ITC Channel Index ist nur dank des Consumer-Geschäfts gewachsen Umsatz mit Unternehmenskunden stagniert

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Die Fachhandelsumsätze in Deutschland, die der ITC Channel Index seit 2004 untersucht, sind im September dieses Jahres wieder ein wenig gewachsen. Nach wie vor sind dabei die Konsumenten die treibende Kraft. Gegensätzlich präsentiert sich das B2B-Segment.

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Kleine, leichte externe Festplatten sorgen für gute Verkäufe.
Kleine, leichte externe Festplatten sorgen für gute Verkäufe.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die durch die Fachhändler generierten Umsätze spiegeln auch im September die Widerstandsfähigkeit des ITK-Marktes gegen die nach wie vor keineswegs durchgestandene wirtschaftliche Flaute wider. Mit 89 Punkten landete der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS im Untersuchungszeitraum wie auch schon in den Monaten Juli und August 2009 über dem Wert der entsprechenden Vorjahreszeiträume.

Vor allem das B2C-Geschäft weist im Jahresvergleich einen Zuwachs von acht Prozentpunkten auf. Diese Entwicklung lässt weiterhin auf vergleichweise krisenresistente Konsumenten in Deutschland schließen. Fast das gesamte Jahr – die einzige Ausnahme stellt der April 2009 dar – gaben die Privatkunden jeden Monat mehr für ITK- und CE-Produkte aus als noch im Monat des Vorjahres.

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Verhindertes B2B-Geschäft

Gegensätzlich präsentiert sich dagegen nach wie vor das B2B-Segment, das sich im September mit einem Plus von lediglich einem Prozent nahezu auf Vorjahresniveau bewegt und von seiner Tendenz einen eher gegenläufigen Trend aufweist. Lediglich im März, April und August dieses Jahres konnte dieser Bereich minimales Wachstum aufweisen, der mit Raten zwischen null bis maximal zwei Prozent eher Richtung Stagnation tendierte.

Die wirtschaftlichen Sparmaßnahmen vor allem im Großkunden-Umfeld machen sich mittlerweile bemerkbar und werden für die verbleibenden Monate im Jahr 2009 wahrscheinlich zu Verlusten führen. Der Umsatz im Enterprise-Segment sank im September im Jahresvergleich um einen Prozentpunkt, im KMU- beziehungsweise SMB-Umfeld dagegen konnte ein Wachstum von drei Prozent erreicht werden.

Somit bleibt neben dem Konsumenten-Geschäft auch das SMB-Geschäft die Hoffnung für das vierte Quartal 2009 sowie für das Jahr 2010. Gerade neu in der Diskussion befindliche Service-Konzepte für das Enterprise-Segment, beispielsweise Software as a Service oder Thin Clients, dürften zu einer verhaltenen beziehungsweise mittelfristig rückläufigen Nachfrage führen.

Der IT-Umsatz legte um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Dem Trend der vergangenen Monate folgend, ist der Markt für Computer dabei weiterhin die treibende Kraft. Sowohl die Nachfrage nach Desktop-Rechnern als auch nach mobilen Geräten ist bei Privatkunden weiterhin ungebrochen. Mittlerweile sind 79 Prozent aller PCs im B2C-Markt mobil – was dazu führen wird, dass am Jahresende entsprechendes Zubehör verstärkt nachgefragt werden dürfte.

Wie sich die Monitor-Nachfrage, die Festplatten-Verkäufe und das Geschäft mit stationären Rechnern entwickelte, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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