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Neue Gaming-Notebooks

Turboschnelle Spielmobile

| Autor: Klaus Länger

Mit der neuen Generation von Gaming-Notebooks soll man auch kommende Games wie Forza Motorsport 7 mit voller Pracht in hoher Auflösung spielen können.
Mit der neuen Generation von Gaming-Notebooks soll man auch kommende Games wie Forza Motorsport 7 mit voller Pracht in hoher Auflösung spielen können. (Bild: Turn 10)

Bisher brachten leistungsstarke Gaming-Notebook immer etliche Kilos auf die Waage. Die neuste Generation der Spielmobile sollen nun flache Bauweise, vergleichsweise niedriges Gewicht und ordentliche Performance kombinieren. Die richtig dicken Highend-Boliden gibt es aber auch weiterhin.

Während Gaming-Notebooks ihren stationären Vettern in der Leistung früher deutlich hinterherhinkten, haben sie heute ein gutes Stück aufgeschlossen. Zwar ist die Taktfrequenz bei Mobile-Prozessoren und Grafikeinheiten immer noch niedriger als bei Desktop-PCs, bei den Funktionseinheiten haben die mobilen Komponenten inzwischen gleichgezogen. So sind auf einer Geforce-GTX-1080-GPU in einem Notebook ebenso 2.560 Cuda-Cores vorhanden, wie bei einem entsprechend ausgestatteten Desktop-PC. Die Notebooks profitierten dabei von der allgemein niedrigeren Leistungsaufnahme moderner Chips mit geringen Strukturbreiten. Quadcore-Prozessoren und die leistungsstärksten mobilen Grafikchips fanden sich bisher nur in dicken und schweren Geräten mit wenigstens fünf Kilogramm Gewicht.

Nvidia Max-Q bei Asus und Acer

Mit der Max-Q-Technik will Nvidia nun ein Rezept für schnelle aber trotzdem dünne und leichte Gaming-Notebooks gefunden haben. Den Begriff „Max-Q” hat der Chiphersteller dabei aus der Raumfahrt entlehnt. Er steht beim Start einer Rakete oder eines Shuttles für den Punkt, an dem die aerodynamische Belastung durch die Geschwindigkeit das Maximum erreicht, bevor sie durch die sinkende Luftdichte wieder abfällt. Die Struktur eines Flugkörpers muss für diese Belastung ausgelegt sein.

Bei Nvidias Max-Q soll dagegen eine Ausrichtung des Hard- und Software-Designs auf größtmögliche Effizienz dafür sorgen, dass 18 MIllimeter dünne Gaming-Notebooks eine bis zu 70 Prozent höhere Leistung liefern als bisherige Mobilrechner mit diesen Abmessungen. Die zentrale Komponente von Max-Q sind Nvidia-GTX-10-GPUs, für deren Kühlung und Spannungsversorgung die GPU-Schmiede detaillierte Designvorschläge für die Notebook-Hersteller entwickelt hat. Weitere Bestandteile sind optimierte Treiber und die Whispermode-Technologie, mit der die Grafikeinstellungen und Frameraten automatisch für eine optimale Effizienz bei geringer Lautstärke konfiguriert werden.

Das derzeit flachste Gaming-Notebook mit einer maximalen Gehäusehöhe von 17,9 mm soll das Asus ROG Zephyrus auf Max-Q-Basis sein. Als Grafikkarte sitzt eine Geforce GTX 1080 in dem 15,6-Zoll-Notebook, als CPU dient ein Kaby-Lake-Core i7 der HQ-Serie mit vier Kernen. Der Full-HD-Screen unterstützt G-Sync und 120 Hz Bildwiederholrate. Auffallend beim Design ist das nach vorne gerückte Keyboard ohne Handballenablage. Das Touchpad sitzt rechts neben der RGB-beleuchteten Tastatur. Das Gerät soll im August in den Handel kommen.

Ein ähnliches Design hat Acer für das Predator Triton 700 gewählt, das sich ebenfalls an Nvidias Max-Q-Vorgaben orientiert. Acer hat das Gerät bei der internationalen Pressekonferenz in New York erstmals gezeigt. Allerdings sitzt hier ein transparentes Touchpad oberhalb des Keyboards und erlaubt den Blick auf die fünf Heatpipes des Areroblade-3D-Kühlsystems, das ebenfalls durch eine transparente Abdeckung bewundert werden kann. Mit 18,9 mm Höhe ist das Triton 700 bei ähnlicher Ausstattung einen Hauch dicker als das Asus. Zur Grundausstattung gehört beim Triton Thunderbolt 3. Beim Massenspeicher sind sogar zwei PCIe-SSDs in RAID-0-Konfiguration möglich. Verkaufsstart ist ebenfalls im August. Den Einstandspreis gibt Acer mit 3.499 Euro (UVP) an.

