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Cisco-Security-Studie

Umsatzverlust durch fehlende IT-Security

| Autor: Heidemarie Schuster

Cyber-Kriminelle finden immer neue Wege ein Unternehmen zu hacken.
Cyber-Kriminelle finden immer neue Wege ein Unternehmen zu hacken. (Bild: Pixabay)

Dem Annual Cybersecurity Report 2017 von Cisco zufolge kosten Sicherheitsvorfälle in Unternehmen teilweise über 20 Prozent des Umsatzes. Zudem hat die Zahl und Vielfalt der Angriffsvektoren deutlich zugenommen.

Sicherheitsvorfälle trüben den wirtschaftlichen Ausblick von Unternehmen ein. Mehr als ein Drittel der 2016 betroffenen Unternehmen, die im Rahmen des Annual Cybersecurity Report 2017 von Cisco befragt wurden, melden einen Umsatzverlust, teilweise von mehr als 20 Prozent. Zusätzlich verlieren betroffene Unternehmen einen Teil ihrer Kunden.

Das Broker-Modell

Einer der Gründe für die Schäden ist laut Cisco die Professionalität der Angreifer, die neben bewährten Methoden auch neue Ansätze verwenden, indem sie „Broker“ im angegriffenen Unternehmen implementieren.

Das Broker-Modell imitiert die Organisationsstruktur größerer Unternehmen, in diesem Fall die Rolle des mittleren Managements. Deren Aufgabe ist es, Strategien der Führungsebene zu operationalisieren. Dabei manipulieren Angreifer ihre Ziele nicht mehr direkt, sondern über den genannten Broker, über den Angriffe koordiniert werden. So lassen sich Aktivitäten stärker verschleiern, und die Angreifer können schneller voranschreiten.

Weitere Risiken

Ein hohes Risiko geht derzeit auch von Cloud-Anwendungen von Drittanbietern aus, die von Mitarbeitern eigenmächtig eingeführt wurden – in der guten Absicht, besser und schneller arbeiten zu können. Rund ein Drittel dieser Anwendungen gilt Cisco zufolge als hochriskant.

Zwar geht die Gefahr von verbreiteten Exploit-Kits wie Angler, Nuclear und Neutrino zurück. Allerdings tauchen erneut „klassische“ Angriffsvektoren wie Adware und Spam-Mails auf: Fast zwei Drittel der E-Mails sind Spam, wobei acht bis zehn Prozent als bösartig gelten. Das weltweite Spam-Niveau ist so hoch wie seit 2010 nicht mehr und steigt weiter, angetrieben durch große Botnetze. Aber auch altmodische Adware ist weiterhin erfolgreich, denn Software, die ohne Nutzererlaubnis Werbung herunterlädt, hat 75 Prozent der befragten Unternehmen infiziert.

Angriffe kosten Geld

Angriffe auf Unternehmen kosten bares Geld: 29 Prozent der betroffenen Unternehmen mussten Umsatzeinbußen beklagen, ein Drittel davon sogar mehr als ein Fünftel des Umsatzes. Aber auch die indirekten Auswirkungen wie Markenimage und Kundentreue sind durch Angriffe auf die IT-Sicherheit betroffen. Nach einem Angriff haben 22 Prozent der betroffenen Unternehmen Kunden verloren, 40 Prozent davon mehr als jeden fünften Kunden. Darunter leiden direkt die wirtschaftlichen Aussichten der betroffenen Unternehmen.

Es fehlt an Knowhow und Zeit

Sicherheitsabteilungen reagieren darauf und planen, Sicherheitslösungen umfassender und effektiver zu integrieren. Insbesondere Unternehmen, die bereits Opfer einer Attacke wurden, haben jetzt eine höhere Sensibilität für das Thema Sicherheit. 90 Prozent verbessern die Sicherheitsmaßnahmen durch die Trennung von IT- und Security-Funktionen (38 Prozent) sowie Techniken zur Risikominderung (37 Prozent).

Dabei gelten laut CSOs Budgeteinschränkungen, schlechte Kompatibilität von Systemen und fehlende Fachkräfte als größte Hürden auf dem Weg zur effektiven Verbesserung der IT-Sicherheit. Unternehmen vertrauen zwar ihren Security-Lösungen, klagen jedoch über komplexe Umgebungen, da 65 Prozent der Unternehmen sechs bis über 50 verschiedene Sicherheitslösungen einsetzen.

Zur Studie

Der Cisco Annual Cybersecurity Report fasst Analysen aktueller Bedrohungen zusammen, die von Cisco-Sicherheitsexperten gesammelt werden. In der Studie wurden rund 3.000 Chief Security Officers (CSOs) und Leiter von IT-Sicherheitsabteilungen aus 13 Ländern befragt.

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