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Antivirus-Hersteller Panda über die Sicherheitslage

Trojaner und Android-Malware besonders umtriebig

| Redakteur: Stephan Augsten

Sicherheitsforscher der PandaLabs haben sich die Malware-Landschaft genau angeschaut.
Sicherheitsforscher der PandaLabs haben sich die Malware-Landschaft genau angeschaut. (Bild: Panda Security)

Hacker- und Malware-Angriffe auf große Unternehmen zum Zwecke des Datendiebstahls nehmen zu, meldet Panda Security. Im aktuellen Quartalsbericht beleuchtet der Antivirus-Hersteller die häufigsten Angriffsarten und die Zahl der Schadcode-Infektionen.

Im dritten Quartal 2012 haben die Sicherheitslabore von Panda Security einen Anstieg der Hacker-Angriffe auf große Unternehmen festgestellt. Als Beispiel muss die Attacke auf den Cloud-Speicherdienst Dropbox, bei dem Tausende von Benutzernamen und Kundenpasswörtern gestohlen wurden.

Weitere betroffene Großunternehmen waren der amerikanische Computerspieleentwickler Blizzard und der Software-Hersteller Adobe. Letzter Fall wiegt besonders schwer, da gültige digitale Zertifikate gestohlen wurden, die Cyber-Kriminelle im Rahmen weiterer Malware-Angriffe missbräuchlich verwenden könnten.

Neben den Angriffen auf Unternehmen, zeigt sich auch ein weiterer Trend: Seit verkündet wurde, dass eine halbe Milliarde Benutzer Android Geräte aktiviert haben, entwickelt sich Android aufgrund seiner wachsenden Anwender-Community zu einem wichtigen Ziel von Internet-Kriminellen.

Infektionen nach Malware-Gruppen

Trojaner führen einmal mehr die Charts der Malware-Kategorien an, fast drei Viertel der neu programmierten und im Internet verbreiteten Schädlinge gehörten dieser Gruppe an. Ebenso waren Trojaner mit einem Anteil von 78 Prozent der häufigste Auslöser für eine Infektion. Dies ist laut Panda darin begründet, dass die Programmierer mit relativ wenig Aufwand den größten Nutzen erlangen.

Die Anzahl der neuen Viren hat sich zwar im Vergleich zum zweiten Quartal verdoppelt, ist jedoch mit 14 Prozent verhältnismäßig gering. Dementsprechend verursachen Viren auch nur sieben Prozent der Neuinfektionen. Obwohl Würmer nur elf Prozent der neuen Schadcodes stellen, sind sie fast ebenso häufig an Infektionen beteiligt (0,03 Prozent weniger).

Malware-Befall nach Ländern

Auf der Liste der zehn am seltensten infizierten Länder finden sich besonders viele europäische Staaten. Irland führt die Rangliste an, hier ist „nur“ ein Fünftel der Rechner mit Malware verseucht. Nur wenige Infektionen mehr finden sich auf norwegischen Rechner. Während Schweden mit einer Infektionsrate von 22 Prozent den dritten Platz belegt, waren in Deutschland etwa 24 Prozent aller Computer mit Malware befallen.

Damit liegen diese vier Länder unter dem weltweiten Schnitt von 31 Prozent. China übernimmt mit 53 Prozent die Spitze der Länder mit den meisten infizierten PCs, dicht gefolgt von Südkorea. Diese zwei Länder sind die einzigen, die über der 50-Prozent-Marke liegen. Den dritten Platz der Länder mit den meisten kompromittierten Rechnern belegt die Türkei (42 Prozent).

Die Sicherheitsexperten von Panda meinen, dass eine niedrige Zahl verseuchter Computer unmittelbar mit dem Stand des technologischen Fortschritts des einzelnen Landes zu tun hat. „Diese Länder sind sich der Bedeutung des Kampfes gegen Cyber-Kriminalität bewusst und sind gewillter die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Internet-Diebe zu stoppen“, erklärt Luis Corrons, der Technische Direktor der PandaLabs.

Der vollständige Malware-Quartalsbericht der PandaLabs findet sich auf der Webseite von Panda Security.

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