

Dell zufolge deuten die Ergebnisse auch darauf hin, dass Entscheider sich in einer Art „Desillusionierung“ befinden, wobei 91 Prozent durch dauerhafte Hindernisse eingeschränkt würden. Die fünf größten davon seien:

  • 1. Datenschutz und Cybersicherheit (34 %; 2016 auf Platz fünf)
  • 2. Unzureichende Budgets und Ressourcen (33 %)
  • 3. Fehlende interne Expertise (27 %)
  • 4. Regulatorische und gesetzliche Veränderungen (27 %; 2016 auf Platz neun),
  • 5. Eine mangelnde digitale Kultur im Unternehmen (24 %)

Fast die Hälfte der Befragten (49 %) glaube darüber hinaus, dass ihr Unternehmen innerhalb der nächsten fünf Jahre Schwierigkeiten mit seiner Glaubwürdigkeit haben werde. Fast ein Drittel (32 %) traue es dem eigenen Unternehmen nicht zu, regulatorische Vorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung einhalten zu können. Jeder Dritte glaube nicht, dass sein Unternehmen Mitarbeiter- oder Kundendaten wirksam schützt.

Die Entscheider hätten auch von Prioritäten und Investitionen berichtet, um die digitale Transformation voranzutreiben, darunter eine verstärkte Konzentration auf Mitarbeiter, IT-Sicherheit und IT-Infrastruktur. Demnach wollten 46 Prozent das Know-how intern weiterentwickeln und allen Mitarbeitern Programmierkenntnisse vermitteln. Investieren wollten die befragten Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren vor allem in Cybersicherheit, aber auch in IoT-Technologie, Multi-Cloud-Umgebungen und KI.

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