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Fürsorgepflicht bei Geschäftsreisen Überforderung im Krisenfall

| Autor: Heidemarie Schuster

Concur, ein SAP-Unternehmen, hat in einer Studie herausgefunden, dass jeder zweite Geschäftsreisende in Deutschland nicht weiß, wer auf Arbeitgeberseite im Falle einer Notsituation kontaktiert werden sollte.

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Die Berichterstattungen über die weltweite Gefahrenlage führt dazu, dass 19 Prozent der Befragten sich um die eigene Sicherheit auf Geschäftsreisen oder die der Kollegen sorgt.
Die Berichterstattungen über die weltweite Gefahrenlage führt dazu, dass 19 Prozent der Befragten sich um die eigene Sicherheit auf Geschäftsreisen oder die der Kollegen sorgt.
(Bild: Pixabay)

Einer Studie von Concur zufolge haben 45 Prozent der Großunternehmen laut den Arbeitnehmern für Krisensituationen keine klaren Prozesse definiert. Bei kleinen oder mittelständischen Firmen sind es sogar 57 Prozent. 61 Prozent dieser Arbeitnehmer ohne definierten Prozess würde im Krisenfall den Chef oder Kollegen um Hilfe bitten, 28 Prozent würden auf Selbsthilfe setzen, gut jeder Zehnte (11 Prozent) hingegen Freunde oder die Familie kontaktieren.

Immerhin 72 Prozent der Befragten wissen um die Fürsorgepflicht ihres Arbeitgebers. Allerdings geben nur 19 Prozent der Befragten an, dass der Arbeitgeber darüber proaktiv informiere, während 28 Prozent der Angestellten noch nie etwas von dieser Fürsorgepflicht gehört hat. Hier besteht Nachholbedarf, denn 52 Prozent der Geschäftsreisenden sorgen sich aufgrund negativer Schlagzeilen vermehrt um Gefahren.

Befürchtungen

Immerhin vertrauen 55 Prozent generell auf ein schnelles und zuverlässiges Handeln des Arbeitgebers in Krisensituationen. 22 Prozent dieser generell zuversichtlichen Befragten glaubt aber, dass ihr Unternehmen nur in minder schweren Notfällen angemessene Hilfe leisten könnte. Ein Viertel der Befragten traut dem Unternehmen Notfallunterstützung grundsätzlich nicht zu und 19 Prozent sind sich nicht sicher, ob der Arbeitgeber zu einer angemessenen Unterstützung in der Lage wäre.

Riskante Erfahrungen

Unter den Befragten haben 37 Prozent auf Geschäftsreisen bereits Erfahrungen mit riskanten Situationen gemacht. Von diesen Studienteilnehmern wurde allerdings nur die Hälfte (52 Prozent) aktiv von ihrem Unternehmen kontaktiert. Wenn Unternehmen reagierten, geschah das oft zügig: 50 Prozent der Arbeitgeber, die aktiv auf eine Gefahrenlage reagierten, meldeten sich innerhalb der ersten zwei Stunden. Jeder fünfte Arbeitnehmer (22 Prozent) wurde sogar innerhalb einer Stunde kontaktiert.

Weltweite Gefahrenlage

Die Studie zeigt zudem, dass die aktuelle Berichterstattung über weltweite Gefahrenlagen jeden zweiten Geschäftsreisenden oder dessen Umfeld beeinflusst: In jedem vierten Fall sind Angehörige (24 Prozent) zunehmend beunruhigt. 19 Prozent der Befragten sorgt sich um die eigene Sicherheit oder die der Kollegen, reist aber unvermindert oft. In 15 Prozent der Fälle hat das Unternehmen reagiert und Reisen in bestimmte Regionen eingeschränkt oder in Lösungen für das Risikomanagement investiert.

„Angesichts vielfältiger globaler Gefahrenlagen und einer zunehmenden Anzahl an Geschäftsreisen, müssen Unternehmen zuverlässig wissen, wo sich ihre Mitarbeiter aufhalten. Nur so können sie ihrer Fürsorgepflicht im Krisenfall nachkommen“, sagt Götz Reinhardt, Managing Director EMEA Central bei Concur.

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