Suchen

Leichte Begleiter für Business und Freizeit Toshiba präsentiert mobile Kleinstrechner

Redakteur: Harry Jacob

Wenig Gewicht in Kombination mit außergewöhnlicher Leistung – diesen Spagat hat Toshiba im Bereich Subnotebook und noch kleinerer Geräte in Angriff genommen.

Firmen zum Thema

Kleiner Rechner, großer Preis: den Toshiba Libretto W100 kann man auch als E-Book-Reader verwenden.
Kleiner Rechner, großer Preis: den Toshiba Libretto W100 kann man auch als E-Book-Reader verwenden.
( Archiv: Vogel Business Media )

25 Jahre ist es jetzt her, dass Toshiba den T1100 vorstellte und damit den Begriff „Notebook“ etablierte. Zum Geburtstag stellte der japanische Hersteller diese Woche drei neue Modelle vor. „ Es ist an der Zeit, dass wir uns wieder einmal neu erfinden“, so der Europa-Chef Dirk Thomaere über die jüngsten Geräte.

Toshiba Libretto W100

Das kleinste der am Montag vorgestellten Geräte ist das Toshiba Libretto W100. Mit dem Namen knüpft der Hersteller nach einigen Jahren Pause an die Subnotebook-Reihe an, die ab 1996 gut 10 Jahre lang im Sortiment zu finden war. Das herausragende Merkmal des Libretto W100 sind die beiden 7-Zoll-Multi-Touch-Displays, die sich beim Aufklappen zeigen. Eine Tastatur gibt es dagegen nicht. Sie lässt sich dafür auf einem der beiden Displays einblenden. Auf dem Bildschirm gibt es zwar keinen Tastaturanschlag, aber eine Art „Force Feedback“, mit dem das Drücken einer Taste quittiert wird. Allerdings sind angesichts der Abmessungen des Libretto – rund 20 cm lang und 12 cm breit – die Tasten natürlich sehr schmal.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Auf den Displays können wahlweise unterschiedliche Anwendungen laufen, zum Beispiel ein Browser auf dem einen Display, das E-Mail-Programm auf dem anderen, in dem Fall idealerweise bei Nutzung im (üblichen) Querformat. Andererseits kann das Browserfenster beispielsweise auch über beide Fenster aufgezogen werden, oder man nutzt das Libretto hochkant als E-Book-Reader und hat dann die jeweils gegenüberliegenden Seiten des Buches auf den einzelnen Displays. Für einen reinen E-Book-Reader wäre das Gerät allerdings zu schade – dafür sorgt schon der Preis: 1.100 Euro für die WLAN-only-Variante, 1.250 Euro mit UMTS.

Die beiden Modelle kommen im Juli und August in limitierter Auflage auf den Markt – als Gerät für „technikverliebte Kunden“, und als Demonstration für die Innovationskraft von Toshiba, wie Thomaere betonte. Das Subnotebook ist ausgestattet mit zwei Gigabyte RAM, einer 62-Gigabyte-Festplatte, GPS-Sensor und der ULV-CPU Intel Pentium U5400 (Dual-Core, 1,2 Gigahertz, 3 Megabyte Cache). Der 8-Zellen-Akku soll lediglich für bis zu drei Stunden reichen. Installiert sind Windows 7 Premium sowie diverse Toshiba-eigene Tools zur Mediennutzung und zur Organisation von Daten und Informationen.

Toshiba AC 100 – Cloud Companion

Das 870 Gramm leichte Netbook zielt auf den Einsatz als Client im Cloud Computing. Es soll jederzeit einsatzbereit sein, und „Always on“ bedeutet: lange Laufzeit ist wichtiger als CPU-Power, denn im Idealfall laufen die leistungshungrigen Anwendungen ja auf dem Server, nicht auf dem Netbook. Die CPU kommt in diesem Fall nicht von Intel, sondern Toshiba setzt auf den Mobile-Prozessor Nvidia Tegra T20, ein ARM-basierendes Modell mit einer Taktrate von einem Gigahertz. Das RAM beschränkt sich auf 512 Megabyte, als Speichermedium dient eine embedded Multimedia-Card mit acht Gigabyte. Das Betriebssystem kommt von Google, beim ersten Start wird automatisch auf die aktuelle Version von Android upgedatet.

