ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS zeigt Erlös-Situation Umsätze der ITK-Fachhändler im B2B-Bereich sinken

Autor / Redakteur: Martina Sedlmaier und Dr. Rudolf Aunkofer, GfK / Katrin Hofmann

Während die Fachhandels-Umsätze im Januar im Geschäftskunden-Segment stark rückläufig waren, legte die Nachfrage nach IT und CE durch private Käufer im Jahresvergleich zu. Ursache dafür ist das weiter wachsende Interesse etwa an Gaming-Zubehör und Notebooks.

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Im Sinkflug befinden sich derzeit die Geschäfte mit SMB- und Enterprise-Kunden.
Im Sinkflug befinden sich derzeit die Geschäfte mit SMB- und Enterprise-Kunden.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit 97 Punkten liegt der ITC Channel Index von GfK und IT-BUSINESS im Januar sieben Zähler unter dem Vorjahreswert. Dies ist mit einem Umsatzrückgang von ebenfalls sieben Prozent gleichzusetzen. Ursächlich hierfür sind die SMB- und Enterprise-Märkte, die mit minus 16 Prozent beziehungsweise minus 21 Prozent einen sehr schwachen Start in das Jahr 2009 hatten.

Die Retail- beziehungsweise Konsumenten-Nachfrage liegt bei einem Indexwert von 100 Punkten, was einem Zuwachs von zwei Prozent gegenüber dem Vergleichswert aus dem Vorjahr entspricht. Somit lassen sich die Konsumenten in Deutschland offenbar von der aktuellen Krisensituation noch wenig abschrecken und kaufen weiterhin digitale Technologie-Produkte. Sie scheinen damit eine stützende Funktion bezüglich der Nachfrage in den IT-Märkten einzunehmen.

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Im Markt für Informationstechnologie hat der erste Monat des Jahres mit einem sehr geringen positiven Wertwachstum begonnen. Die Umsätze im Januar 2009 liegen knapp ein Prozent über dem entsprechenden Vorjahresmonat, das Plus im Jahresvergleich ist also minimal.

IT-Absätze wachsen

Betrachtet man das Wachstum nach Menge, das die Nachfrage der Kunden direkt widerspiegelt, fällt dieses signifikant höher aus. Auch das lässt darauf schließen, das sich die Konsumenten in Deutschland von der Diskussion um eine wirtschaftliche Flaute noch wenig beeindruckt zeigen.

Der Zuwachs im IT-Segment ist unter anderem auf die positive Wertentwicklung im Computermarkt zurückzuführen. Hier zeigt sich ein Umsatzplus von sieben Prozent im Vergleich zum Januar 2008. Das Wachstum resultiert dabei in erster Linie aus dem Geschäft mit Privatkunden. In den Business-orientierten Vertriebskanälen dagegen liegen die Werte im negativen Bereich, was auf eine sinkende Nachfrage im geschäftlichen Umfeld schließen lässt. Diese Entwicklung dürfte auch bereits die ersten Einsparungen und Verzögerungen bei B2B-Projekten widerspiegeln.

Verkäufe mobiler PCs geben einen Schub

Positiv hingegen – und damit dem Trend der vergangenen Monate folgend – hat sich der Markt für mobile Computer entwickelt. Die Verkaufsstückzahlen übersteigen das Vorjahresniveau vom Monat Januar um 40 Prozent und erreichen eine Größenordnung von deutlich mehr als 600.000 Stück.

Dabei wird sichtbar, dass hier vor allem das Segment der Netbooks und auf der anderen Seite das der Desktop-Replacement-Notebooks am stärksten zunimmt. Klassische Notebooks werden dadurch aber keineswegs verdrängt.

Wie sich die Nachfrage nach Displays, Zubehör und weiteren Produkten entwickelt, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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