Kooperationen für Collaboration Unified Communication vereint die Hersteller

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Die Konvergenz der Netzwerke lädt geradezu zur Zusammenarbeit von Herstellern unterschiedlicher Provenienz ein. Gemeinsame Sache mit Spezialisten machen auch große Hersteller wie IBM und Microsoft.

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Die »Integrated Collaboration Solution« läuft auf einem »System i«-Server aus dem Hause IBM.
Die »Integrated Collaboration Solution« läuft auf einem »System i«-Server aus dem Hause IBM.
( Archiv: Vogel Business Media )

Unter dem Dach »Unified Communication« strömen Netzwerk-Hersteller, Telefonie-Anbieter, Infrastruktur-Spezialisten und Software-Optimierer zusammen. Da es die Informationstechnologie als solche a priori mit Kommunikation zu tun hat, geben sich hier verschiedenste Anbieter ihr Stelldichein – und schütteln sich die Hände.

So haben die Unternehmen IBM und 3Com die Bereiche IP-Telefonie, eMail, Messaging und Geschäftsanwendung auf eine gemeinsame Plattform gepackt und »System i Integrated Collaboration Solution« genannt. Anspruch der ursprünglichen Lösung »Integrated Collaboration Solution« von IBM und 3Com ist es, beim Kunden die Produktivität zu steigern, Kosten zu senken und Geschäftsabläufe zu optimieren. Das Anwendungspaket läuft auf einem einzigen »System i«-Server aus dem Hause IBM und adressiert kleine und mittlere Unternehmen.

Zur Erweiterung dieser Lösung steuert 3Com ein Software Development Kit namens »System i IP Telefonie« bei, das es Systemintegratoren, ISVs und Endanwendern mit Hilfe neuer APIs ermöglichen soll, ihre bestehenden Telefonielösungen leichter in das »System i« zu integrieren. Das neu hinzugekommene »System i IP Telefonie Contact Center« soll die Serviceleistung von Helpdesks verbessern, indem sie zum Beispiel »Screen-Pop-Ups« mit Anwendungsdaten wie Geschäfts- und Kontakthistorie bei den jeweils zuständigen Call-Agents einblendet. Hinzu kommen die Telefonie-Integration für Anwender von Lotus Sametime 7.5 und das »System i IP Telefonie-Unified Messaging«, das Voicemails, Faxe und eMails in einer einheitlichen Inbox darstellt.

Die System-i-IP-Telefonie-Express-Editionen beginnen bei einem Listenpreis von 37.900 US-Dollar. Die Domino- und Sametime-Integration kosten jeweils ab 500 US-Dollar (Liste).

Mitel redet mit Redmond

Neben den Kommunikationslösungen für die Sprach- und Datenvernetzung bietet Mitel Telefonielösungen auf Basis des Live Communication Servers von Microsoft. Mit der direkten SIP-Verbindung der 3000 IP Communications Platform zum Microsoft Exchange Server 2007 Unified Messaging verstärkt Mitel den Draht zu Microsoft.

Die beiden Unternehmen arbeiten bereits seit 2004 bei den Unified Communications-Lösungen zusammen. Im Bereich der Presence-Funktionen geht Mitel mit der Einbindung in die Displays der TK-Geräte, den IP Phones 5330 und 5340, aber über die Desktop-gebundene Umgebung hinaus.

Direkt zur Sache geht Mitel mit der Einführung direkter SIP-Verbindungsfunktionen zwischen der 3300 IP Communications Platform (ICP) und dem Microsoft Exchange Server 2007 Unified Messaging. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines separaten SIP-Gateways als Vermittler zwischen der Platform und dem Server. Unterstützt werden unterschiedliche Formen der Unified Communications, wie Sprache, eMail und Fax. Mitel stellt Kunden, die bereits über die 3300 ICP verfügen, diese Funktion über ein Software-Upgrade zur Verfügung.

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