Top-Act für Cisco: Wider die Komplexität durch Virtualisierung und Cloud

Unified Computing System brilliert mit einfacher Server-Verwaltung

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Gute Technik und was sonst noch eine Rolle spielt

Die UCS-Lösung von Cisco als integrierte Lösung für das Rechenzentrum konsolidiert Rechner und Switch in ein einheitliches System. Damit sollen sich die Anzahl der benötigten Infrastuktur-Komponenten um ein Drittel und mehr reduzieren, das Ausrollen neuer Server vereinfachen und beschleunigen sowie die Verwaltung und Wartung vereinfachen lassen.

Der Vorteil der Lösung ist zugleich ihr Nachteil: Der Anwender lässt sich auf nur einen Hersteller ein, es gibt keine zweite Lieferquelle. Dafür lässt sich bei einem Fehler die Verantwortlichkeit einfacher klären und das Fingerzeigen auf den jeweils anderen Lieferanten entfällt.

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„Außerdem spart man eventuell bei den Wartungskosten“, skizziert Wolfgang Schwab, Senior Adviser & Program Manager Efficient Infrastructure bei der Experton Group, einen weiteren Vorteil. Allerdings erkaufe man sich diesen aber möglicherweise durch einen höheren Einstandspreis, warnt der Berater.

„Potenzielle Kunden sollen sich davon nicht abschrecken lassen“, rät hingegen Josef Blank, Country Manager bei Magirus. Die Company aus Stuttgart ist als Distributor derzeit an der Markteinführung der UCS-Lösung beteiligt. „Nur 30 Prozent aller IT-Investitionen entfallen auf die Innovation – also die Anschaffung – aber 70 Prozent auf den Unterhalt“, zitiert Blank Marktforschungsergebnisse.

Gelingt die Markteinführung?

Analysten und Mitbewerber verfolgen mit Argusaugen, ob und wie es Cisco gelingt, im Server-Markt Fuß zu fassen.“Cisco gibt an, in seinem ersten Fiskalquartal 2010, das von Ende Juli bis Ende Oktober läuft, mit UCS einen weltweiten Umsatz von 500 Millionen Dollar aufs Jahr gerechnet – also rund 125 Millionen in Quartal – erzielt zu haben“, hat IDC-Analyst Nebuloni ausgerechnet.

Das ist nicht viel, wenn man die IDC-Zahlen gegenüberstellt: Danach lag der weltweite Umsatz mit x86-Servern im dritten Kalenderquartal – Anfang Juli bis Ende September 2010 – bei 7,9 Milliarden Dollar, wovon rund 1,5 Milliarden auf die Blade-Verkäufe entfallen.

Von der deutschen Cisco-Zentrale war nur zu erfahren, dass man hier pro Woche fünf neue Kunden für UCS gewinne. Kurz- bis mittelfristig will man in Deutschland die Nummer drei werden.

Blank und sein Team bei Magirus sollen dem Hersteller dabei helfen, das Ziel zu erreichen: „Der Markt für UCS ist auch Dank Cloud-Computing da, das Potenzial groß.“ Jetzt komme es darauf an, die Chancen zu nutzen und die gute Technik richtig zu vermarkten.

weiter mit: Drei Faktoren für den UCS-Erfolg

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