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Solcom-Projektmarktindex

Trotz schwächelndem Projektmarkt profitieren Freiberufler

| Autor: Sarah Gandorfer

Der Projektmarktindex musste im zweiten Quartal leichte Verluste hinnehmen und steht nun bei 102,20 Punkten.
Der Projektmarktindex musste im zweiten Quartal leichte Verluste hinnehmen und steht nun bei 102,20 Punkten. (Bild: Pixabay / CC0)

Der Projektmarkt liegt im zweiten Quartal auf hohem Niveau obwohl ein leichter Einbruch zu verzeichnen ist. Ein deutliches Auftragsplus gab es für Freiberufler bei SAP- und Java-Entwicklung. Rückgänge registriere vor allem Unternehmen.

Der von Solcom veröffentlichte Projektmarktindex beschreibt quartalsweise die Entwicklung des Marktes zur Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten. Dabei setzt sich die Kennzahlen aus den von dem Dienstleister ermittelten eigenen Werten „Entwicklung der Bewerbungen pro Ausschreibung“, „durchschnittlicher Stundensatz“, „Entwicklung der Projektausschreibungen“ und „Geschwindigkeit bei der Besetzung einer offenen Position“ zusammen. Aus diesen vier Indikatoren wird der Mittelwert gebildet.

Als Referenzquartal dient das erste Quartal 2017, dessen Werte den Index-Stand 100 definieren. Die beiden Einzelwerte „Entwicklung der Projektausschreibungen“ und „Geschwindigkeit bei der Besetzung offener Projekte“ betrachten den Projektmarkt von Seite der Unternehmen aus. Die „Entwicklung der Bewerbungen pro Ausschreibung“ und der „durchschnittliche Stundensatz“ beleuchten den Projektmarkt aus Sicht der freiberuflichen Experten. Bei den beiden Einzelwerten für „Geschwindigkeit bei der Besetzung“ und „Entwicklung der Bewerbungen“ wird ein Rückgang positiv für den Projektmarkt bewertet.

Leichte Verluste

Der Solcom-Projektmarkt-Index beschreibt quartalsweise die Entwicklung des Marktes zur Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten.
Der Solcom-Projektmarkt-Index beschreibt quartalsweise die Entwicklung des Marktes zur Besetzung von IT- und Engineering-Projekten mit freiberuflichen Spezialisten. (Bild: Solcom)

Für das zweite Quartal 2018 weist der Projektmarktindex leichte Verluste im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres auf. Er steht derzeit bei 102,20 Punkten. Die Abweichung beträgt 0,54 Punkte.

Die Verluste ergeben sich durch einen Rückgang bei den Werten, die den Markt aus Sicht der Unternehmen beurteilen. So weist der Wert für Projektausschreibungen ein hohes Minus von 5,78 Punkten gegenüber dem Vorquartal auf. Ebenfalls weiter rückläufig mit einem Minus von 1,47 Punkten war der Wert Geschwindigkeit bei der Besetzung einer offenen Position, was auf eine langwierige Entscheidungsfindung und einen schwierigen Besetzungsprozess hinweist.

Die Werte für Freiberufler zeigen weiterhin ein klares Wachstum. Sowohl der Wert für die Anzahl der eingegangen Bewerbungen und als auch die Stundensätze konnten sich weiter verbessern und liegen mit 9,79 sowie 2,93 Punkten über dem Referenz- sowie mit 3,92 und 1,17 Punkten über dem Vorquartal.

Unternehmensaufträge gehen zurück

Rückläufig sind hingegen die Werte, die den Markt aus Sicht der Unternehmen betrachten. Der Wert für die Anzahl der Projektausschreibungen rutschte mit 99,03 Punkten unter das Referenzquartal, was auf nachlassenden Bedarf bei den Unternehmen hinweist.

Trotz den nachlassenden Aufträgen ist der Wert für die Geschwindigkeit bei der Besetzung einer offenen Position mit 97,06 Punkten weiterhin im Minus – Unternehmen haben hier noch immer ihre Schwierigkeiten.

„Obwohl sich der Projektmarkt noch immer auf einem hohen Niveau bewegt, ist der Rückgang im zweiten Quartal gegenüber dem Jahresstart überraschend. Es zeigt, dass eine gewisse Verunsicherung bei den Unternehmen vorherrscht“, erläutert Oliver Koch, Geschäftsführer bei Solcom.

Höchste Stundensätze bei SAP

Erstmals konnte sich SAP-Beratung den Spitzenplatz bei den meist nachgefragten Qualifikationen sichern, Java Entwicklung hingegen rutschte ab auf den zweiten Rang.
Erstmals konnte sich SAP-Beratung den Spitzenplatz bei den meist nachgefragten Qualifikationen sichern, Java Entwicklung hingegen rutschte ab auf den zweiten Rang. (Bild: Solcom)

Am meisten pro Stunde wird immer noch bei der Beratung und Projektleitung im Prozessmanagement sowie bei der SAP-Beratung gezahlt. Zudem schob sich erstmals SAP-Beratung auf den Spitzenplatz bei den meist nachgefragten Qualifikationen. Laut Solcom ist dies der gestiegenen Nachfrage aufgrund der neu regulierten europäischen Datenschutzverordnung geschuldet. Entsprechend rutschte Java-Entwicklung auf den zweiten Platz ab. SAP-Entwicklung liegt auf Rang drei.

Ebenfalls nach oben ging es für Safety-Management, das dank stark angestiegener Nachfrage nun wieder im Ranking vertreten ist sowie für C++ Programmierung, Requirements-Engineering und SPS-Programmierung.

Entsprechend rutschten Bauleitung, Testmanagement, Projektleitung IT- und Business-Analysis im Ranking nach unten und liegen jetzt auf Platz 8, 10, 12 und 13. Keine großen Änderungen gab es bei Embedded-Software-Entwicklung, die sich auf dem vierten Rang halten konnte. Die meisten Anfragen kamen im ersten Quartal aus dem Automotive-Bereich, gefolgt vom Maschinen- und Anlagenbau.

Gute Aussichten im dritten Quartal

Betrachtet man die einzelnen Monate des Quartals, sind diese gegenüber dem Referenzzeitraum im Plus, doch unter den Vormonaten. Besonders im April gab es hier einen Rückgang. Allerdings zeigt sich bei der Entwicklung innerhalb des eine Verbesserung der Werte. Entsprechend ist der Ausblick auf das dritte Quartal positiv, sollten sich die gesamtwirtschaftlichen Vorzeichen nicht verschlechtern.

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