Neue Kräfte beim Hersteller von Business-Process-Management-Systemen Ultimus unterstützt Reseller stärker

Redakteur: Katariina Hoffmann-Remy

Business-Process-Management-Anbieter Ultimus geht die Partnerbetreuung mit neuen Kräften an. So können sich Reseller zum Beispiel in der Angebotsphase auf Ultimus-Mitarbeiter aus den Bereichen Marketing, Technik oder Support stützen – je nachdem, was die jeweilige Kunden-Situation erfordert.

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Karl Freiheit ist Managing Director EMEA beim BPM-Lösungsanbieter Ultimus.
Karl Freiheit ist Managing Director EMEA beim BPM-Lösungsanbieter Ultimus.
( Archiv: Vogel Business Media )

Ultimus hat seine Partnerbetreuungsstrategie in die Hände des ehemaligen Staffware-Mitarbeiters Uwe Biller gelegt. Mit drei Kollegen wird Biller die Systemhäuser stärker unterstützen. Die Partner des BPM-Herstellers konnten bislang schon an der jährlichen Kundenkonferenz, wie zuletzt Anfang Mai in München, teilnehmen. Das gab ihnen auch die Möglichkeit, geschäftsrelevante Kontakte zu knüpfen. Neuerdings ist ein jährlicher Besuch in der Augsburger Niederlassung von Ultimus und das dortige Durchlaufen aller relevanten Abteilungen vorgesehen. Dies soll dem Austausch und Festklopfen individueller Hilfsmöglichkeiten für den Partner dienen – bevor er sich an die Kundenakquise begibt. Reseller, die schon in der Angebotsphase und damit in der Wettbewerbssituation stehen, können sich jetzt kostenlos durch Ultimus-Mitarbeiter vor Ort beim Kunden Schützenhilfe geben lassen. Ultimus hat aktuell fünf Partner in Deutschland. Insgesamt vertreiben 70 Partner in Europa die BPM-Lösungen.

Das »Klima« für BPM-Lösungen in Deutschland beschreibt Karl Freiheit, Managing Director EMEA bei Ultimus, im Gespräch mit IT-BUSINESS sinngemäß als »heiter bis wolkig«. Positiv sei, dass in Deutschland die Dokumentation von Prozessen schon lange üblich ist. Gesetzliche Auflagen oder auch die Umsetzung von Qualitätssicherungsoffensiven oder ISO-Zertifizierungen erforderten dies. Der Schritt von der Dokumentation von Prozessen hin zum umfassenden Prozessmanagement läge nahe. Andererseits bedeute die Einführung von Business-Process-Management und damit die Automatisierung von Prozessen unter Umständen, dass Abteilungen die bisherigen Hoheiten über ihre Geschäftsvorgänge aufgeben müssen. BPM-Lösungen erforderten ein unternehmensübergreifendes Denken. Weil das nicht überall der Fall wäre, täten sich viele Unternehmen »mit dem Ernstmachen« noch schwer, so Freiheit. Seiner Aussage zufolg benötigen BPM-Geschäftsabschlüsse derzeit einen langen Vorlauf. Von der Marktanalyse und Anfrage bis zur Umsetzung eines BPM-Projektes vergeht zuweilen ein komplettes Jahr.

Ausnahmeregeln im Griff

Der BPM-Spezialist legt Wert darauf, dass die eigene Lösung »Adaptive Business Process Management Suite« die Prozessautomatisierung auf IT-Systemebene ermöglicht, darüber hinaus aber besondere Stärken im »Personen-zentrierten Workflow« vorweisen kann, den Ultimus »parallel abwickelt«, wie Freiheit erklärt. »Bei Prozessen, die die Abarbeitung von Aufgaben durch Mitarbeiter erfordern, sind vor allem die Ausnahmen das Problem«, so der Ultimus-Manager weiter.

Denn wenn ein Sachbearbeiter krank ist oder sich im Urlaub befindet, wenn die Arbeitslast temporär zu hoch oder zu gering ausfällt, sind Prozessanpassungen erforderlich. Ultimus bietet dafür »Out-of-the-box«-Werkzeuge an, mit denen sich ohne Programmierung, per Drag und Drop, Regeln umgestalten lassen.

Karl Freiheit sieht die Ultimus-Suite auch aufgrund der implementierten »Fähigkeit im laufenden Betrieb zu lernen«, gut positioniert. Meldungen über so genannte Unruly Events informieren den BPM-Verantwortlichen augenblicklich, wenn ein Prozess nicht wie geplant abläuft.

Adaptive BPM Suite Version 8

Die aktuelle Version 8 der Ultimus-BPM-Lösung bietet laut Freiheit rund 100 neue Features. Unter anderem ist das Datenmodell eines weiteren Systems, zum Beispiel aus SAP, »per Knopfdruck« zu übernehmen, so dass dieses nicht manuell nachgebildet werden muss. Der Aspekt Collaboration liegt Ultimus in dieser Version besonders am Herzen. Mit neuen Tools können Mitarbeiter unter anderem die Bildschirmansicht ihrer Aufgabenlisten mit Kollegen teilen, sofern dies gewünscht wird.

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