Auffällig ist das Gehäuse: In schwarz, mit Waben-Optik, die Schriftzeichen auf der Tastatur sowie verschiedene Anschlüsse in dunklem gelb gehalten, weckt es Assoziationen an Bienen und Wespen. Das Gehäuse ist trotz des geringen Gewichts überraschend stabil. Wie Toshiba-Chef Thomaere betonte, ist das Gerät angesiedelt zwischen Smartphones und Netbooks, biete aber bessere Web-Experience als die Smartphones und sei schneller einsatzbereit als ein Netbook. Der UVP der WLAN-Variante beträgt 349 Euro, für das UMTS-Modell 449 Euro.

Toshiba Portégé R700

Dieses Business-Subnotebook markiert derzeit den oberen Rand der Leistungsfähigkeit. Trotzdem konnte das Gewicht auf 1,4 Kilogramm begrenzt werden. Nach Angaben von Toshiba ist es das dünnste Full-Function-Laptop, zwischen 20,4 bis 26,4 Millimeter dick. Das Magnesium-Gehäuse setzt wiederum auf die Bienenwaben-Struktur, die eine leichte Bauweise mit hoher Stabilität kombiniert. Im Inneren werkeln Intel-iCore-Prozessoren, bis hinauf zum Modell i7. Damit der Bolide angesichts dieses Leistungspakets nicht überhitzt, achteten die Ingenieure darauf, dass die CPU an der Seite sitzt und die Abluft direkt aus dem Gehäuse befördert wird. Ein relativ großer Lüfter mit niedriger Drehzahl sowie eine Heatpipe gehören mit zu diesem Cooling-Konzept, das Toshiba „Airflow“ nennt.

Der dritte entscheidende Punkt, um die geringe Bauhöhe realisieren zu können, ist die schichtweise Anordnung von Standard-Speichermodulen, die bis zu 8 Gigabyte RAM ermöglichen, die vom vorinstallierten Windows 7 in der 64-Bit-Version unterstützt werden.

Der 13,3-Zoll-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung bietet HD-Auflösung (1.366 x 768 Pixel). Da das Portégé R700 als Business-Modell konzipiert ist, kommt ein Non-Glare-Display zum Einsatz. Auch am optischen Laufwerk wurde diesmal nicht gespart, ein DL-DVD-Brenner gehört zur Standardausstattung. Die Festplatte kann optional gegen eine SSD ausgetauscht werden. Bei den zahlreichen Ports finden sich unter anderem eSata, HDMI und UMTS, außerdem ein Docking-Connector, über den auch USB-3.0-Anschlüsse zur Verfügung gestellt werden. Die neue Docking-Station nimmt nun auch Modelle mit Neun-Zellen Akku auf, der in der Vergangenheit aufgrund seiner größeren Abmessungen Probleme bereitet hatte. Der Standard-Akku hält je nach Modell zwischen acht und zwölf Stunden durch.

Die Toshiba-Familie Portégé R700 wird ab August verfügbar sein bei UVPs zwischen 1.150 und 2.300 Euro. Für Consumer hat Toshiba unter dem Namen Portégé R630 günstigere Varianten im Angebot, die mit einer weniger leistungsfähigen CPU sowie ohne SSD und UMTS auskommen müssen. Hier liegen die Preise bei 1.000 bis 1.150 Euro (UVP).

Neue Satelliten am Start

Auch die Satellite-Familie hat Toshiba mit neuen Modellen bestückt. Die beiden Business-Notebooks Satellite Pro L650 und L670 kommen zu Preisen zwischen 670 und 1.000 Euro.

Das L650 kommt mit 15,6-Zoll-Display (Non Glare) in HD-Auflösung, Blu-ray-RW-Laufwerk und Smart Display Support. Der Kunde kann aus einer breiten Palette von CPUs wählen und auch die Windows-Edition nach seinen Bedürfnissen bestimmen.

Das L670 hat ein 17,3-Zoll-Dsiplay mit 1.600 x 900 Pixeln, das von einer ATI Mobilitz Radeon HD 5650 mit einem Gigabzte Vido-RAM angesteuert wird. Als CPU kommt Intels Core i3-330M zum Einsatz.

(ID:2045754)