MSI mit Titan und Raidern

Wenn nur die Leistung zählt, dann fallen Gaming-Notebooks auch weiterhin etwas gewichtiger aus. So etwa der 17,3-Zoll-Bolide von MSI mit dem treffenden Namen GT75VR Titan. Es kann mit einer Geforce GTX 1070, einer GTX 1080 oder sogar zwei GTX 1070 im SLI-Modus bestellt werden. Auch bei den PCIe-SSDs lässt sich das Titan durch deren paarweisen Einsatz als Stripe-Set beschleunigen. Das Display unterstützt 120 Hz und G-Sync. Zudem ist das Gaming-Notebook mit einer mechanischen Steelseries-Tastatur bestückt, deren farbige LED-Beleuchtung sich für jede Taste einzeln steuern lässt.

Nicht ganz so schlank wie die Max-Q-Geräte aber deutlich flacher als das Titan sind die neuen Modelle der Raider-Serie, das GE73VR und GE63VR. Sie sind mit Intel Core i7 sowie Geforce GTX 1050, 1060 oder 1070 ausgestattet und verfügen ebenfalls über 120-Hz-Bildschirme mit 17,3 oder 15,6-Zoll-Diagonale. Für eine effiziente Kühlung sorgt laut MSI eine Kühleinheit mit zwei Lüftern und sieben Heatpipes. Für einen satten Sound hat MSI ein bei allen drei Notebooks ein Dynaudio-Sound-System mit größeren Speakern und Resonanzraum integriert.

Die MSI-Notebooks sollen im August in den Handel kommen. Preisangaben gibt es noch nicht.

Zwei Omen von HP

HP hat die Gaming-Notebooks Omen 15 und Omen 17 für 2017 grundlegend überarbeitet. Die Geräte mit 15,6- oder 17,3-Zoll-Display sind nun mit Kaby-Lake-Core-Prozessoren mit bis zu vier Cores und aktuellen Nvidia-GPUs ausgerüstet. Das kleinere Modell folgt Nvidias Max-Q-Design und ist maximal mit einer Geforce GTX 1060 ausgestattet. Das Omen 17 bietet HP maximal mit der Nvidia Geforce GTX 1070 an. Hier kommt ein Kühlsystem mit mehreren Lüftern zum Einsatz. Beim Display besteht bei beiden Modellen die Wahl zwischen einem 120-Hz-Full-HD-Panel und einem 4K-Panel. Für die Audioausstattung mit Doppellautsprechern hat HP Bang & Olufsen mit ins Boot geholt. Das Keyboard ist bei beiden Modellen rot beleuchtet mit optisch hervorgehobenen WASD-Tasten. Die beiden Omen-Notebooks sollen im Juli in den Handel kommen. Das Omen 15 soll zu einem Preis ab 999 Euro erhältlich sein, das Omen 17 kostet mindestens 1.199 Euro.

Das erste Ryzen-Notebook

Asus bringt neben dem flachen Zephyrus noch einige weitere ROG-Notebooks auf den Markt, die den Namen Strix tragen und etwas fülliger ausfallen. Neben zwei Strix-Modellen mit Intel-Core-Prozessor und Nvidia-Geforce-GTX-10-GPU, dem Strix SCAR für First-Person-Shooter und dem Strix Hero für Echtzeit-Strategiespiele, zeigte der taiwanische Hersteller auf seiner Heimatmesse Computex das erste Notebook mit AMD-Ryzen-CPU. Da AMD noch keine Mobile-Version der neuen CPU liefern kann, steckt im 3,5 kg schweren 17,3-Zöller Strix GL702ZC ein AMD Ryzen 7 1700 mit acht Cores in der Desktop-Ausführung mit 65 Watt TDP. Laut Asus kann die CPU auf bis zu 32 GB DDR4-SDRAM zugreifen. Zudem soll es später auch Varianten mit dem Sechskerner Ryzen 5 1600 und dem Quadcore-Prozessor Ryzen 3 1200 geben. Als GPU nutzt Asus eine Radeon RX 580 auf einer MXM-Karte. Das Display, wahlweise mit 4K-Auflösung oder Full-HD mit 75 sowie 120 Hz, soll AMDs Freesync unterstützen. Zur Akkulaufzeit hat sich der Hersteller nicht geäußert. Das ROG Strix GL702ZC soll laut Asus „später im Sommer” in den Handel kommen.

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