Top-Act für Cisco: Wider die Komplexität durch Virtualisierung und Cloud

Unified Computing System brilliert mit einfacher Server-Verwaltung

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Drei Faktoren für den UCS-Erfolg

Blank nennt drei Faktoren, die seiner Meinung die Markteinführung gelingen lassen: Die richtigen Reseller finden und gewinnen, eine gelungene Marktaufbereitung sowie die notwendigen Prozesse etablieren.

Zu letzterem zählt er Channel-Strategien etwa, wie mit den bisherigen und zukünftigen Zertifizierungen für UCS umgegangen wird aber auch die Preisprozesse, etwa, wie schnell auf aktuelle Straßenpreise reagiert wird. „Es ist nicht die Technik, sondern diese Basics“, die über einen raschen Erfolg entscheiden werden, glaubt der Manager.

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An einen Misserfolg denkt niemand, dazu hat Cisco zu viel investiert. Schließlich hat man ja schon Kunden gewonnen. Zudem ist die Company finanziell bestens aufgestellt, es droht also keine Gefahr, dass man die Anfangsinvestitionen nicht stemmen könnte. Macht die Company bei der Markteinführung alles richtig, dann bleibt noch die Konkurrenz, die Cisco das Leben schwer machen wird.

Ein neuer Markt mit anderen Gesetzen

Cisco ist ein Newcomer im Server-Markt und muss sich auf die dort herrschenden Gegebenheiten einstellen. Das sind zum einen die im Vergleich zum Netzgeschäft niedrigeren Margen mit denen die Server-Hersteller operieren. „Cisco will kein reiner Server-Anbieter werden, weil da die Gross-Margen nur bei 25 bis 40 Prozent liegen, im Netzwerkgeschäft aber bei 50 bis 60 Prozent“, glaubt IDC-Marktforscher Nebuloni.

Mitbewerber wie IBM, Dell und Hewlett-Packard sind an Preiskämpfe gewöhnt und verstehen es, auch mit geringeren Margen profitabel zu bleiben. Das muss Cisco erst noch beweisen und auch, dass es den Support flächendeckend organisieren kann, wie Experton-Analyst Schwab zu Bedenken gibt.

Allerdings muss Cisco sein Produktportfolio erweitern, denn Hersteller wie IBM und vor allem HP rücken mit eigenen Netzwerkprodukten und ebenfalls integrierten Rechenzentrumslösungen in den Markt. Bislang kann Cisco im Netzwerkbereich mit mehr als 60 Prozent Marktanteil dort sicherlich gut kontern - das dürfte im Server-Markt nicht zu erreichen sein.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist Autorin und Coach/Mediatorin in München.

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