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Ab die Post – oder auch nicht Umsatzeinbußen durch Poststreik

| Redakteur: Moritz Müller

Nicht nur Privatkunden waren von dem Ausstand bei der Deutschen Post betroffen. Auch an Online-Händlern zog der Streik nicht spurlos vorbei. Wie genau sich die Arbeitsniederlegung auf die Händler ausgewirkt hat, zeigt eine aktuelle Umfrage.

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Der Poststreik hatte starke Auswirkungen auf den Online-Handel.
Der Poststreik hatte starke Auswirkungen auf den Online-Handel.
(Bild: © nikbu - Fotolia)

Vier Wochen dauerte der Streik bei der deutschen Post. Pakete und Briefe blieben liegen, wichtige Rechnungen und bestellte Waren kamen bei den Empfängern nicht an. Wie genau und wie stark sich der Ausstand der Postmitarbeiter auf das Geschäft der Online-Händler ausgewirkt hat, legt eine Umfrage des Händlerbunds unter 1.002 Teilnehmern dar.

Fast alle Händler betroffen

Dass eine Arbeitsniederlegung bei einem der größten Postunternehmen Deutschlands große Auswirkungen auf Online-Händler hat, die von einem funktionierendem Postwesen abhängig sind, ist kaum von der Hand zu weisen. Auch die Umfrageergebnisse bestätigen dies: 95 Prozent der Befragten gaben an, von dem Poststreik betroffen gewesen zu sein. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass nur jeder zwanzigste Händler seiner Arbeit unverändert nachgehen konnte.

Bei manchen Händlern hat der Poststreik auch zu einem Anbieterwechsel geführt: 18 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, aktuell nur mit anderen Postunternehmen zu versenden. 38 Prozent senden immerhin einen Teil ihrer Sendungen mit anderen Anbietern und vier Prozent haben auch vor dem Streik die Dienste der Deutschen Post nicht in Anspruch genommen.

Beschwerden und Umsatzeinbußen

Trotz der Tatsache, dass die Händler auf den Lieferstatus ihrer Produkte während des Streiks keinen Einfluss hatten, mussten sie sich mit einer Zunahme an Beschwerden beschäftigen. Nur acht Prozent der Befragten sahen sich keinen Beschwerden ausgesetzt, elf Prozent erlebten kaum Beschwerden. Auf der anderen Seite gaben die Händler an, dass 27 Prozent viele und 19 Prozent sehr viele Beschwerden erhalten hätten.

Wenn die Kunden damit rechnen, dass ihre Bestellungen nicht ankommen könnten oder Pakte tatsächlich liegen bleiben, wirkt sich das auch auf den Umsatz aus. Nur bei jedem vierten Händler blieb der Umsatz stabil, wohingegen 75 Prozent der Befragten angaben, durch den Poststreik Umsatzeinbußen erlitten zu haben.

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