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Das Fahren auf Sicht ist vorbei Trotz Umsatzrückgängen bleibt B2B-Sektor optimistisch

| Autor: Sarah Gandorfer

Ein Großteil der Business-to-Business-Serviceunternehmen (B2B) korrigieren ihre Umsatzprognosen nach unten. Dennoch sieht der B2B-Sektor insgesamt die Situation optimistischer als noch ein Quartal zuvor. Im kommenden Jahr wird wieder ein Wachstum erwartet.

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Ein Viertel der Befragten rechnet im aktuellen Geschäftsjahr mit Wachstum, doch fast 60 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang.
Ein Viertel der Befragten rechnet im aktuellen Geschäftsjahr mit Wachstum, doch fast 60 Prozent erwarten einen Umsatzrückgang.
(Bild: sewcream - stock.adobe.com)

Während die meisten Dienstleister im zweiten Quartal im Rahmen der jährlichen Feldphase für die Lünendonk-Studien keine Angaben für das laufende Geschäftsjahr machten, sehen sie nun Ende des dritten Quartals klarer. Bei einer Blitzumfrage des Marktforschungsunternehmens, an der 99 Personen teilnahmen, rechnen 57 Prozent der B2B-Serviceunternehmen mit einer negativen Umsatzentwicklung. Bei einer ersten Umfrage im März gingen noch 89 Prozent von einem Rückgang aus. Während 16 Prozent aktuell mit stagnierenden Umsätzen in 2020 planen, gehen 27 Prozent trotz Corona von einem Umsatzwachstum aus.

Hier läuft es besser, dort schlechter

Am stärksten betroffen sind die Anbieter von Zeitarbeit und Personaldienstleistung, Industrieservice und Managementberatung. Facility-Service- und IT-Unternehmen sowie Wirtschaftsprüfer und Steuerberater blicken hingegen optimistischer in die Zukunft. Doch auch der IT-Dienstleistungsmarkt hat sich 2019 schwächer entwickelt, als ursprünglich erwartet, wie eine andere Lünendonk-Studie zeigt. Das durchschnittliche Umsatzwachstum lag hier mit 7,8 Prozent in einem hohen einstelligen Bereich.

„In den Ergebnissen der Blitzumfrage spiegelt sich die Heterogenität der B2B-Servicemärkte“, sagt Lünendonk-Geschäftsführer, Jörg Hossenfelder. „Während auf der einen Seite 20 Prozent der Teilnehmer mit einem Wachstum von bis zu vier Prozent rechnen, erwarten 30 Prozent einen Umsatzeinbruch von über 20 Prozent.“ Auch innerhalb der analysierten Märkte Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, Management-, IT- und Technologieberatung, Facility- und Industrieservice sowie Zeitarbeit zeigen sich deutliche Unterschiede. „Bei den Managementberatungen beispielsweise sehen wir je nach Branchenschwerpunkt und Consulting-Spezialisierung deutliche Unterschiede bei den Umsatzprognosen“, so Hossenfelder. „Und im Facility Service kommen die eher technischen Anbieter momentan besser durch diese Phase als die rein infrastrukturellen Gebäudedienstleister mit ihren Reinigungs-, Sicherheits- und Catering-Leistungen.“

Erwartungen an 2021

Die Analysten sind derzeit optimistisch, dass sich die wirtschaftliche Situation 2021 entspannt. Gerade IT-Berater und -Dienstleister rechnen mit deutlichem Umsatzplus im kommenden Jahr. Einen um acht bis zehn Prozent höheren Jahresumsatz als geplant erwarten ebenfalls die befragten Managementberater. Zudem rechnen fast 40 Prozent der Personaldienstleister mit einem um zehn Prozent höheren Umsatz.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS