Backup-Software für jede Unternehmensgröße Trotz „sesam“ geht es bei SEP wenig orientalisch zu

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Das Interview führte Heidi Schuster / Heidi Schuster

SEP ist Hersteller für Backup-Lösungen und neue Partner sind hier immer willkommen. Was den künftigen Partner bei SEP erwartet und was „Sesam öffne Dich“ mit einer Backup-Lösung zu tun hat, erzählt Johann Krahfuss, Director Partner Sales und Aktionär der SEP AG im Interview mit IT-BUSINESS.

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Das SEP-Partnerprogramm bietet für Reseller drei Partnerstufen.
Das SEP-Partnerprogramm bietet für Reseller drei Partnerstufen.

ITB: Ihre Backup-Lösungen nennen sich „sesam“. Woher kommt dieser ungewöhnliche Name?

Krahfuss: Der Name geht auf unseren allerersten Kunden zurück, der jetzt ebm-papst heißt. Die Firma wollte die Backup-Lösung aus Sicherheitsgründen nicht direkt im Rechenzentrum haben und hat sie daher im Pförtnerhäuschen platziert. Die Pförtner hatten dann die Aufgabe, morgens, wenn sich die Klappen der Backup-Bänder öffneten, die Kassetten zu tauschen. Die Pförtner wussten aber nicht, was das Gerät macht. Sie wussten nur, wenn sich die Klappe öffnet, müssen zwei neue Kassetten rein und die Klappen anschließend wieder geschlossen werden – also Sesam auf, Sesam zu – von „Sesam öffne Dich“ aus der orientalischen Geschichtensammlung „1001 Nacht“. Und den Namen haben wir dann für unsere Lösungen übernommen.

ITB: SEP hat mittlerweile rund 630 Partner weltweit. Wie sieht das Partnermodell und die Vertriebsstrategie aus?

Krahfuss: Wir verkaufen unsere Software-Lösungen ausschließlich über den Channel. Grundsätzlich kann jeder Reseller unsere Backup-Lösungen über den Distributor inetra de kaufen. Wer enger mit uns zusammenarbeiten will, für den bieten wir ein Partnerprogramm an. Es hat drei Stufen, ist kostenfrei und je nach Level vergrößert sich die Marge. Die erste Stufe ist die Qualified-Stufe. Hier muss der Partner an einem eintägigen, kostenlosen Seminar teilnehmen um sich vertriebliches und technisches Basiswissen anzueignen. Ein Mindest-Umsatzziel gibt es hier nicht. Der Certified-Partner muss einen Techniker auf einem höheren technischen Level ausbilden und der Netto-Umsatz muss über den 10.000 Euro bleiben. Als nächstes kommt dann der Gold-Status. Hier müssen mindestens zwei Techniker ausgebildet sein, der jährliche Netto-Umsatz liegt bei über 50.000 Euro mit SEP-Lösungen.

ITB: Wovon profitieren SEP-Partner und gibt es mehr Verdienstmöglichkeiten als über den reinen Lizenzverkauf?

Krahfuss: Wir bieten ab den Certified-Status aktive Lead-Weitergabe, unterstützen Messe- und Kongressbeteiligungen, liefern kostenlosen Partner-Support und kostenfreie NFR-Lizenzen. Zudem sind wir ein deutsches Unternehmen und bieten einen entprechenden deutschsprachigen Support sowie deutschsprachige Handbücher zu den Software-Lösungen an, was durchaus ein Vorteil ist. Unsere Partner verdienen neben dem Lizenz-Verkauf auch bei der Implementierung der sesam-Produkte, beim Support und bei den Standard-Trainings für Kunden. Außerdem haben wir ein Second-Level-Modell für Support-Dienstleistungen. Der Partner bezahlt dabei einen geringen Anteil an SEP pro Kunde und kann dann seine eigenen Services anbieten. Er kann selbst entscheiden, was er supportet und in welchem Umfang. Ist der Partner dann einmal überfordert oder bekommt die Services zeitlich nicht unter, dann machen wir im Hintergrund für ihn sozusagen die Arbeit.

ITB: Welche Kunden spricht SEP an?

Krahfuss: Wir haben sehr kleine und sehr große Kunden. Unsere Produkte passen in jedes Unternehmen.

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