Aktueller Channel Fokus:

Storage&DataManagement

Channel Fokus: Digitale Transformation

Transformation im Partnergeschäft

| Autor: Lisa Jasmin Nieberle

Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
Mit unserem IT-BUSINESS Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen. (Bild: Bild: © apinan - stock.adobe.com)

Was noch vor wenigen Jahren die Globalisierung war, ist heute die Digitale Transformation. Sie betrifft nicht nur Unternehmensstrukturen und Wertschöpfungsketten, sondern die gesamte Gesellschaft. Das IT-BUSINESS Panel zeigt: Der Channel ist auf dem Weg.

Es gibt viele Namen für ein Phänomen: Digitale Transformation, digitaler Wandel oder doch lieber digitale Revolution? Fest steht: Nach Industrialisierung und Globalisierung zwingt nun die neueste Welle der tiefgreifenden Veränderungen sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft zur Transformation. Kundenanforderungen ändern sich und Unternehmen müssen nachziehen. Bestehende Prozesse werden durch bessere digitale Lösungen abgelöst. Dementsprechend bedeutend ist die Digitale Transformation für unsere Teilnehmer: 85 Prozent der Partner geben an, dass sie wichtig für das Business ist, während die Zahlen auf Seiten der Distributoren/ Hersteller sogar noch eindeutiger sind: hier stimmen ganze 93 Prozent für „wichtig“.

Wir wollten von den Teilnehmern wissen, wo sie sich selbst bei der Entwicklung hin zum digitalen Unternehmen sehen. Unser Panel zeigt: Der Channel ist unterwegs. 60 Prozent der Partner geben an, dass sie „auf dem Weg“ zum digitalen Unternehmen sind. Immerhin 35 Prozent behaupten, „eher digitalisiert“ zu sein, fünf Prozent stimmen für „voll digitalisiert“. Bei Herstellern und Distributoren ist die Entwicklung schon weiter vorangeschritten: Zwar ist der Großteil auch hier noch „auf dem Weg“ (38 %), allerdings sind insgesamt 56 Prozent schon digitalisiert. Und: Keiner steht ganz am Anfang.

Ein solcher Veränderungsprozess kann kaum allein bewerkstelligt werden. Partner können sich deshalb vorstellen, Unterstützung von außen zurate zu ziehen: 35 Prozent sehen Distributoren als potenziellen Partner, 25 Prozent Beratungsunternehmen und jeweils 20 Prozent Hersteller oder andere Systemhäuser. Fachhandelsverbünde sind für keinen Partner interessant.

Wofür der Aufwand?

Hier sind sich die Panel-Teilnehmer uneinig. Bei der Frage nach dem Hauptnutzen der Digitalisierung für Unternehmen erhoffen sich Distributoren und Hersteller vor allem drei Aspekte: Effizientere Prozesse (88 %), höhere Qualität von Produkten und Dienstleistungen (88 %) und mehr Informationen über Märkte und Kunden (56 %). Auch die Partner sehen in effizienteren Prozessen den Hauptnutzen (65 %), allerdings spielen auch Beschleunigung von Innovationen, höhere Qualität von Produkten (jeweils 55 %) oder eine bessere Kommunikation (45 %) eine wichtige Rolle.

Fehlendes Knowhow bremst

Für Partner gibt es viele Faktoren, die die Digitale Transformation bremsen. So sehen sie vor allem das fehlende Knowhow als problematisch an (70 %). Aber auch Aspekte wie die mangelnde Veränderungsbereitschaft (65 %), Sicherheitsbedenken (50 %) oder die unzureichende öffentliche Netzinfrastruktur (50 %) bremsen aus Partnersicht. Im Gegensatz dazu gibt es bei Distributoren/ Herstellern drei eindeutige Hindernisse: Fehlendes Knowhow (94 %), keine Veränderungsbereitschaft (81 %) und der Fachkräftemangel (69 %). Die Zahlen legen nahe, dass Distributoren und Hersteller von der konkreten Kundensituation weiter entfernt sind als Partner. Fehlende Finanzmittel sind für Partner beispielsweise ein wichtiger Faktor, der die Digitale Transformation bremst (45 %), während das für gerade einmal sechs Prozent der Distributoren und Hersteller eine Rolle spielt.

Klar definierte Partnerrolle

Partnern kommen spezifische Rollen bei der Transformation ihrer Kunden zu. Auffällig ist, dass diese ihre wichtigste Aufgabe in der Rolle des Prozessberaters und dem strategischen Consulting sehen; aber auch Distributoren/ Hersteller sehen hier die größte Rolle der Systemhäuser (Partner 90 %, Distributoren/ Hersteller 53 %). Außerdem übernehmen Partner eigenen Angaben zufolge Aufgaben wie die Implementierung von Technologien und Technologieberatung (75 %), während Distributoren/ Hersteller Systemhäuser hier eher weniger sehen (13 % und 0 %). Auch im Betrieb von Lösungen als Managed Services liegt eine entscheidende Rolle für Partner (65 % und 33 %).

IT-Security ist das Top-Thema

Bei der Frage nach den wichtigsten Technologien für die Digitalisierung sind sich die Teilnehmergruppen weniger einig. Für Distributoren/ Hersteller sind es vier Bereiche, die essenziell sind: zum einen die Klassiker IT-Security, Cloud Computing und Mobility (jeweils 69 %), zum anderen aber auch das noch recht junge Feld um Analytics und Machine Learning (63 %). Bei Partnern hingegen sind es diverse Technologien, die für die Digitalisierung wichtig sind. Dazu gehören unter anderem IT-Security mit 75 Prozent, Analytics/ Machine Learning (55 %), Cloud Computing (50 %) oder Software-defined Networking (35 %).

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